{"id":574,"date":"2010-11-08T10:06:03","date_gmt":"2010-11-08T10:06:03","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=574"},"modified":"2010-11-09T07:41:18","modified_gmt":"2010-11-09T07:41:18","slug":"wie-chronisch-kranke-zu-kompetenten-managern-ihrer-erkrankung-werden-interview-mit-dr-phil-bettina-berger-%e2%86%92-patientenkompetenz-patientenschulung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=574","title":{"rendered":"Wie chronisch Kranke zu kompetenten Managern ihrer Erkrankung werden: Interview mit Dr. phil. Bettina Berger. (? Patientenkompetenz, Patientenschulung)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jede Zeit hat ihre eigenen Volkskrankheiten. Pr\u00e4gte noch vor 100 Jahren die Angst vor Seuchen, Epidemien, Bakterien und Viren unser Gesundheitssystem, so besch\u00e4ftigen uns heute chronische Krankheiten. Ob Hypertonie, Herzkrankheiten, Diabetes Mellitus, Arthritiden, Asthma Bronchiale<\/strong><strong> oder Depression, etwa 40% aller Bundesb\u00fcrger gelten als chronisch Krank.\u00a0 <span style=\"color: #993300;\">Behandeln \u00c4rzte und \u00c4rztinnen chronische Krankheiten effektiv?<\/span> \u201eOftmals nicht effektiv genug\u201c, sagt <a href=\"http:\/\/www.uni-wh.de\/universitaet\/personenverzeichnis\/details\/show\/Employee\/berger\/details\/vita\/\" target=\"_blank\">Dr. Bettina Berger<\/a>, Studienkoordinatorin am Lehrstuhl f\u00fcr Medizintheorie und Komplement\u00e4rmedizin der Universit\u00e4t Witten\/Herdecke und Expertin f\u00fcr <em>Versorgungsforschung<\/em>, <em>Qualitative Forschung <\/em>und <em>Patientenkompetenz<\/em>. Die wachsende Nachfrage nach komplement\u00e4rmedizinischen Verfahren ist auch ein Ausdruck der Unzufriedenheit der Patienten mit ihrer Behandlung im herk\u00f6mmlichen Setting. Was ihnen nachhaltig helfen konnte, das schildert Dr. Bettina Berger im folgenden Interview.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Dr. phil. Bettina Berger \u00fcber Patientenkompetenz und Patientenschulungen\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/034_Dr_Bettina_Berger.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"371\" \/><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Frau Dr. Berger, chronische Krankheiten sind \u201edas Volksleiden\u201c unserer Zeit. Sie verursachen sehr hohe Kosten und beeintr\u00e4chtigen die Lebensqualit\u00e4t vieler Menschen. Geht unser Gesundheitssystem mit chronischen Leiden effektiv genug um?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Diese Frage ist etwas zu umfassend, als das ich alleine sie angemessen beantworten k\u00f6nnte. Das Gesundheitswesen hat noch nicht an allen Stellen verstanden, dass wir es zunehmend mit <em>chronischen<\/em> Patienten zu tun haben, und dass wir zur Behandlung von chronischen Patienten und Patientinnen ein anderes Konzept von Patienten und ihren F\u00e4higkeiten und M\u00f6glichkeiten ben\u00f6tigen als f\u00fcr die <em>akuten <\/em>Patienten. Noch viel zu h\u00e4ufig sto\u00dfen Patienten und Patientinnen auf \u00c4rzte oder \u00c4rztinnen, die nicht ausreichend Respekt und Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die von Patienten mit chronischen Erkrankungen geleistete oder zu leistende Krankheitsarbeit entgegen bringen. Die hohe Inanspruchnahme und Nachfrage nach komplement\u00e4rmedizinischen Verfahren ist ja unter anderem dadurch zu erkl\u00e4ren, dass Patienten und Patientinnen insbesondere als chronische Patienten mit dem konventionellen Setting h\u00e4ufig unzufrieden sind und von Bevormundungen, moralischen Appellen, Einsch\u00fcchterungen bzw. Ver\u00e4ngstigung berichten.<\/p>\n<p><strong>Sie besch\u00e4ftigen sich als Forscherin mit Fragen der Kompetenzsteigerung von Patienten.\u00a0 Was ist damit gemeint?