{"id":4919,"date":"2012-07-03T13:13:29","date_gmt":"2012-07-03T13:13:29","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4919"},"modified":"2012-10-14T08:00:05","modified_gmt":"2012-10-14T08:00:05","slug":"ist-sachliche-kritik-an-journalisten-rufmord-die-suddeutsche-zeitung-reagiert-auf-kritik-des-deutschen-zentralvereins-homoopathischer-arzte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4919","title":{"rendered":"Ist sachliche Kritik an Journalisten \u201eRufmord\u201c? \u2013 Die S\u00fcddeutsche Zeitung reagiert auf Kritik des Deutschen Zentralvereins hom\u00f6opathischer \u00c4rzte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Themen von \u201eunten nach oben\u201c in die Massenmedien zu bringen, ist ein relativ neues Ph\u00e4nomen in unserer Informationsgesellschaft. Und das gilt es zu begr\u00fc\u00dfen. Auch wenn etablierte Journalisten mitunter empfindlich reagieren, wenn man ihre Berichterstattung pr\u00fcft, nachrecherchiert und sachlich fundierte Kritik \u00e4u\u00dfert. Der Deutsche Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) hatte sich in diesem Blog mit einem Beitrag des Magazins ZEIT Wissen auseinandergesetzt und in einem <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4484\">\u201eFaktencheck\u201c sachlich begr\u00fcndete Kritik ge\u00e4u\u00dfert<\/a>. Diese betraf den ZEIT Wissen-Redakteur Max Rauner und seinen Artikel \u201eEdzard gegen Charles\u201c. Jetzt wirft der Journalist Jens Lubbadeh in einem <a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=8640\" target=\"_blank\">Artikel der S\u00fcddeutschen Zeitung (SZ) und Sueddeutsche.de<\/a> dem DZVh\u00c4 vor, \u201eRufmord\u201c an Max Rauner zu begehen und diesen an den \u201eGoogle-Pranger\u201c zu stellen. Der SZ-Artikel, ver\u00f6ffentlicht am vergangenen Samstag (30. Juni 2012), erschien mit der \u00dcberschrift \u201e<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/homoeopathie-lobby-im-netz-schmutzige-methoden-der-sanften-medizin-1.1397617\" target=\"_blank\">Schmutzige Methoden der sanften Medizin<\/a>\u201c.<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Replik auf Jens Lubbadeh, S\u00fcddeutsche Zeitung\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/139_Jens_Lubbadeh_Sueddeutsche_Zeitung.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"335\" \/><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Sachliche Kritik muss erlaubt sein<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende, Deutscher Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) e.V.\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/004_Cornelia_Bajic.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"164\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #333399;\">\u201eWir verwahren uns dagegen, dass uns \u201aschmutzige Methoden\u2018 vorgeworfen werden und weisen die an uns adressierten Vorw\u00fcrfe entschieden zur\u00fcck\u201c<\/span>, erkl\u00e4rte <a href=\"http:\/\/www.dzvhae.de\/dzvhae-homoeopathie-aerzte\/verbandsprofil\/bundesvorstand.html\" target=\"_blank\"><strong>Cornelia Bajic<\/strong><\/a>, erste Vorsitzende des DZVh\u00c4. <span style=\"color: #333399;\">\u201eSachliche Kritik an der Berichterstattung von Journalisten muss erlaubt sein, denn das ist die Grundlage jeder demokratischen Diskussionskultur\u201c<\/span><strong>,<\/strong> so Bajic weiter. Der DZVh\u00c4 habe Herrn Rauner vor der Ver\u00f6ffentlichung seiner Kritik am Artikel aus dem ZEIT Wissen-Magazin um eine Stellungnahme gebeten. <span style=\"color: #333399;\">\u201eDiese Stellungnahme von Herrn Rauner ist direkt in unseren Bericht eingeflossen\u201c<\/span>, stellte Bajic klar. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Dar\u00fcber hinaus habe der DZVh\u00c4 Herrn Rauner eingeladen, den Beitrag \u00fcber seine Stellungnahme hinaus im DZVh\u00c4 Hom\u00f6opathie.Blog zu kommentieren und auf m\u00f6gliche sachliche Fehler hinzuweisen.