{"id":4824,"date":"2012-06-22T09:47:19","date_gmt":"2012-06-22T09:47:19","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4824"},"modified":"2012-06-22T09:47:19","modified_gmt":"2012-06-22T09:47:19","slug":"kokon-deutsche-krebshilfe-fordert-verbundprojekt-zur-evaluierung-von-komplementarmedizin-neue-strategien-zur-ganzheitlichen-therapie-von-krebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4824","title":{"rendered":"KOKON: Deutsche Krebshilfe f\u00f6rdert Verbundprojekt zur Evaluierung von Komplement\u00e4rmedizin. Neue Strategien zur ganzheitlichen Therapie von Krebs."},"content":{"rendered":"<p><strong>Welche Angebote und Informationsbed\u00fcrfnisse zum Thema Komplement\u00e4rmedizin in der Krebsbehandlung liegen gegenw\u00e4rtig vor und auf welchen Wegen kann fundiertes Wissen bestm\u00f6glich an Patienten, Therapeuten und Berater weitergeben werden? Mit diesen Fragen befasst sich das interdisziplin\u00e4r zusammengesetzte Verbundprojekt KOKON (\u201eKompetenznetz Komplement\u00e4rmedizin in der Onkologie\u201c) der Deutschen Krebshilfe, das die Organisation mit 2,5 Millionen Euro f\u00f6rdert und das Mitte Juni gestartet ist. Es l\u00e4uft 36 Monate. \u201eAn KOKON beteiligen sich die <a href=\"http:\/\/www.med.uni-rostock.de\/\" target=\"_blank\">Universit\u00e4tsmedizin Rostock<\/a>, die <a href=\"http:\/\/www.uke.de\/\" target=\"_blank\">Universit\u00e4tsklinik Hamburg Eppendorf<\/a>, das <a href=\"http:\/\/www.klinikum-nuernberg.de\/DE\/\" target=\"_blank\">Klinikum N\u00fcrnberg<\/a>, die <a href=\"http:\/\/www.charite.de\/\" target=\"_blank\">Charite Berlin<\/a>, die <a href=\"http:\/\/www.klinik.uni-frankfurt.de\/\" target=\"_blank\">Universit\u00e4tsklinik Frankfurt\/Main<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.tumorbio.uni-freiburg.de\/\" target=\"_blank\">Klinik f\u00fcr Tumorbiologie Freiburg<\/a>\u201c, berichtete das Deutsche \u00c4rzteblatt <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/studieren\/nachrichten\/50563\/Verbundprojekt-zur-Komplementaermedizin-in-der-Onkologie\" target=\"_blank\">(1)<\/a> am Dienstag.<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Komplement\u00e4rmedizin \u2013 Verbundprojekt KOKON entwickelt neue Strategien im Kampf gegen den Krebs - Deutsche Krebshilfe\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/138_KOKON_Deutsche_Krebshilfe.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"279\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\">Deutsche Krebshilfe f\u00f6rdert Verbundprojekt KOKON mit 2,5 Mio. Euro.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Neue Strategien in der Krebstherapie<\/h2>\n<p><span style=\"color: #333399;\">\u201e60 bis 80 Prozent der Krebspatienten wollen durch <strong>erg\u00e4nzende Ma\u00dfnahmen zur eigenen Heilung beitragen<\/strong>\u201c<\/span>, erkl\u00e4rt <a href=\"http:\/\/www.onkologie-rostock.de\/htdocs\/ha_onko_mitarbeiter.html\" target=\"_blank\">Dr. med. Hans Lampe<\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin an der <em>Medizinischen Klinik III<\/em> der Universit\u00e4t Rostock. Als erg\u00e4nzende Therapiema\u00dfnahmen w\u00fcnschen sich viele Patientinnen und Patienten Methoden der Komplement\u00e4rmedizin: Mistelpr\u00e4parate, Hom\u00f6opathie, Nahrungserg\u00e4nzungsmittel oder Vitamine. Doch oft wird dar\u00fcber mit dem behandelnden Arzt nicht gesprochen. <span style=\"color: #333399;\">\u201eDiese Mittel schw\u00e4chen teilweise die Wirkung der Chemotherapie ab, k\u00f6nnen sie &#8211; richtig genutzt &#8211; aber auch verst\u00e4rken\u201c<\/span>, wei\u00df Dr. med. Lampe. <span style=\"color: #333399;\">\u201eEs gibt kein Mittel, das immer gut oder schlecht ist. Wir \u00c4rzte m\u00fcssen dies offen ansprechen, denn manche alternativen oder erg\u00e4nzenden Wirkstoffe k\u00f6nnen die Therapie auch negativ beeinflussen.