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Eigentlich ist es ja fast ein Widerspruch von <em>Kompetenz <\/em>auf der einen und <em>Patienten <\/em>auf der anderen Seite zu sprechen. Ethymologisch dr\u00fcckt das Wort Kompetenz aus, dass einem Menschen eine bestimmte Verantwortung und F\u00e4higkeit zum Handeln zugesprochen wird, das Wort Patient aber steht f\u00fcr den geduldig und passiv Leidenden, der es dem Fachpersonal \u00fcberl\u00e4sst, zu entscheiden, was gut f\u00fcr ihn ist. Dieses Bild \u00e4ndert sich zwar langsam, aber wir haben noch lange nicht f\u00fcr alle Erkrankungen die daf\u00fcr notwendigen unterst\u00fctzenden Strukturen. Denn wenn Menschen an einer chronischen Erkrankung leiden, ben\u00f6tigen sie ausreichend gr\u00fcndliche Schulungen, um die F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten zu erlernen, die sie ben\u00f6tigen, um ihre Erkrankung m\u00f6glichst eigenst\u00e4ndig managen zu k\u00f6nnen. Und wenn man vom komplement\u00e4rmedizinischen Standpunkt aus argumentiert, dass es auch darum gehen kann, Selbstheilungskr\u00e4fte zu aktivieren, so gelingt dies eher, wenn daf\u00fcr Lern-, \u00dcbungs- oder Reflexionsphasen genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Welche Vorteile hat es, wenn das Management chronischer Erkrankungen vom Arzt hin zum Patienten verlagert wird?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Der Arzt sieht den Patienten oder die Patientin vielleicht alle drei Monate einmal. Patienten m\u00fcssen aber mit ihrer Erkrankung jeden Tag leben und mit dieser Erkrankung umgehen. Sie k\u00f6nnen gar nicht immer warten, bis sie sich wieder mit einem Arzt dar\u00fcber konsultieren k\u00f6nnen, wie sie nun den Blutzucker einstellen oder die Medikamentendosis \u00e4ndern. Das bedeutet, es geht sowohl um die <em>Lebensqualit\u00e4t <\/em>der Patienten als auch um die <em>harten klinischen Erfolge<\/em> einer Behandlung. Beides wird besser, wenn Patienten und Patientinnen die F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten besitzen, eigenst\u00e4ndig zu handeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Zitat von Dr. phil. Bettina Berger\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/035_Zitat_Bettina_Berger.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"203\" \/><\/p>\n<p>Au\u00dferdem haben Patienten einen anderen Schwerpunkt als \u00c4rzte. \u00c4rzte und das medizinische Personal fokussieren \u2013 verst\u00e4ndlicher Weise \u2013 auf medizinische Parameter. Sie wollen gute physiologische Messwerte erreichen. Patienten wollen aber auch noch eine gute Lebensqualit\u00e4t haben. Sie m\u00fcssen beide Zielsetzungen unter einen Hut bringen. Das kann unter Umst\u00e4nden f\u00fcr eine gewisse Zeit auch auf Kosten der guten Blutzucker- oder Blutdruckeinstellung gehen. Aber vielleicht ist ja ein bestimmter vom medizinischen System vorgegeben Messwert auch gar nicht so korrekt, wie die \u00c4rzte immer vorgeben. Bei Typ-2-Diabetikern wurde gerade eine Studie abgebrochen, weil sie gezeigt hat, dass eine zu engmaschige und strenge Kontrolle der Blutzuckerwerte zu einer Steigerung der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mortalit%C3%A4t\" target=\"_blank\">Mortalit\u00e4t <\/a>f\u00fchrt. Das bedeutet, Patienten tun hin und wieder gut daran, ihren eigenen Bed\u00fcrfnissen zu trauen und diese bei dem Management ihrer Erkrankung zu ber\u00fccksichtigen. Vorgegebene Zielparameter sollten ruhig kritisch hinterfragt werden.<\/p>\n<p>Typ-1-Diabetiker haben zum Beispiel irgendwann angefangen, sich ihre t\u00e4glich vier- bis sechsfachen Insulininjektionen durch die Kleidungsst\u00fccke zu geben. Das war eine Entscheidung aus Gr\u00fcnden der Lebensqualit\u00e4t. Irgendwann hat man keine Lust mehr, wegen jeder Injektion ein spannendes Gespr\u00e4ch zu unterbrechen. Man gibt sich die Insulininjektion nebenbei unter dem Tisch, ohne dass es jemandem auff\u00e4llt. Erst haben die \u00c4rzte geschimpft, dann haben die Patienten eingefordert, doch mal eine Studie zu dieser Frage durchzuf\u00fchren. Und siehe da, es hat sich herausgestellt, dass es keine zus\u00e4tzlichen Infektionen oder Hautsch\u00e4digungen durch die Injektionen durch die Bekleidung gibt.