<\/strong> <\/span>Die starken Anschuldigungen von Jens Lubbadeh in der S\u00fcddeutschen Zeitung seien vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar, so Bajic.<\/p>\n<h2>Richtig: Glaubw\u00fcrdigkeit ist wichtig.<\/h2>\n<p>Was kritisiert Jens Lubbadeh dann in der SZ? Er schreibt:<span style=\"color: #333399;\"> \u201eDer Google-Pranger funktioniert ganz einfach: Man setzt eine professionell wirkende Webseite auf, in der die Glaubw\u00fcrdigkeit einer Person untergraben wird. Dann wird der Name der anzuprangernden Person m\u00f6glichst oft im Text genannt. Die Seite wird nun automatisch unter den oberen Treffern rangieren, wenn jemand nach der Person sucht.\u201c<\/span> Und das sei verheerend f\u00fcr Journalisten, deren Kapital ihre Glaubw\u00fcrdigkeit sei. Richtig ist dabei, dass Glaubw\u00fcrdigkeit die \u201eW\u00e4hrung\u201c des Journalismus ist. Eindeutig falsch ist dagegen die Annahme, man k\u00f6nne spielend erreichen, von Suchmaschinen prominent gelistet zu werden. Jedes Online-Medium \u2013 vom DZVh\u00c4-Blog bis Sueddeutsche.de \u2013 betreibt heute eine sogenannte Suchmaschinenoptimierung, damit die journalistischen Inhalte f\u00fcr Leser gut auffindbar sind. Dar\u00fcber hinaus sind die Reputation einer Internetseite, ihre Inhalte, die Leserzahl und Verweildauer, Verweise und vieles mehr daf\u00fcr verantwortlich, wie hoch eine Website von Suchmaschinen gelistet wird. Wenn das DZVh\u00c4 Hom\u00f6opathie.Blog von Suchmaschinen prominent anzeigt wird, spricht das prinzipiell f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Seite \u2013 und nicht dagegen.<\/p>\n<h2>Fehlende Begr\u00fcndung von Lubbadeh<\/h2>\n<p>Der SZ-Journalist Jens Lubbadeh hatte bereits im Mai dieses Jahres im DZVh\u00c4 Hom\u00f6opathie.Blog den Artikel \u00fcber Max Rauner und ZEIT-Wissen <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4484#comment-439\">aufgebracht kommentiert<\/a>. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Auch auf mehrfache Nachfrage, wie er sachlich seine Behauptung begr\u00fcnde, der DZVh\u00c4 \u201ediffamiere\u201c Max Rauner, hat Lubbadeh kein Argument genannt.<\/strong><\/span> Der Artikel macht weder eine falsche Tatsachenbehauptung noch eine unzul\u00e4ssige Meinungs\u00e4u\u00dferung. Folglich gibt es auch keine juristische Auseinandersetzung in der Sache. Stattdessen schreibt Lubbadeh in der SZ: <span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #333399;\">\u201eDem mehrfach preisgekr\u00f6nten Journalisten Rauner wird in dem Beitrag schlechte Recherche und Verletzung seiner Sorgfaltspflicht als Journalist unterstellt.\u201c<\/span><\/span> Dazu stellt der DZVh\u00c4 fest, dass der vom DZVh\u00c4 ver\u00f6ffentlichte \u201eFaktencheck\u201c die <span style=\"color: #993300;\"><strong>schlechte Recherche von Herrn Rauner nicht unterstellt, sondern belegt<\/strong><\/span>, und dass Journalistenpreise nicht vor sachlich begr\u00fcndeter Kritik sch\u00fctzen. Bajic: <span style=\"color: #333399;\">\u201eWenn Herr Rauner in seiner Recherche nicht die n\u00f6tige Sorgfalt walten lie\u00df, so kann man dies kaum dem DZVh\u00c4\u00a0 vorwerfen.\u201c<\/span><\/p>\n<h2>Klassischer Fachjournalismus<\/h2>\n<p>Dar\u00fcber hinaus behauptet Lubbadeh in der SZ, dass der Journalist Claus Fritzsche verantwortlich f\u00fcr den Artikel \u00fcber Max Rauner sei. Auch das ist nicht korrekt. <span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #333399;\">\u201eClaus Fritzsche ist nicht der Autor des Artikels, und der DZVh\u00c4 ist f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung verantwortlich\u201c<\/span><\/span>, stellte Bajic klar. Das k\u00f6nne man leicht im Impressum einsehen. Richtig sei vielmehr, dass Claus Fritzsche das DZVh\u00c4 Hom\u00f6opathie.Blog redaktionell betreue und andere Beitr\u00e4ge geschrieben habe, die dort ver\u00f6ffentlicht worden seien \u2013 insbesondere zum Thema Hom\u00f6opathieforschung. