{"id":6087,"date":"2014-05-08T13:24:15","date_gmt":"2014-05-08T13:24:15","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=6087"},"modified":"2014-05-08T13:24:15","modified_gmt":"2014-05-08T13:24:15","slug":"cdu-verbraucherexpertin-mechthild-heil-ekel-kampagne-gegen-die-homoeopathie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=6087","title":{"rendered":"CDU-Verbraucherexpertin Mechthild Heil: Ekel-Kampagne gegen die Hom\u00f6opathie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es ist ein immer wiederkehrender Versuch, die Hom\u00f6opathie zu stigmatisieren: Kritiker nehmen sich hom\u00f6opathische Arzneien vor und \u201eenth\u00fcllen\u201c dann, dass die Ursubstanz des Hom\u00f6opathikums \u201eBlatta orientalis\u201c aus Kakerlaken gewonnen wird. Oder, dass bei der Herstellung von \u201eLac caninum\u201c tats\u00e4chlich Hundemilch genutzt wird. Mit der Ekel-Keule in der Hand wird dann versucht, Medien-Reichweite zu machen, Patienten abzuschrecken. Erfolglos, wie repr\u00e4sentative Umfragen zur Hom\u00f6opathie zeigen. Es sind dieselben Kritiker, die nicht m\u00fcde werden zu betonen, dass in Hom\u00f6opathika kein Molek\u00fcl der Ursubstanz mehr enthalten sein kann. Was stimmt? Nichts drin oder ekelhaft?<\/strong><\/p>\n<p>Richtig ist, dass einige wenige Hom\u00f6opathika \u2013 die in der t\u00e4glichen Praxis kaum eine oder keine Rolle spielen \u2013 aus Wirkstoffen hergestellt werden, die aus der kulturellen Perspektive eines Mitteleurop\u00e4ers als nicht \u201eschick\u201c gelten k\u00f6nnen. Aus der Sicht eines hom\u00f6opathischen Arztes ist das jedoch gleichg\u00fcltig: Er sucht den wirksamen Arzneistoff f\u00fcr die Therapie des Patienten. Und in vielen L\u00e4ndern sind Kakerlaken ein gesch\u00e4tzter Eiwei\u00dflieferant.<\/p>\n<h2>Verbraucherpolitische Sprecherin findet Inhaltsstoffe \u201eabenteuerlich\u201c<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Mechthild-Heil-CDU_CSU.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6091\" alt=\"Mechthild Heil CDU_CSU\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Mechthild-Heil-CDU_CSU.jpg\" width=\"414\" height=\"479\" srcset=\"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Mechthild-Heil-CDU_CSU.jpg 414w, https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Mechthild-Heil-CDU_CSU-259x300.jpg 259w\" sizes=\"(max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neu dagegen ist, dass die Bundestagsfraktion der CDU\/CSU auf diesen Zug aufspringt. Mechthild Heil, verbraucherpolitische Sprecherin der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, fordert, dass<!--more--> Inhaltsstoffe hom\u00f6opathischer Arzneien k\u00fcnftig auch auf Deutsch auf der Verpackung angegeben werden m\u00fcssen. Ihre Begr\u00fcndung: In hom\u00f6opathischen Mitteln f\u00e4nden sich teils \u201eabenteuerliche\u201c Inhaltsstoffe. Der Verbraucher m\u00fcsse verst\u00e4ndlich dar\u00fcber informiert werden, was er zu sich nimmt. Doch wird der Patient substanziell besser informiert, wenn auf einer Packung neben der lateinischen Bezeichnung der deutsche Begriff \u201eGrauspie\u00dfglanz\u201c oder \u201eKockelsk\u00f6rner\u201c steht? Hinzu kommt, dass es f\u00fcr viele Stoffe keine oder keine taxonomisch eindeutigen deutschen Bezeichnungen gibt, weshalb in der Hom\u00f6opathie stets die lateinische binomische Nomenklatur genutzt wird. In allen Ratgeberb\u00fcchern und auf der Webseite des Deutschen Zentralvereins hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) sind \u2013 da wo m\u00f6glich \u2013 immer auch die deutschen Bezeichnungen genannt. So halten es auch die Arzneimittelhersteller in Deutschland.<\/p>\n<h2>Unter dem Deckmantel der Transparenz<\/h2>\n<p>Beifall bekommt Heil f\u00fcr ihren Vorsto\u00df vom Deutschen Konsumentenbund. Seit 2013 befasst sich der Verband auch mit Fragen der Alternativmedizin und setzt sich nach eigenen Angaben \u201esehr kritisch\u201c damit auseinander. Wie plakativ und unbrauchbar die verbreiteten Inhalte des Konsumentenbundes f\u00fcr eine seri\u00f6se Auseinandersetzung mit der Hom\u00f6opathie sind, zeigen zwei Fakten: Erstens entstanden die Texte zum Teil in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Und zweitens verlinkt der Konsumentenbund direkt auf Inhalte der GWUP und auf deren Zeitschrift \u201eDer Skeptiker\u201c. Auf diese Weise entsteht eine Ekel-Kampagne gegen die Hom\u00f6opathie unter dem Deckmantel von Transparenz und Verbraucherschutz.<\/p>\n<p>Dazu Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des DZVh\u00c4: \u201eDer Verbraucherschutz sollte bei einer Verbraucherexpertin in guten H\u00e4nden sein und nicht f\u00fcr eine billige Kampagne geopfert werden\u201c.<\/p>\n<h2>\u00c4nderung des Arzneimittelgesetzes?<\/h2>\n<p>Sollen auf Verpackungen hom\u00f6opathischer Arzneien k\u00fcnftig auch die deutschen Bezeichnungen stehen, w\u00e4re daf\u00fcr eine \u00c4nderung des Arzneimittelgesetzes notwendig. Spannend ist also die Frage, ob die neue und gleichzeitig alte Ekel-Kampagne gegen die Hom\u00f6opathie wie gew\u00f6hnlich mit der medialen Effekthascherei endet, oder ob ein politischer Prozess in Gang gesetzt wird mit dem Ziel, das Arzneimittelgesetz zu \u00e4ndern. Letzteres w\u00fcrde den hom\u00f6opathischen \u00c4rzten und den Hersteller-Verb\u00e4nden in Deutschland die Chance zu einer politischen Auseinandersetzung bieten. Sie b\u00f6te die Gelegenheit, die wiederkehrende und inszenierte Ekel-Debatte im Sinne der Hom\u00f6opathie zu beenden. Wenigstens f\u00fcr einige Jahre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDer Verbraucherschutz sollte bei einer Verbraucherexpertin in guten H\u00e4nden sein und nicht f\u00fcr eine billige Kampagne geopfert werden\u201c, sagte Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des DZVh\u00c4.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[106,107,37,105,93,74,103],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6087"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6087"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6087\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6093,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6087\/revisions\/6093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6087"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6087"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6087"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}