<\/p>\n<p><strong>Gibt es konkrete Beispiele, in denen Patienten ihre chronische Erkrankung bereits mit Erfolg \u201eselbst managen\u201c?<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #333399;\">Dr. Bettina Berger: <\/span><\/strong>Ja, nat\u00fcrlich, schauen Sie sich auf den Seiten der Rentenversicherung an, f\u00fcr welche <a href=\"http:\/\/www.bundesversicherungsamt.de\/cln_108\/nn_1045774\/DE\/DMP\/Downloads\/Anhang2a.html?__nnn=true\" target=\"_blank\">Patientenschulungen strukturierte Schulungsprogramme<\/a> registriert worden sind (<em>Anmerkung der Redaktion: siehe hierzu auch der folgende Ergebnisbericht <a href=\"http:\/\/www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de\/lit\/Bericht_pat.pdf\" target=\"_blank\">\u201eRecherche und Bewertung von Schulungsprogrammen\u201c<\/a> des Instituts f\u00fcr angewandte Qualit\u00e4tsf\u00f6rderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH)<\/em>. Allen voran Schulungsprogramm f\u00fcr Patienten mit Diabetes mellitus, egal ob insulinabh\u00e4ngige Typ-I- oder Typ-II Diabetiker oder auch Typ-II-Diabetiker, die sich auf Di\u00e4t oder Medikamente haben einstellen lassen, aber auch z. B. f\u00fcr Patienten mit Asthma, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chronisch_obstruktive_Lungenerkrankung\" target=\"_blank\">COPD<\/a>, koronaren Herzerkrankungen und einigen psychiatrischen Indikationen.<\/p>\n<p>Aber es gibt zahlreiche Erkrankungen wie Epilepsie, Bipolare St\u00f6rungen, Multiple Sklerosis und viel andere mehr, wo es derartige Interventionen nicht gibt. Diese Schulungsprogramme m\u00fcssen bestimmten Kriterien in der Entwicklung und Evaluationen gerecht werden, die dort auf den Seiten einsichtig sind, damit sie von den Kassen auch finanziert und erstattet werden.<\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnen Patienten mit chronischen Krankheiten bef\u00e4higt werden, selbst einen gr\u00f6\u00dferen Beitrag f\u00fcr ihre eigene Gesundheit zu leisten? Welche Werkzeuge zur Steigerung von Patientenkompetenz gibt es?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger: <\/strong><\/span>Wie schon gesagt, ein Instrument sind <em>strukturierte Schulungsprogramme<\/em>. Hier erhalten Patienten und Patientinnen das Wissen zur Verf\u00fcgung gestellt, das sie ben\u00f6tigen, um eine eigenst\u00e4ndige, informierte Entscheidung dar\u00fcber treffen zu k\u00f6nnen, welche der m\u00f6glichen Handlungsoptionen f\u00fcr sie die angemessene ist. Im Rahmen solcher Schulungsprogramme k\u00f6nnen sie sich die daf\u00fcr notwendigen Kenntnisse, F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten aneignen.<\/p>\n<p>Das kann zum Beispiel bedeuten, f\u00fcr den eigenen K\u00f6rper auszutesten, wie hoch die Dosis eines Medikamentes sein muss unter normalen Bedingungen, aber auch unter anderen Umst\u00e4nden wie Sport oder Erkrankungen, bei einer Party oder im Urlaub. Solche Schulungsprogramme dauern in der Regel bis zu einer Woche oder auch l\u00e4nger.<\/p>\n<p>Aber auch <em>Entscheidungshilfen <\/em>sind ein gutes Instrument, um Patienten zu bef\u00e4higen, eigenst\u00e4ndige Entscheidungen zu treffen und schon vor der Entscheidung \u2013 zum Beispiel f\u00fcr oder gegen eine operative Ma\u00dfnahme \u2013 die Auswirkung der jeweiligen Entscheidung mit ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen dar\u00fcber, ob Ma\u00dfnahmen zur Steigerung der Patientenkompetenz auf Seiten der Patienten bestimmte Voraussetzungen erfordern &#8211; z. B. Bildung und Motivation &#8211; die nicht zwangsl\u00e4ufig in allen Bev\u00f6lkerungsgruppen gleichm\u00e4\u00dfig gegeben sind?