Über dieses Blog

Wissenschaftskommunikation ist ein schwieriger Balanceakt. Die Scientific Community wünscht sich kompetente Beiträge, die Sachverhalte präzise, differenziert und möglichst frei von sinnentstellenden Vereinfachungen wiedergeben. Journalisten wünschen sich einfache, holzschnittartige Darstellunge, die am liebsten noch einen emotionalen Spannungsbogen (eine Story) enthalten. Geht es um das Thema Homöopathie, so steht Wissenschaftskommunikation zusätzlich noch vor der Aufgabe, ideologische Einflüsse, Emotionen und pawlowsche Reflexe zu neutralisieren. Die Redaktion des DZVhÄ Homöopathie.Blogs stellt sich dieser Herausforderung. Und zwar mit größtem Vergnügen.

 

„In God I trust, everyone else has to show data“, lautet ein Leitspruch von Prof. Dr. med. Claudia Witt. Claudia Witt ist stellvertretende Direktorin des renommierten Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Berliner Charité und erforscht komplementärmedizinische Therapieverfahren. In einem Interview mit der Tageszeitung taz betonte sie, dass der durch einen SPIEGEL-Bericht ins Medieninteresse gelangte Streit um die Homöopathie aus ihrer Sicht ideologisch geführt wird.

Von der taz auf die Debatte über die Finanzierung von Homöopathie durch Krankenkassen angesprochen, sagte Claudia Witt: „Ich halte sie (die Debatte, Anm. d. Red.) vor allem für unsachlich geführt. Der Punkt ist: Die gesamte Diskussion wird im Moment eben nicht auf Basis von Daten geführt. Sondern sehr ideologisch, auf der Ebene von Vermutungen. Eigentlich ist es eine Debatte über die Wirksamkeit der Homöopathie, besonders von homöopathischen Arzneimitteln. Da hat man sich dann eine Diskussionebene gesucht, bei der man möglichst viel Staub aufwirbeln konnte.“

Aussagen zur wissenschaftlichen Bewertung der Homöopathie werden sowohl von Befürwortern als auch von Kritikern, sowohl von Laien als auch von manchen Wissenschaftlern primär auf der Grundlage der persönlichen Plausibilitätsvorstellungen und des eigenen Bauchgefühls vorgenommen. Nich alles, was lautstark „im Namen der Wissenschaft“ oder „im Namen evidenzbasierter Medizin“ argumentativ in den Ring geworfen wird, erfüllt auch wissenschaftliche Mindeststandards.

Ziel dieses Blogs ist es, die wissenschaftliche Erforschung der Homöopathie Laien und der Öffentlichkeit transparent zu machen, kontroverse Diskussionen zu versachlichen und genau zu hinterfragen, was wir zu Gunsten oder auch zu Lasten der Homöopathie WISSEN oder vielleicht nur VERMUTEN. Das DZVhÄ Homöopathie.Blog verfolgt dieses Ziel ohne einen dogmatischen Anspruch auf alleinige Deutungshoheit. Es will einen Beitrag zur Meinungsbildung leisten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Kommentare

Kommentare sind im DZVhÄ Homöopathie.Blog herzlich willkommen, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Sie erfolgen unter Nennung des Klarnamens (Vorname, Name, echte Identität). Und sie stimmen mit dem allgemeinen Verständnis an die Anforderungen guter Sitten überein. Schmähkritik und Feststellungen auf dem Niveau von „Praktisch jede aktuelle Studie, die ihr Glaubulisten veranstaltet, zeigt in die gleiche Richtung: Keine Wirkung über Placebo“ werden nicht veröffentlicht. Differenzierte, fachkompetente und konstruktive Kritik ist ausdrücklich erwünscht.

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Herausgeber

Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) e.V.

Cornelia Bajic

Ärztin, 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) e.V.

Cornelia Bajic, geboren 1964, studierte an der Universität Köln Medizin und hat seit 1997 eine privatärztliche Praxis mit dem Schwerpunkt „Klassische Homöopathie“ in Remscheid. Cornelai Bajic beschäftigt sich seit 1989 mit homöopathischen Therapieverfahren, zunächst autodidaktisch und durch Besuch der Homöopathie-Vorlesung an der Universität Köln. Seit 2004 ist sie Dozentin bei den A-F Kursen zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Homöopathie in Köln und hat die Befugnis zur Weiterbildung für die Zusatzbezeichnung Homöopathie der Ärztekammer Nordrhein. Seit 2010 ist Cornelia Bajic 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) e.V.

Cornelia Bajic: Warum der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte nun auch bloggt.

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Curt Kösters

Arzt, Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.

Curt Kösters, geboren 1958, absolvierte von 1977 bis 1985 sein Medizinstudium an der Freien Universität Berlin. 1985/86 führte er toxikologische Studien für eine Umweltschutzorganisation durch und erhielt von 1987 bis 1989 eine klinische Ausbildung. Kösters beschäftigt sich seit 1982 mit Homöopathie, machte eine homöopathische Ausbildung in Berlin und Hamburg, absolvierte eine Praxisassistenz und einen Studienaufenthalt in Indien. Seit 1991 betreibt er eine private Praxis in Hamburg. Kösters war von 1996 bis 2004 als Dozent in der Weiterbildung sowie bei Ringvorlesungen an den Universitäten Kiel, Lübeck und Hamburg tätig. Von 2007 bis 2010 war er Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) e.V. Seit 2011 ist Kösters Sprecher der Sektion „Qualitätsförderung“ innerhalb der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie e.V. (WissHom).

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Autoren

Das DZVhÄ Homöopathie.Blog lädt in unregelmäßigen Abständen Experten ein, sich an der Diskussion von homöopathischen, medizinwissenschaftlichen aber auch gesundheitswissenschaftlichen Themen zu beteiligen. Gesundheitswissenschaften (Englisch: Public Health) beschäftigen sich mit den geistigen, körperlichen, psychischen und sozialen Bedingungen von Gesundheit und Krankheit einer Gesellschaft. Entsprechende Themen sollen in diesem Blog kontrovers diskutiert und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden.  Die Autoren präsentieren ihre eigene Sichtweise, die nicht mit der Position des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte e.V. übereinstimmen muss.

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