\u201c <\/span>Doch es gibt auch positive Impulse durch komplement\u00e4re Verfahren, zum Beispiel durch Sport, Naturheilstoffe, Meditation und Entspannungstechniken. <span style=\"color: #333399;\">\u201eWenn Patienten ihren Umgang mit der Erkrankung ver\u00e4ndern, kommen sie meist besser durch die schwierigen Zeiten der Diagnose und Therapie\u201c<\/span>, sagt der Krebsexperte.<\/p>\n<p><strong>Das Thema \u201eIntegrative Onkologie\u201c ist derzeit in aller Munde.<\/strong> Schwerpunkt der diesj\u00e4hrigen <a href=\"http:\/\/www.dgho.de\/informationen\/presse\/pressemitteilungen\/dgho-fruehjahrstagung-2012-neue-wege-der-zusammenarbeit-in-der-onkologie\" target=\"_blank\">DGHO-Fr\u00fchjahrstagung<\/a> war die Integrative Onkologie. \u00c4rzte kombinieren hier wissenschaftlich fundierte Naturheilkunde mit klassisch-schulmedizinischen Therapieverfahren. Anfang Februar fand in Berlin der 1. Kongress <a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=5109\" target=\"_blank\">\u201eIntegrative Therapie des Mammakarzinoms\u201c<\/a> statt, auf dem Fragen zur Misteltherapie, Psycho-Onkologie, Hyperthermie, aber auch Aspekte der Spiritualit\u00e4t und Achtsamkeit diskutiert wurden. Und nun f\u00f6rdert die <a href=\"http:\/\/www.krebshilfe.de\/\" target=\"_blank\">Deutsche Krebshilfe<\/a> mit 2,5 Mio. Euro ein anspruchsvolles Verbundprojekt, welches Angebote und Informationsbed\u00fcrfnisse zum Thema Komplement\u00e4rmedizin in der Krebsbehandlung wissenschaftlich evaluiert. Ziel des Gro\u00dfprojektes ist es, eine nutzerfreundliche Plattform f\u00fcr  Patienten, Pflegekr\u00e4fte und \u00c4rzte zu schaffen, um Informationen im  Bereich der Komplement\u00e4rmedizin zu sammeln und weiterzugeben. Die  Deutsche Krebshilfe verspricht sich von diesem Vorhaben eine  wissenschaftlich fundierte Analyse der g\u00e4ngigen Methoden und Konzepte  der Komplement\u00e4rmedizin in Deutschland, von der Betroffene und Behandelnde  gleicherma\u00dfen profitieren.<\/p>\n<p><strong>Durch das Forschungsprojekt \u201eKOKON\u201c sollen deutschlandweit f\u00fcr die Komplement\u00e4rmedizin gesicherte Standards f\u00fcr Information und Beratung bereitgestellt werden. <span style=\"color: #333399;\">\u201eWir wollen verl\u00e4ssliche Informationen und Weiterbildungsangebote f\u00fcr Patienten, \u00c4rzte und Pflegekr\u00e4fte in der Onkologie\u201c<\/span>, beschreibt der Sprecher des Gesamtprojektes, <a href=\"http:\/\/www.cochrane.de\/de\/biologische-krebstherapie\" target=\"_blank\">Dr. Markus Horneber<\/a>, Arzt an der Klinik f\u00fcr Onkologie und H\u00e4matologie des Klinikums N\u00fcrnberg, das Forschungsziel.