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Ein Strang der Diskussion um Patientenkompetenz stammt aus den USA. Hier wird unter dem gerade sehr in Mode gekommenen Konzept der <em>Health Literacy<\/em> dar\u00fcber nachgedacht, dass man ja Patienten ausreichend Lesen und Rechnen beibringen muss, damit sie auch die Packungsbeilagen lesen und sich an die Anweisungen des Arztes halten. Dieses Konzept der Patientenkompetenz ist urspr\u00fcnglich sehr auf <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Compliance_%28Medizin%29\" target=\"_blank\">Compliance <\/a>konzentriert.<\/p>\n<p>Deshalb wurde das Konzept auch unter anderem durch<a href=\"http:\/\/www.ilonakickbusch.com\/\" target=\"_blank\"> Ilona Kickbusch<\/a> und viele andere Leute auf andere Dimensionen erweitert, wie zum Beispiel auch die <em>Kompetenz, kritisch Informationen beurteilen zu k\u00f6nnen<\/em>. An der Fachwissenschaft Gesundheit der Universit\u00e4t Hamburg wurden unter Leitung von <a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/publikationen\/pub_muehlhauser.html\" target=\"_blank\">Prof. Dr. Ingrid M\u00fchlhauser<\/a> zahlreiche <em>Schulungsprogramme<\/em>, <em>Patienteninformationen <\/em>und <em>Entscheidungshilfen <\/em>entwickelt, die Patienten und Patientinnen bef\u00e4higen sollen, eigenst\u00e4ndig \u00fcber die zur Verf\u00fcgung stehenden Handlungsoptionen zu entscheiden.<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche Studien, die aussagen, dass \u2013 je nach Land und Altersgruppe \u2013\u00a0 ca. zwei Drittel der Patienten und Patientinnen, selbst wenn sie \u00e4lter werden, in die Entscheidungen \u00fcber ihre Behandlungen mit einbezogen werden wollen. Das kann sich nat\u00fcrlich \u00e4ndern, auch im eigenen Lebenslauf. Einmal ist es mir wichtiger, selber entscheiden zu k\u00f6nnen und in einer anderen Situation m\u00f6chte ich die Entscheidung vielleicht lieber gemeinsame mit dem Arzt treffen oder sie auch ganz diesem \u00fcberlassen. Diese Bed\u00fcrfnisse bez\u00fcglich der Einbeziehung in die Entscheidungsfindung m\u00fcssen eben mit erhoben werden.<\/p>\n<p><strong>Die Steigerung der Selbstmanagement-Kompetenz von chronisch kranken Menschen ist im Bereich der modernen Medizin ein noch junger Trend, scheint im Bereich der komplement\u00e4rmedizinischen Therapieverfahren jedoch komplett unbekannt zu sein. Warum?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Es kommt darauf an, welches Menschenbild hinter der Verwendung eines komplement\u00e4ren Verfahrens steckt. M\u00f6chte ich die Eigenkompetenz des Patienten st\u00e4rken, werde ich danach suchen, ob es Schulungsprogramme oder andere M\u00f6glichkeiten gibt, die Patienten und Patientinnen dabei unterst\u00fctzen. \u00dcbende Verfahren werden in diesem Zusammenhang immer wichtiger, sei es Yoga, Eurhythmie, Qi Gong oder Achtsamkeitsschulungen. In der <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/naturheilkunde\/de\/kontakt.php\" target=\"_blank\">Klinik f\u00fcr Naturheilverfahren in Essen<\/a> unter der Leitung von Prof. Dr. Dobos werden derartige strukturierte Schulungsprogramme unter Einschluss komplement\u00e4rmedizinischer Verfahren bereits angeboten. Hier handelt es sich um verschiedene Body-Mind-Verfahren.<\/p>\n<p>Andere komplement\u00e4rmedizinische Verfahren sind im klassischen Sinne <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paternalismus\" target=\"_blank\">paternalistisch <\/a>und setzen ausschlie\u00dflich auf die Fachkenntnisse des Therapeuten oder der Therapeutin. Solange der therapeutische Ansatz die Anregung zu Selbstheilung ist, geht diese Expertise damit einher, dem Patienten Kompetenzen zum Selbstmanagement zu vermitteln. Aber das ist nicht unbedingt und \u00fcberall so. In der Traditionellen chinesischen Medizin ist es zum Beispiel \u00fcberhaupt nicht \u00fcblich, dass die Patienten verstehen, warum welche Punkt akupunktiert wird.