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise ausf\u00fchrliche <strong><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=3284\">Interviews zur Grundlagenforschung<\/a><\/strong> in der Hom\u00f6opathie mit Dr. Stefan Baumgartner von der Universit\u00e4t Bern (KIKOM), der aktuell zum Thema forscht, oder ein <strong><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=1022\">Interview mit Dipl.-Statistiker Rainer L\u00fcdtke<\/a><\/strong> zum Thema Metaanalysen in der Hom\u00f6opathieforschung. <span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #333399;\">\u201eEs handelt sich da um eine journalistische T\u00e4tigkeit, die auch mit einem Honorar bedacht wird, den \u00fcblichen Gepflogenheiten entsprechend, nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich\u201c<\/span><\/span>, so Bajic.<\/p>\n<h2>Hom\u00f6opathie-Debatte versachlichen<\/h2>\n<p>Das DZVh\u00c4 Hom\u00f6opathie.Blog wurde 2010 gegr\u00fcndet, um eine Versachlichung der medialen Debatte zur Hom\u00f6opathie und zur Hom\u00f6opathieforschung voranzutreiben sowie fundiert und systematisch dar\u00fcber zu berichten. Siehe:\u00a0<a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=23\">\u201eDas neue DZVh\u00c4 Hom\u00f6opathie.Blog: Warum der Deutsche Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte nun auch bloggt.\u201c<\/a> Ziele dieses Blogs wurden mit seinem Start formuliert:<\/p>\n<ol>\n<li><strong><\/strong><strong>Transparenz schaffen: <\/strong>Nirgendwo im Internet werden divergierende Expertenstimmen zur Hom\u00f6opathie allgemeinverst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt und gegen\u00fcbergestellt. Wir m\u00f6chten in diesem Blog transparent machen, was unterschiedliche Forscher, Wissenschaftler und Experten veranlasst, identische Daten unterschiedlich zu interpretieren.<\/li>\n<li><strong><\/strong><strong>Experten hinterfragen:<\/strong> Nicht alles, was lautstark \u201eim Namen der Wissenschaft\u201c oder \u201eim Namen evidenzbasierter Medizin\u201c argumentativ in den Ring geworfen wird, erf\u00fcllt auch wissenschaftliche Mindeststandards. Unser Ziel ist es, in diesem Blog den Standpunkt des DZVh\u00c4 zu wissenschaftlichen Fragen deutlich zu machen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"color: #333399;\">\u201eZusammenfassend l\u00e4sst sich hierzu feststellen, dass der DZVh\u00c4 als \u00c4rzteverband ein legitimes Interesse verfolgt und Wert legt auf die qualifizierte Auseinandersetzung \u2013 insbesondere mit Kritikern\u201c<\/span>, sagte Bajic, <span style=\"color: #333399;\">\u201eDas Blog des DZVh\u00c4 leistet einen Beitrag zur Meinungsbildung \u2013 nicht mehr, aber auch nicht weniger.\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Links zum Thema:<\/h2>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.neuraltherapie-blog.de\/?p=8033\" target=\"_blank\"><strong>Tendenzi\u00f6s: Werner Bartens und das Wissenschaftsressort der S\u00fcddeutschen Zeitung. Mehr Qualit\u00e4t ist m\u00f6glich!<\/strong><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=8640\" target=\"_blank\"><strong>Danke, SZ! Replik zu Jens Lubbadeh: \u201eDie schmutzigen Methoden der sanften Medizin\u201c. (? S\u00fcddeutsche Zeitung)<\/strong><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\"><strong>Home<\/strong><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Themen von \u201eunten nach oben\u201c in die Massenmedien zu bringen, ist ein relativ neues Ph\u00e4nomen in unserer Informationsgesellschaft. Und das gilt es zu begr\u00fc\u00dfen. Auch wenn etablierte Journalisten mitunter empfindlich reagieren, wenn man ihre Berichterstattung pr\u00fcft, nachrecherchiert und sachlich fundierte Kritik \u00e4u\u00dfert. 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