<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Hom\u00f6opathie bei Krebserkrankungen<\/h2>\n<p><span style=\"color: #333399;\">\u201eViele Patienten mit Krebserkrankungen entscheiden sich f\u00fcr eine begleitende klassische hom\u00f6opathische Therapie\u201c<\/span>, berichtet das Wissenschaftsblog<em> \u201eInformationen zur Hom\u00f6opathie\u201c<\/em> <a href=\"http:\/\/www.informationen-zur-homoeopathie.de\/?p=410\" target=\"_blank\">(2)<\/a>. Was unter einer hom\u00f6opathischen Krebstherapie zu verstehen ist, das beschreibt der Facharzt <a href=\"http:\/\/www.homtpz.de\/team.htm\" target=\"_blank\">Dr. med. Robert K\u00f6del<\/a> in seinem Fachbuch <strong><a href=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=f8lmQroDs8EC&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" target=\"_blank\">\u201eHom\u00f6opathie in der Krebstherapie\u201c<\/a><\/strong> (Hippokrates, 2009). Nach Einsch\u00e4tzung von K\u00f6del entscheiden sich Patienten besonders dann f\u00fcr eine begleitende hom\u00f6opathische Behandlung, wenn es zu einem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rezidiv#Krebs_.E2.80.93_Onkologie\" target=\"_blank\">Rezidiv<\/a> (R\u00fcckfall, Wiederauftreten) kommt, die Erkrankung trotz konventioneller Therapie weiter fortschreitet oder als \u201eaustherapiert\u201c gilt. Nach Einsch\u00e4tzung von <a href=\"http:\/\/www.ordination-frass.at\/index.php\/de\/\" target=\"_blank\">Univ.-Prof. Dr. Michael Frass<\/a> k\u00f6nnen Patienten in allen Tumorstadien von einer begleitenden hom\u00f6opathischen Behandlung profitieren. <span style=\"color: #333399;\">\u201eIch empfehle einen fr\u00fchzeitigen Einsatz der Hom\u00f6opathie, m\u00f6glichst gleich nach Diagnosestellung. Aber selbstverst\u00e4ndlich l\u00e4sst sich auch bei fortgeschrittener Erkrankung und im Endstadium viel erreichen. Beispielsweise kann Patienten der Todeskampf erleichtert oder die Angst vor dem Sterben genommen werden\u201c<\/span>, so der Facharzt f\u00fcr Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin gegen\u00fcber SpringerMedizin.at <a href=\"http:\/\/www.springermedizin.at\/fachbereiche-a-z\/i-o\/komplementaermedizin\/?full=25985\" target=\"_blank\">(3)<\/a>.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Forschungsbedarf<\/h2>\n<p>Bisher gibt es nur wenige hochwertige und systematische Studien, welche die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie in der begleitenden Krebstherapie untersucht haben. Eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist, dass es keine universit\u00e4ren Einrichtungen f\u00fcr Hom\u00f6opathie gibt,  die entsprechende Studien realisieren k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus gibt es nur ein geringes  wirtschaftliches Interesse, wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema  zu finanzieren. Hom\u00f6opathie l\u00e4sst sich schlie\u00dflich weder patentieren noch als medizinische Innovation mit hohen Margen vermarkten. Beides zusammen f\u00fchrt zu einem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henne-Ei-Problem\" target=\"_blank\">Henne-Ei-Problem<\/a>: Weil es im Vergleich zur konventionellen Medizin nur relativ wenige Studien mit heterogenen Ergebnissen gtibt und die Hom\u00f6opathie vom Mainstream der Medizin als \u201eunplausibel\u201c eingestuft wird, wollen Universit\u00e4ten das Therapieverfahren auch nicht erforschen. Weil die Hom\u00f6opathie nicht systematisch erforscht wird, gibt es auch nur relativ wenige Studien. Eine interessante hom\u00f6opathische Krebsstudie publizierte 2011 allerdings das Journal <em>BMC Cancer<\/em> <a href=\"http:\/\/www.biomedcentral.com\/1471-2407\/11\/19\" target=\"_blank\">(4)<\/a>. <a href=\"http:\/\/www.naturheilkunde.usz.ch\/UEBERUNS\/KONTAKTE\/Seiten\/Mitarbeitende.aspx\" target=\"_blank\">Dr. med. Matthias