<\/p>\n<p><strong>Trotzdem scheint beispielsweise eine hom\u00f6opathische Behandlung sowie die Interaktion mit einem Hom\u00f6opathen von vielen Menschen als Steigerung der Selbstmanagement-Kompetenz empfunden zu werden. Haben Sie eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr dieses Ph\u00e4nomen?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Ja, die Behandlung bei einem Hom\u00f6opathen erleben Patienten und Patientinnen als Steigerung ihrer eigenen Kompetenz, weil ihnen zuerkannt und zugemutet wird, sich selber zu beobachten und ihre Wahrnehmungen mit in den Behandlungsprozess einzubringen. Auch werden sie h\u00e4ufig durchaus ermuntert, Bagatellerkrankungen eigenst\u00e4ndig zu therapieren. Das hom\u00f6opathische Konzept wird h\u00e4ufig als auch f\u00fcr Laien nachvollziehbar und vermittelbar kommuniziert. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Kunsttherapie im Rahmen der anthroposophischen Medizin: die Behandlung l\u00e4dt zu einer eigenst\u00e4ndigen Auseinandersetzung mit der Bedeutung bestimmter gesundheitlicher Fragestellungen ein und hilft Patienten somit, ihre Eigenkompetenz zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Partizipative_Entscheidungsfindung\" target=\"_blank\">\u201eShared Decision Making\u201c (SDM)<\/a> ist ein weiterer noch junger Trend der modernen Medizin. Gibt es SDM-Entscheidungshilfen auch f\u00fcr komplement\u00e4rmedizinische Therapieverfahren?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Im deutschen Sprachraum sprechen wir von <em>Partizipativer Entscheidungsfindung<\/em>. Dieser Begriff generiert sich als ein Dachkonzept f\u00fcr alle m\u00f6glichen Vorstellungen einer gemeinsamen Entscheidungsfindung zwischen \u00c4rzten und Patienten.<\/p>\n<p>Entscheidungshilfen sind hier zus\u00e4tzliche Instrumente, die es Patienten und Patientinnen auch au\u00dferhalb der Arzt-Patienteninteraktion erlauben, sich mit einer gesundheitsrelevanten Fragestellung strukturiert auseinander zu setzen und sich die f\u00fcr eine gesundheitliche Entscheidung zur Verf\u00fcgung stehenden Handlungsoptionen vor Augen zu f\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus sollen die Vor- und Nachteile der jeweiligen Handlungsoptionen vorgestellt werden.<\/p>\n<p>Das interessanteste an dem Ph\u00e4nomen der Entscheidungshilfe ist aber, dass es hier systematisch darum geht, die <em>subjektiven Dimensionen<\/em> von Patienten mit in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, sei es die Angst vor Nebenwirkungen oder das Wissen um die eigene Tr\u00e4gheit bei der Durchf\u00fchrung eines \u00dcbungsprogramms oder die Bed\u00fcrfnisse nach komplement\u00e4rmedizinischen Verfahren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Zitat von Dr. phil. Bettina Berger\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/036_Zitat_Bettina_Berger.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"201\" \/><\/p>\n<p>Das ist bislang in der systematischen Art und Weise bei uns nach wie vor weitestgehend unbekannt. Aber ich halte diese Instrumente zum Beispiel f\u00fcr anthroposophische Kliniken f\u00fcr eine spannende Intervention, weil es hier um die Steigerung der individuellen Erkenntnis- und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten geht. Soweit ich die Szene \u00fcberschaue, konnte ich bislang aber noch kaum Entscheidungshilfen zur Kenntnis nehmen, die komplement\u00e4rmedizinische Behandlungsoptionen beinhalten.<\/p>\n<p><strong>Woran k\u00f6nnte dies liegen?