{"id":5637,"date":"2012-11-27T08:27:55","date_gmt":"2012-11-27T08:27:55","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=5637"},"modified":"2012-11-27T08:27:55","modified_gmt":"2012-11-27T08:27:55","slug":"prof-harald-walach-uber-die-eu-cam-conference-komplementarmedizin-in-der-gesundheitsversorgung-europas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=5637","title":{"rendered":"Prof. Harald Walach \u00fcber die \u201eEU CAM Conference\u201c. Komplement\u00e4rmedizin in der Gesundheitsversorgung Europas."},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 09.10.2012 fand im Europaparlament eine Konferenz zum Thema <span style=\"color: #993300;\">\u201eComplementary and Alternative Medicine \u2013 Innovation and Added Value for European Healthcare\u201c<\/span> statt (? <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=5137\">Programm<\/a>, ? <a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=10570\" target=\"_blank\">Referenten<\/a>). Wissenschaftler aus ganz Europa informierten hier \u00fcber den Nutzen der Komplement\u00e4rmedizin und ihre wachsende Bedeutung zur Behandlung speziell von chronischen Erkrankungen. Prof. Harald Walach, der die Veranstaltung in Br\u00fcssel moderierte, hat auf seiner neuen Webseite \u201eEindr\u00fccke, Marksteine und Gedanken\u201c zur Konferenz hinterlassen. \u201eDas Bemerkenswerte war f\u00fcr mich, dass wir, nach bald 20 Jahren von Gespr\u00e4chen und Kontaktaufnahmen mit der EU-Kommission und mit Vertretern im Parlament, nun das Ohr von drei Parlamentariern hatten, die die Konferenz als Gastgeber organisierten und damit im Parlament ansiedeln konnten\u201c, so Professor Walach.<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/harald-walach.de\/2012\/10\/30\/komplementaermedizin-in-der-gesundheitsversorgung-europas\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Prof. Harald Walach: Komplement\u00e4rmedizin in der Gesundheitsversorgung Europas.\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/150_Harald_Walach_EU_CAM_Conference.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"360\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>Abbildung:<\/strong> Prof. Harald Walach \u00fcber die <a href=\"http:\/\/harald-walach.de\/2012\/10\/30\/komplementaermedizin-in-der-gesundheitsversorgung-europas\/\" target=\"_blank\">\u201eEU CAM Conference\u201c<\/a>.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>CAMbrella: Bestandsaufnahme zur CAM-Forschung in Europa<\/h2>\n<p><span style=\"color: #333399;\">\u201eSo viel offenkundige Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Komplement\u00e4rmedizin gab es in Europa noch nie\u201c<\/span>, schreibt Prof. Walach mit Verweis auf <a href=\"http:\/\/www.cambrella.eu\/home.php\" target=\"_blank\"><strong>CAMbrella<\/strong><\/a>. Dieses von der EU mit 1,5 Mio. Euro finanziell gef\u00f6rderte dreij\u00e4hrige Projekt wird vom <a href=\"http:\/\/www.muemo.med.tu-muenchen.de\/\" target=\"_blank\">Zentrum f\u00fcr naturheilkundliche Forschung<\/a> am Klinikum rechts der Isar der <em>Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM)<\/em> koordiniert und betreibt selbst keine eigene Forschung. Es soll stattdessen ein Netzwerk europ\u00e4ischer Forschungseinrichtungen im Bereich der Komplement\u00e4rmedizin aufbauen und deren internationale Kooperationen f\u00f6rdern. Eine <a href=\"http:\/\/content.karger.com\/ProdukteDB\/produkte.asp?Aktion=showproducts&amp;searchWhat=books&amp;ProduktNr=257353\" target=\"_blank\">\u201eSondernummer CAMbrella\u201c<\/a> des Journals <em>\u201eForschende Komplement\u00e4rmedizin\u201c<\/em> fasst in K\u00fcrze zusammen, warum, wie und wo Komplement\u00e4rmedizin in Europa erforscht wird. Walach interpretiert CAMbrella als Indiz daf\u00fcr, <span style=\"color: #333399;\">\u201edass Politiker mittlerweile verstanden haben, dass sie es nicht mit einem Randph\u00e4nomen zu tun haben, sondern dass es sich hier um ein Anliegen handelt, das im Zentrum der Aufmerksamkeit und im Herzen vieler B\u00fcrger Europas steht.\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Prof. Claudia Witt: System. Review zur Wirtschaftlichkeit von CAM-Therapien<\/h2>\n<p>Prof. Dr. med. Claudia Witt schilderte in Br\u00fcssel die Ergebnisse eines <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Systematische_%C3%9Cbersichtsarbeit\" target=\"_blank\">Systematischen Reviews<\/a> zu den <span style=\"color: #993300;\"><strong>Kosten und zur Kosten-Effektivit\u00e4t<\/strong><\/span> von Komplement\u00e4rmedizin. Hier eine PDF-Kopie Ihres Vortrags: <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/PDF\/004_Prof_Claudia_Witt_Costs_and_cost-effectiveness_Complementary_and_Alternative_Medicine.pdf\" target=\"_blank\">\u201eCosts and cost-effectiveness of Complementary and Alternative Medicine \u201c<\/a>.