{"id":6098,"date":"2014-06-13T15:00:42","date_gmt":"2014-06-13T15:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=6098"},"modified":"2014-06-16T09:16:45","modified_gmt":"2014-06-16T09:16:45","slug":"deutscher-presserat-folgt-beschwerde-des-dzvhae-missbilligung-gegen-ruhrbarone-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=6098","title":{"rendered":"Deutscher Presserat folgt Beschwerde des DZVh\u00c4: Missbilligung gegen Ruhrbarone.de"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Deutsche Presserat hat eine Missbilligung gegen das Medium Ruhrbarone.de nach einer Beschwerde des Deutschen Zentralvereins hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) ausgesprochen. Laut Presserat habe Ruhrbarone.de gegen die Ziffer 1 des Pressekodex versto\u00dfen. Also gegen das journalistische Gebot der \u201eWahrhaftigkeit und Wahrung der Menschenw\u00fcrde\u201c.<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Presserat_Missbilligung-gegen-Ruhrbarone.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6102\" alt=\"Presserat_Missbilligung gegen Ruhrbarone\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Presserat_Missbilligung-gegen-Ruhrbarone.jpg\" width=\"462\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Presserat_Missbilligung-gegen-Ruhrbarone.jpg 462w, https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Presserat_Missbilligung-gegen-Ruhrbarone-300x143.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 462px) 100vw, 462px\" \/><\/a><!--more--><\/strong><\/p>\n<h2>Begr\u00fcndung: schwerwiegender Versto\u00df gegen die Achtung der Menschenw\u00fcrde<\/h2>\n<p>\u201eDer Beschwerdeausschuss h\u00e4lt den Versto\u00df gegen die Ziffer 1 des <a href=\"http:\/\/www.presserat.de\/pressekodex\/pressekodex\/\" target=\"_blank\"><strong>Pressekodex<\/strong><\/a> f\u00fcr so schwerwiegend, dass er gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Beschwerdeordnung die Ma\u00dfnahme der Missbilligung w\u00e4hlt. Nach \u00a7 15 Beschwerdeordnung besteht zwar keine Pflicht, Missbilligungen in den betroffenen Publikationsorganen abzudrucken. Als Ausdruck fairer Berichterstattung empfiehlt der Beschwerdeausschuss jedoch eine solche redaktionelle Entscheidung\u201c, so der Deutsche Presserat in seiner Entscheidung.<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die DZVh\u00c4-Beschwerde war die Berichterstattung von Ruhrbarone.de \u00fcber den Selbstmord des Journalisten und Bef\u00fcrworters der Alternativ- und Komplement\u00e4rmedizin <strong>Claus Fritzsche<\/strong>. Dabei ging es insbesondere um durch die Redaktion freigeschaltete Kommentare, die schlicht als mediales Nachtreten nach einem Selbstmord \u2013 und damit als Versto\u00df gegen die Achtung der Menschenw\u00fcrde \u2013 zu charaktarisieren sind. Den kompletten Sachverhalt lesen Sie im Blogbeitrag <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=6071\">\u201eWo der Spa\u00df aufh\u00f6rt!\u201c<\/a><\/p>\n<h2>Ruhrbarone bleiben beratungsresistent<\/h2>\n<p>Der verantwortliche Journalist, <strong>Sebastian Bartoschek<\/strong> (BILD, Der Skeptiker), ist Mitglied bei der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Seine \u00c4u\u00dferungen zur Sache \u2013 und ebenfalls die seines Redaktionsleiters <strong>Stefan Laurin<\/strong> (u.a. Welt am Sonntag, Cicero Online) &#8211; sind mindestens kurios zu nennen. Und zeigen, dass sie journalistische Standards nicht ausreichend internalisiert haben.<\/p>\n<p>Laurin: \u201eOk, wir haben mit denen (dem Deutschen Presserat, Anm. d. Red.) nichts zu tun und das Angebot, Mitglied zu werden, ignoriert \u2013 was mich zur n\u00e4chsten Frage bringt: Was geht die \u00fcberhaupt an was wir machen? [\u2026]Der <a href=\"http:\/\/www.presserat.de\/presserat\/\" target=\"_blank\">Presserat <\/a>ist ein Verein, mit dem wir so viel zu tun haben, wie mit den Taschenbillardfreunden Riemke \u2013 nichts. [\u2026] Was passiert jetzt mit uns? Gar nix.\u201c<\/p>\n<p>Laurin hat die Aufgabe des Presserats offenbar noch nicht verstanden. Denn ein Medium braucht nicht \u201eMitglied\u201c beim Presserat zu werden, um in dessen Zust\u00e4ndigkeitsbereich zu fallen. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re Laurins Argument ohnehin nur formeller und nicht inhaltlicher Natur und lenkt vom Kernthema ab. So begr\u00fcndet der Presserat seine Entscheidung: \u201eDen Tod eines Menschen mit spottenden Aussagen zu kommentieren, ist nicht mit den presseethischen Grunds\u00e4tzen vereinbar. Die Redaktion tr\u00e4gt die Verantwortung auch f\u00fcr Nutzerkommentare und h\u00e4tte hier entsprechend eingreifen m\u00fcssen.\u201c Eine amtliche Missbilligung des Presserats k\u00f6nnte die Ruhrbarone nachdenklich stimmen. \u2013 Laurin und Bartoschek ziehen dagegen Beratungsresistenz vor: \u201eDass wir deren Vorw\u00fcrfe f\u00fcr Unfug halten, haben wir dem Presserat <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/der-presserat-und-der-verband-der-fliegenden-elefanten\/77505\" target=\"_blank\">mitgeteilt<\/a>.\u201c<\/p>\n<h2>Unterschiedliche Lesarten<\/h2>\n<p>Der Deutsche Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) begr\u00fc\u00dft die Entscheidung des Deutschen Presserats, die im Wesentlichen der Lesart des DZVh\u00c4 folgt. Harte Auseinandersetzungen und kritische Diskussionen zum Thema Hom\u00f6opathie werden vom DZVh\u00c4 stets gesch\u00e4tzt. Dabei wahren hom\u00f6opathische \u00c4rzte jedoch den n\u00f6tigen Respekt. Der Presserat hat gezeigt, \u201ewo der Spa\u00df aufh\u00f6rt\u201c und Herabw\u00fcrdigung beginnt.<\/p>\n<p>Erstaunlich bleibt, dass Bartoschek und Laurin nach wie vor an ihrer eigensinnigen Lesart festhalten und behaupten: \u201eWir sehen durch keinen der Kommentare die Menschenw\u00fcrde von Herrn Fritzsche beeintr\u00e4chtigt.\u201c Die Entscheidung, was diese Haltung \u00fcber die Qualit\u00e4t von Ruhrbarone.de und das journalistische Selbstverst\u00e4ndnis von Bartoscheck und Laurin aussagt, liegt selbstverst\u00e4ndlich beim Leser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutsche Presserat hat eine Missbilligung gegen das Medium Ruhrbarone.de ausgesprochen. 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