{"id":5874,"date":"2013-03-10T10:21:56","date_gmt":"2013-03-10T10:21:56","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=5874"},"modified":"2013-04-18T10:27:44","modified_gmt":"2013-04-18T10:27:44","slug":"carstens-stiftung-homoopathie-und-konventionelle-medizin-sind-gleich-gut-bei-neurodermitis-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=5874","title":{"rendered":"Carstens Stiftung: Hom\u00f6opathie und konventionelle Medizin sind gleich gut bei Neurodermitis"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jedes f\u00fcnfte Kind mit Neurodermitis (synonym: atopisches Ekzem) sucht einen hom\u00f6opathischen Arzt auf. Laut der Erfahrungsberichte der Eltern zeigt die hom\u00f6opathische Behandlung Erfolge. In klinischen Studien liegen konventionelle Medizin und Hom\u00f6opathie hinsichtlich der Wirksamkeit gleichauf. Bisher wurde allerdings noch keine kontrollierte Studie \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum als ein Jahr durchgef\u00fchrt. Bei chronischen Krankheiten w\u00e4re ein langer Beobachtungszeitraum wichtig f\u00fcr die Beurteilung des Therapieerfolgs.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Karl-und-Veronica-Carstens-Stiftung.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-5915\" title=\"Karl und Veronica Carstens-Stiftung\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Karl-und-Veronica-Carstens-Stiftung.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"141\" srcset=\"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Karl-und-Veronica-Carstens-Stiftung.jpg 420w, https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/wp-content\/uploads\/Karl-und-Veronica-Carstens-Stiftung-300x100.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p>2009 wurde von der Berliner Charit\u00e9 bereits eine prospektive Vergleichsstudie ver\u00f6ffentlicht, die den Nutzen, die Kosten und die Sicherheit der hom\u00f6opathischen Behandlung bei kindlicher Neurodermitis untersuchte. Damals standen Daten aus einem Zeitraum von 2006 bis 2009 von insgesamt 135 Kindern zur Verf\u00fcgung, die bei 26 \u00c4rzten (10 Hom\u00f6opathen und 16 schulmedizinischen \u00c4rzten) in Behandlung waren. Einbezogen wurden nur hom\u00f6opathische \u00c4rzte, die Einzelmittel verordneten. Die Wissenschaftler werteten im Rahmen dieser Studie nur die Daten nach sechs bzw. zw\u00f6lf Monaten aus. Die Grundlage bildeten zwei Symptom-Scores (SCORAD, SCORing-Atopic-Dermatitis). Zu beiden Zeitpunkten war die hom\u00f6opathische der konventionellen Behandlung nicht \u00fcberlegen, erwies sich jedoch im Vergleich als kostenintensiver.<\/p>\n<p>Nun publizierten die Wissenschaftler die ausgewerteten Daten der gesamten drei Jahre. F\u00fcr die Analyse standen jetzt allerdings nur noch die Daten von 99 Kindern zur Verf\u00fcgung (Hom\u00f6opathie: 39 Patienten, Konventionelle Medizin: 61 Patienten). Zwar wirkte die hom\u00f6opathische Therapie genauso gut wie die konventionelle Behandlung, allerdings war sie in der sensitiven Gesamtkosten- Analyse auch um die H\u00e4lfte teurer. Die Kosten setzten sich im Wesentlichen aus den Ausgaben f\u00fcr Arzneimittel sowie die Visiten durch den Arzt bzw. den Kontakt zwischen Arzt und Patient zusammen. Hinsichtlich unerw\u00fcnschter Wirkungen war in beiden Gruppen die Rate der Nebenwirkungen ungef\u00e4hr gleich hoch.<\/p>\n<h2>Einsch\u00e4tzung<\/h2>\n<p>Eine Lesart dieser Studie ist: Hom\u00f6opathie ist in der Behandlung des kindlichen atopischen Ekzems der konventionellen Therapie ebenb\u00fcrtig. Auf der Grundlage der langen Follow-up-Phase von drei Jahren erscheinen die Resultate aussagekr\u00e4ftig. Allerdings mit Einschr\u00e4nkung: Die Berliner Wissenschaftler betonen, dass das verwendete nicht-randomisierte Studiendesign dieser Vergleichsstudie ein methodisches Defizit ist. Daf\u00fcr wurden die Pr\u00e4ferenzen der Patienten bzw. der Eltern der erkrankten Kinder in der Auswertung mit ber\u00fccksichtigt. Unterschiede zwischen beiden Gruppen bestanden zu Studienbeginn hinsichtlich des Schweregrads der Erkrankung, der in der Hom\u00f6opathie- Gruppe vergleichsweise h\u00f6her war. Auch dies k\u00f6nnte die Ergebnisse verzerren.<\/p>\n<p>Eine etwas andere Lesart der Studie lautet: Hom\u00f6opathie hilft so gut wie eine konventionelle Therapie, gemessen am Nebenwirkungsprofil und den Kosten ist sie aber nicht \u00fcberlegen bzw. sogar unterlegen. In zuk\u00fcnftigen Kosten-Nutzen-Analysen sollte nicht nur ein geeigneteres Design, sondern auch eine h\u00f6here Studienpopulation gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<h2>Link zum Thema:<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/www.carstens-stiftung.de\/artikel\/homoeopathie-wirksam-aber-teuer.html\">www.carstens-stiftung.de\/artikel\/homoeopathie-wirksam-aber-teuer.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes f\u00fcnfte Kind mit Neurodermitis (synonym: atopisches Ekzem) sucht einen hom\u00f6opathischen Arzt auf. Laut der Erfahrungsberichte der Eltern zeigt die hom\u00f6opathische Behandlung Erfolge. In klinischen Studien liegen konventionelle Medizin und Hom\u00f6opathie hinsichtlich der Wirksamkeit gleichauf. Bisher wurde allerdings noch keine kontrollierte Studie \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum als ein Jahr durchgef\u00fchrt. 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