Rostock<\/a>, Oberarzt am Institut f\u00fcr Naturheilkunde des Universit\u00e4ts-Spitals Z\u00fcrich, und Kollegen gingen in ihrer Studie der Frage nach, wie die Effekte einer hom\u00f6opathischen Krebstherapie unter realen Praxisbedingungen aussehen. <strong>Das Wissenschaftsblog \u201eInformationen zur Hom\u00f6opathie\u201c zieht folgendes Fazit <a href=\"http:\/\/www.informationen-zur-homoeopathie.de\/?p=410\" target=\"_blank\">(2)<\/a>:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\">\u201eDies ist die weltweit erste l\u00e4ngerfristige, systematische Beobachtungsstudie zur hom\u00f6opathischen onkologischen Therapie. Aus der Perspektive der Versorgungsforschung verbessert eine hom\u00f6opathische Therapie bei PatientInnen mit onkologischen Erkrankungen die Lebensqualit\u00e4t, allerdings ist das Studiendesign der Studie nicht geeignet, die Therapieeffekte kausal der hom\u00f6opathischen Arznei zuzuschreiben. F\u00fcr einzelne Tumorentit\u00e4ten l\u00e4sst sich noch keine Aussage treffen. <strong>Patienten k\u00f6nnen davon ausgehen, dass die Hom\u00f6opathie ihre Lebensqualit\u00e4t verbessert.<\/strong> Der Einfluss der Hom\u00f6opathie auf das Tumorgewebe selbst wurde in der Studie nicht untersucht.\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Quellen:<\/h2>\n<p><strong>(1) <\/strong><a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/studieren\/nachrichten\/50563\/Verbundprojekt-zur-Komplementaermedizin-in-der-Onkologie\" target=\"_blank\">Hochschulen &#8211; <strong>Verbundprojekt zur Komplement\u00e4rmedizin in der Onkologie<\/strong>, Deutsches \u00c4rzteblatt, 19.06.2012<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>(2)<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.informationen-zur-homoeopathie.de\/?p=410\" target=\"_blank\"><strong>Hom\u00f6opathie bei Krebserkrankungen<\/strong>, Rostock M, Naumann J, Guethlin C, Guenther L, Bartsch HH, Walach H: Classical homeopathy in the treatment of cancer patients \u2013 a prospective observational study of two independent cohorts. BMC Cancer 2011;11:19., Informationen zur Hom\u00f6oapthie, 01.04.2011<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>(3)<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.springermedizin.at\/fachbereiche-a-z\/i-o\/komplementaermedizin\/?full=25985\" target=\"_blank\">Komplement\u00e4rmedizin &#8211; <strong>Hoher Stellenwert der Hom\u00f6opathie bei Krebs<\/strong>, SpringerMedizin.at, 01.02.2012<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>(4)<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.biomedcentral.com\/1471-2407\/11\/19\" target=\"_blank\">Classical homeopathy in the treatment of cancer patients &#8211; a prospective observational study of two independent cohorts, Matthias Rostock, Johannes Naumann, Corina Guethlin, Lars Guenther, Hans H. Bartsch, Harald Walach, BMC Cancer 2011, 11:19 doi:10.1186\/1471-2407-11-19<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\" target=\"_self\"><strong>Home<\/strong><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Angebote und Informationsbed\u00fcrfnisse zum Thema Komplement\u00e4rmedizin in der Krebsbehandlung liegen gegenw\u00e4rtig vor und auf welchen Wegen kann fundiertes Wissen bestm\u00f6glich an Patienten, Therapeuten und Berater weitergeben werden? 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