<br \/>\n16 (d.h. <span style=\"color: #993300;\"><strong>29 Prozent<\/strong><\/span>) von 56 vollst\u00e4ndigen und qualitativ hochwertigen wirtschaftlichen Evaluierungen nicht-pharmakologischer Behandlungen zeigen einen <strong><span style=\"color: #993300;\">h\u00f6heren<\/span> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Outcome\" target=\"_blank\">Outcome<\/a><\/strong> bei <span style=\"color: #993300;\"><strong>niedrigeren Kosten<\/strong><\/span> im Vergleich zu einer konventionellen medizinischen Behandlung. Laut Prof. Walach sei damit die oft kolportierte Aussage wissenschaftlich widerlegt, dass CAM-Therapien nur Kosten in die H\u00f6he treiben, ohne einen Zusatznutzen zu schaffen. Pauschalisierende Aussagen zum Kosten-Outcome-Verh\u00e4ltnis von komplement\u00e4rmedizinischen Therapieverfahren lassen sich aus der \u00dcbersichtsarbeit allerdings nicht ableiten, weil ausschlie\u00dflich einzelne Therapieverfahren wie z. B. Akupunktur untersucht wurden und nicht die Komplement\u00e4rmedizin insgesamt. Zum langfristigen Effekt hei\u00dft es im Skript von Frau Witt: <span style=\"color: #333399;\">\u201eLong-term economic impact not known, but aspects such as life style change could have positive economic impact.\u201c<\/span> Ber\u00fccksichtigt man den wachsenden Anteil chronischer Erkrankungen an den Gesundheitskosten (\u00fcber 2\/3) und Stress als Verst\u00e4rker oder sogar Ausl\u00f6ser chronischer Erkrankunge, so kann dieser Hinweis Sinn machen. Und zwar immer dann, wenn parallel zu einer CAM-Therapie auch eine Ver\u00e4nderung des Lebensstils stattfindet &#8211; hin zu einem bewussten und gesundheitsf\u00f6rdernden Verhalten.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Sichere therapeutische Entscheidungen durch zuverl\u00e4ssige Datenbasis<\/h2>\n<p><span style=\"color: #333399;\">\u201eDie mit diesen Verfahren Praktizierenden brauchen genauso Sicherheit, wie die Patienten sicher gehen k\u00f6nnen m\u00fcssen, dass die, die sie behandeln gut ausgebildet sind, aber auch, dass sie diese Behandlungen erhalten k\u00f6nnen, wenn sie sie wollen und brauchen\u201c<\/span>, schreibt Walach. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Welchen Beitrag kann die Europ\u00e4ische Union hier leisten, wenn Gesundheitspolitik doch von den einzelnen Mitgliedsl\u00e4ndern verantwortet wird?<\/strong> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Aus Sicht von Walach kann sie Forschungsprojekte f\u00f6rdern, um die Effekte der Komplement\u00e4rmedizin im <em>Versorgungsalltag<\/em> zu dokumentieren oder um komplement\u00e4rmedizinische und konventionelle Behandlungen im Rahmen von <em>Effektivit\u00e4tsstudien<\/em> miteinander zu vergleichen. Sein Fazit:<\/span> <span style=\"color: #333399;\">\u201eDie Tagung war politisch ein Durchbruch und ein wichtiges Zeichen. Denn es dokumentiert: hier gibt es ein Thema, auf das die Politik aufmerksam geworden ist, weil es wichtig ist f\u00fcr die B\u00fcrger.\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Lesetipps:<\/h2>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>EU CAM CONFERENCDE: <a href=\"http:\/\/epha.org\/a\/5387\" target=\"_blank\">Post-event Press Release &amp; Reporting &#8211; Complementary &amp; Alternative Medicine: Innovation and Added Value for European Healthcare<\/a><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>Prof. Harald Walach: <a href=\"http:\/\/harald-walach.de\/methodenlehre-fuer-anfaenger\/\" target=\"_blank\">\u201eMethodenlehre f\u00fcr Anf\u00e4nger\u201c &#8211; Crashkurs medizinische Forschungsmethodik f\u00fcr Einsteiger<\/a><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\"><strong>Home<\/strong><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 09.10.2012 fand im Europaparlament eine Konferenz zum Thema \u201eComplementary and Alternative Medicine \u2013 Innovation and Added Value for European Healthcare\u201c statt (? Programm, ? Referenten). Wissenschaftler aus ganz Europa informierten hier \u00fcber den Nutzen der Komplement\u00e4rmedizin und ihre wachsende Bedeutung zur Behandlung speziell von chronischen Erkrankungen. Prof. Harald Walach, der die Veranstaltung in Br\u00fcssel [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[55,36,15],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5637"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5637"}],"version-history":[{"count":88,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5637\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5728,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5637\/revisions\/5728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}