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Daf\u00fcr kann man verschiedene Gr\u00fcnde geltend machen. Zum einen gehen ja viele komplement\u00e4rmedizinische Verfahren davon aus, nicht ein Symptom sondern den ganzen Menschen behandeln zu wollen. Deshalb w\u00e4re die Darstellung einer komplement\u00e4rmedizinischen Behandlungsalternative bei einer konkreten Erkrankung nicht so ohne weiteres m\u00f6glich, ohne das gesamte Konzept der jeweiligen komplement\u00e4rmedizinischen Richtung vorzustellen. Au\u00dferdem gibt es nur f\u00fcr begrenzt viele Erkrankungen ausreichend wissenschaftliche Evidenz, um eine Entscheidungshilfe wirklich auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien darstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Was spricht f\u00fcr patientenorientierte Entscheidungshilfen im Bereich der Komplement\u00e4rmedizin?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Das Bed\u00fcrfnis zahlreicher Patienten und Patientinnen nach komplement\u00e4rmedizinischen Verfahren und das zunehmende Bem\u00fchen, die hierf\u00fcr notwendigen wissenschaftlichen Studien zu erstellen und bereit zu halten.<\/p>\n<p><strong>Wie gro\u00df ist die Akzeptanz entsprechender Programme unter \u00c4rzten?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><strong>Dr. Bettina Berger:<\/strong><\/span> Das kann ich so pauschal nicht beantworten. Viele \u00c4rzte arbeiten selbstverst\u00e4ndlich mit diesen Interventionen. Andere haben ein absch\u00e4tziges Bild von derartigen Hilfsmitteln, die ihnen einen Teil ihrer Arbeit abnehmen k\u00f6nnten. Sie meinen, den Patienten viel besser vermitteln zu k\u00f6nnen, worauf es ankommt. Das stimmt aber in der Regel so nicht. Patienten, die 10, 20 oder 30 Jahre an einer chronischen Erkrankung leiden, wissen h\u00e4ufig mehr als ihre behandelnden \u00c4rzte \u00fcber diese Erkrankung. Und sie haben vor allem ihrem Alter entsprechend sehr spezifische Fragestellungen, die ihnen die \u00c4rzte auch nicht beantworten k\u00f6nnen, bei deren L\u00f6sung aber andere Patienten mit \u00e4hnlichen Erfahrungen oder auch eine Psychologin hilfreich sein kann.<\/p>\n<p>Uns fehlt hier ein st\u00e4rkeres Bewusstsein f\u00fcr die Relevanz von Schulungsprogrammen. Die Powerpointpr\u00e4sentation eines Arztes, der frisch von der Universit\u00e4t kommt, ist kein Schulungsprogramm. Schulungsprogramme sind komplexe Interventionen, die in multidisziplin\u00e4ren Teams entwickelt und wissenschaftliche evaluiert werden m\u00fcssen. Sie vermitteln den Teilnehmenden wissenschaftliche \u00fcberpr\u00fcfte Inhalte und unterst\u00fctzen die TeilnehmerInnen darin, die eigenen subjektiven Fragen und Probleme bei der Bew\u00e4ltigung einer Erkrankung zu formulieren und zu l\u00f6sen und sich dazu die entsprechende Unterst\u00fctzung der medizinischen Fachkr\u00e4fte holen zu k\u00f6nnen. Sie vermitteln F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten und nicht nur Wissen.<\/p>\n<p>Die strukturierten Schulungsprogramme f\u00fcr Typ-1- und Typ-2-Diabetiker zum Beispiel unterrichten, wie ein Diabetiker seine Blutzuckerwerte eigenst\u00e4ndig managen kann, wie er Sport treibt oder Eiscreme isst und dennoch gute Blutzuckerwerte hat. Das kann eine geschulte Diabetesberaterin unter Umst\u00e4nden wesentlich besser leisten als ein Facharzt. \u00c4rzte haben vor der Komplexit\u00e4t derartiger Interventionen und<br \/>\nden Anforderungen an die Qualifikationen der daf\u00fcr geeigneten Berufsgruppen nicht immer den n\u00f6tigen Respekt.<\/p>\n<p>Gute Schulungsprogramme laden \u00c4rzte ein, schon w\u00e4hrend des Medizinstudiums bei derartigen Schulungsprogrammen zu hospitieren, um eine Ahnung von der Relevanz derartiger Programme zu erhalten.<\/p>\n<p><strong>Frau Dr. Berger, vielen Dank f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p><em>Das Interview f\u00fchrte Claus Fritzsche.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><em>.<\/em><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #000000;\">Zur Person:<\/span><\/h2>\n<p><strong>2010<\/strong><\/p>\n<p><strong>Uni Witten\/Herdecke:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.uni-wh.de\/universitaet\/personenverzeichnis\/details\/show\/Employee\/berger\/details\/vita\/\" target=\"_blank\"><strong>Dr. phil. Bettina Berger<\/strong> an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Gesundheit (Department f\u00fcr Medizin) Lehrstuhlf\u00fcr Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin <strong>Private Universit\u00e4t Witten\/Herdecke<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>H.Blog:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.psychophysik.com\/h-blog\/?p=10460\" target=\"_blank\">Als eines der ersten Krankenh\u00e4user in Nordrhein-Westfalen erh\u00e4lt das <strong>Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH),<\/strong> eine kooperierende Klinik der Universit\u00e4t Witten\/Herdecke, mit<strong> Dr. Bettina Berger eine Studienkoordinatorin.<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>2009<\/strong><\/p>\n<p><strong>idw:<\/strong> <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news346809\" target=\"_blank\"><strong>Experten fordern Raum f\u00fcr Eigensinn: Tagung zur Patientenkompetenz an der Europauniversit\u00e4t Viadrina<\/strong><\/a><br \/>\nEine gemeinsame Expertentagung des <em>Instituts f\u00fcr Transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG)<\/em> und der <em>Karl und Veronica Carstens-Stiftung<\/em> thematisiert Patientenkompetenz zwischen evidenzbasierter Medizin und Komplement\u00e4rmedizin. Fazit: Eigensinn und Eigeninitiative der Patienten sollten st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #000000;\">Fr\u00fchere Ver\u00f6ffentlichungen von Dr. phil. Bettina Berger in begutachteten wissenschaftlichen Fachzeitschriften:<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong>2010<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/images\/pdf\/BMC_Traning_of_patient_and_consumer.pdf\" target=\"_blank\">Berger B, Steckelberg A, Meyer G, Kasper J, M\u00fchlhauser I: <strong>Training of patient and consumer representatives in the basic competencies of evidence-based medicine: a feasibility study<\/strong><br \/>\nBMC Medical Education 2010, 10:16<\/a> &#8211; <a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/images\/pdf\/AdditionalFile1.pdf\" target=\"_blank\">Appendix 1<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/images\/pdf\/AdditionalFile2.pdf\" target=\"_blank\">Appendix 2<\/a><\/p>\n<p><strong>2008<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/images\/pdf\/ZEFQ_Patientzufrieden_Arztgut.pdf\" target=\"_blank\">Berger B, Lenz M, M\u00fchlhauser I: <strong>Zufriedenheit: Patient zufrieden, Arzt gut! Inwiefern ist Patientenzufriedenheit ein Indikator f\u00fcr die Qualit\u00e4t der haus\u00e4rztlichen Versorgung? Eine systematische \u00dcbersichtsarbeit<\/strong> Z Arztl Fortbild Qualitatssich 2008. 102: 299- 306<\/a><\/p>\n<p><strong>2006<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/images\/pdf\/NR406_Heesen.pdf\" target=\"_blank\">Heesen C, Berger B, Hamann J, Kasper J.: <strong>Empowerment, Adh\u00e4renz, evidenzbasierte Patienteninformation und partizipative Entscheidungsfindung bei MS? \u2013 Schlagworte oder Wegweiser?<\/strong> Neurol Rehabil 12(4) 2006: 232\u2013238.<\/a><\/p>\n<p><strong>2005<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/images\/pdf\/Bergeretal.pdf\" target=\"_blank\">Berger B, Studt K, Krause K, Seyfert R, Klemme J, Steckelberg A: <strong>Schutz von Studienteilnehmern durch standardisierte Informationen. Vorschlag f\u00fcr einen einheitlichen Kriterienkatalog f\u00fcr die Arbeit der Ethikkommissionen &#8211; Ergebnisse einer Expertenbefragung.<\/strong> Z Arztl Fortbild Qualitatssich 99,2005: 389-395<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/images\/pdf\/Steckelbergetal.pdf\" target=\"_blank\">Steckelberg A, Berger B, K\u00f6pke S, Heesen C, M\u00fchlhauser I: <strong>Kriterien f\u00fcr evidenzbasierte Patienteninformationen.<\/strong> Z Arztl Fortbild Qualitatssich 99,2005: 343-351<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chemie.uni-hamburg.de\/igtw\/Gesundheit\/images\/pdf\/Koepkeetal.pdf\" target=\"_blank\">K\u00f6pke S, Berger B, Steckelberg A, Meyer G: <strong>In Deutschland gebr\u00e4uchliche Bewertungsinstrumente f\u00fcr Patienteninformationen \u2013 eine kritische Analyse. <\/strong>Z Arztl Fortbild Qualitatssich 99,2005: 353-357<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #000000;\">Buchpublikationen von Bettina Berger:<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong>2006<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Checkliste-Leitfaden-zur-Patienteneinwilligung-Grundlagen\/dp\/3939069256\" target=\"_blank\">Harnischmacher U, Ihle P, Goebel J, Scheller J, Berger B.:TMF Band 3: <strong>Checkliste und Leitfaden zur Patienteneinwilligung &#8211; Grundlagen und Anleitung f\u00fcr die klinische Forschung.<\/strong> Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Fachgesellschaft, 2006.<\/a><\/p>\n<p><strong>2003<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kvc-verlag.de\/product_info.php?info=p47_Krankheit-als-Konstruktion.html&amp;XTCsid=chqm0r0dnjcudgaqt69hpps234\" target=\"_blank\">Berger B: <strong>\u201eKrankheit als Konstruktion \u2013 Diabetes mellitus im Vergleich von Schulmedizin und Hom\u00f6opathie\u201c<\/strong> Essen: KVC Verlag &#8211; Karl und Veronica Carstens-Stiftung: 2003, 120 S.<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #993300;\">Aktuelle Nachrichten zum Thema:<\/span><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/www.careum-congress.ch\/\" target=\"_blank\">CAREUM CONGRESS: <strong>Machtfaktor Patient &#8211; Die Rolle der Patienten in der Gestaltung des Gesundheitswesens der Zukunft<\/strong> &#8211; 11. bis 12. November 2010, Gottlieb Duttweiler Institut, R\u00fcschlikon, Z\u00fcrich<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hwa-online.de\/nc\/seminare\/seminardetails\/seminar\/gesundheitscoach-hwa-fachberaterin-praeventions-und-gesundheitsfoerderung.html\" target=\"_blank\">Neuer Ausbildungsgang der HANS-WEINBERGER-AKADEMIE der Arbeiterwohlfahrt e.V. ab Fr\u00fchjahr 2011: <strong>Gesundheitscoach (HWA) &#8211; Fachberater\/in Pr\u00e4ventions- und Gesundheitsf\u00f6rderung<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\" target=\"_self\"><strong>Home<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jede Zeit hat ihre eigenen Volkskrankheiten. Pr\u00e4gte noch vor 100 Jahren die Angst vor Seuchen, Epidemien, Bakterien und Viren unser Gesundheitssystem, so besch\u00e4ftigen uns heute chronische Krankheiten. Ob Hypertonie, Herzkrankheiten, Diabetes Mellitus, Arthritiden, Asthma Bronchiale oder Depression, etwa 40% aller Bundesb\u00fcrger gelten als chronisch Krank.\u00a0 Behandeln \u00c4rzte und \u00c4rztinnen chronische Krankheiten effektiv? \u201eOftmals nicht effektiv [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[34,33,32],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/574"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=574"}],"version-history":[{"count":167,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/574\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":754,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/574\/revisions\/754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=574"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=574"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=574"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}