{"id":4484,"date":"2012-04-22T06:55:32","date_gmt":"2012-04-22T06:55:32","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4484"},"modified":"2012-04-22T06:55:32","modified_gmt":"2012-04-22T06:55:32","slug":"zeit-wissen-max-rauner-glanzt-mit-halbwissen-uber-edzard-ernst-und-die-homoopathie-kleiner-faktencheck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4484","title":{"rendered":"ZEIT Wissen: Max Rauner gl\u00e4nzt mit Halbwissen \u00fcber Edzard Ernst und die Hom\u00f6opathie &#8211; kleiner Faktencheck"},"content":{"rendered":"<p><strong>Journalismus lebt von guten Geschichten. <a href=\"http:\/\/community.zeit.de\/user\/max-rauner\" target=\"_blank\">Max Rauner<\/a>, Redakteur des Magazins ZEIT Wissen, hat eine unterhaltsame Geschichte geschrieben: Unter dem Titel <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-wissen\/2012\/01\/Portrait-Ezard-Ernst\" target=\"_blank\">\u201eEdzard gegen Charles\u201c<\/a> beschrieb er den Streit zwischen \u201edem Professor und dem Prinzen\u201c zum Thema Hom\u00f6opathie. <span style=\"color: #993300;\">Dabei wird Edzard Ernst<\/span>,<span style=\"color: #993300;\"> Professor f\u00fcr Alternativmedizin <\/span><\/strong><span style=\"color: #993300;\"><strong>der Universit\u00e4t Exeter <\/strong><\/span><strong><span style=\"color: #993300;\">im Ruhestand,<\/span> <span style=\"color: #993300;\">als herausragende Kapazit\u00e4t in Sachen Komplement\u00e4rmedizin und insbesondere Hom\u00f6opathieforschung dargestellt<\/span>, der Prinz Charles \u2013 einen der prominentesten Bef\u00fcrworter der Hom\u00f6opathie \u2013 attackiert. Die wissenschaftliche \u201eWahrheit\u201c auf Seiten des Professors, so der Tenor. Ernst wolle zeigen, \u201edass sich die Alternativmedizin mit wissenschaftlichen Methoden erforschen l\u00e4sst, und zwar selbst so eine individualisierte und bizarre Behandlung wie die Hom\u00f6opathie\u201c, erkl\u00e4rt Rauner.<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-wissen\/2012\/01\/Portrait-Ezard-Ernst\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"ZEIT Wissen: Max Rauner gl\u00e4nzt mit Halbwissen \u00fcber Edzard Ernst und die Hom\u00f6opathie \u2013 kleiner Faktencheck\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/132_ZEIT_WISSEN_Max_Rauner_Edzard_Ernst.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"308\" \/><\/a><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Recherche gef\u00e4llig, Herr Rauner?<\/h2>\n<p>Eine sorgf\u00e4ltig durchgef\u00fchrte Recherche ist laut Journalistenverb\u00e4nden die Grundlage jedes seri\u00f6sen Qualit\u00e4tsjournalismus. Recherchiert man die wissenschaftliche Reputation von Prof. Edzard Ernst zum Thema Hom\u00f6opathie, so wird deutlich: Experten wie z. B.<em> Shang et al. <\/em>(2005) konnten <span style=\"color: #993300;\"><strong>nicht eine einzige qualitativ hochwertige Studie zur Hom\u00f6opathie<\/strong><\/span> finden, die Edzard Ernst durchgef\u00fchrt und publiziert hat \u2013 <em>Prim\u00e4rforschung<\/em> Fehlanzeige. Stattdessen hat Herr Ernst zahlreiche <em>systematische \u00dcbersichtsarbeiten<\/em> verfasst, sogenannte Reviews, die Ergebnisse anderer Studien zusammenfassen sollen. Auch Ernsts Reviews besitzen jedoch \u2013 laut Forscher-Kollegen \u2013 eine <span style=\"color: #993300;\"><strong>fragw\u00fcrdige Qualit\u00e4t<\/strong><\/span>. Mehr dazu weiter unten.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>\u201eSubjektive Beobachtungen\u201c<\/h2>\n<p>Die Pressestelle des <em>Deutschen Zentralvereins hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4)<\/em> hat Max Rauner mit Ergebnissen eines \u201ekleinen Faktenchecks\u201c konfrontiert und nachgefragt, auf welcher Grundlage das Magazin <em>ZEIT Wissen<\/em> <span style=\"color: #993300;\"><strong>Herrn Ernst als alleinigen Kronzeugen zur Hom\u00f6opathie-Forschung<\/strong><\/span> heranzieht \u2013 und dessen Thesen als aktuellen Stand der Forschung in der Komplement\u00e4rmedizin stehen l\u00e4sst, ohne sie einzuordnen. <span style=\"color: #993300;\"><strong>W\u00e4re nicht genau dieses Einordnen die Aufgabe eines Wissenschaftsmagazins?<\/strong><\/span> S\u00e4mtliche ihm gestellte Sachfragen ignorierend schreibt Rauner als Begr\u00fcndung f\u00fcr sein journalistisches Vorgehen: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eBei meinem Artikel in ZEIT Wissen handelt es sich um die journalistische Stilform eines Portraits.\u201c<\/em><\/span> Auf die Nachfrage, ob ein Portr\u00e4t f\u00fcr ihn also eine \u201eHofberichterstattung\u201c f\u00fcr den Portr\u00e4tierten bedeute, oder ob die Tatsachenbehauptungen des Portr\u00e4tierten vor dem Hintergrund einer journalistischen Recherche gepr\u00fcft und eingeordnet werden m\u00fcssen, antwortet Rauner: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eDie Portraits, die ich schreibe, beruhen immer auf <strong>subjektiven Beobachtungen<\/strong>\u201c<\/em><\/span>, und l\u00e4sst wissen, <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201ebitte haben Sie Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass ich nicht \u00fcber Fragen zum Journalismus diskutieren m\u00f6chte.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Ob er Professor Ernst f\u00fcr eine \u201eKapazit\u00e4t auf dem Gebiet der Hom\u00f6opathieforschung\u201c halte? Diese wichtige Frage wollte der Wissenschaftsjournalist, nachdem er mit den Fakten konfrontiert wurde, nicht mehr positiv beantworten. Max Rauners Argument, es handele sich um ein Portr\u00e4t, entbindet ihn nicht von sachlicher Kritik, der Sorgfaltspflicht in Hinblick auf Recherche und Tatsachenbehauptungen oder der von Journalistenverb\u00e4nden immer wieder geforderten \u201en\u00f6tigen Distanz\u201c zwischen Berichterstatter und Personen, \u00fcber die berichtet wird.<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Konkret: Wie steht es mit Edzard Ernst in Bezug auf Prim\u00e4rforschung zur Hom\u00f6opathie?<\/h2>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/16125589\" target=\"_blank\">Meta-Analyse von Shang et al. (2005)<\/a> gilt in der Hom\u00f6opathie-Forschung als die aktuellste wissenschaftliche \u00dcbersichtsarbeit zur Frage, ob hom\u00f6opathische Arzneimittel einen \u00fcber Placebo hinausgehenden spezifischen Effekt haben. Sie fasst den diesbez\u00fcglichen Stand der Prim\u00e4rforschung zusammen. Als Grundlage wurden zun\u00e4chst 110 randomisierte und placebokontrollierte Studien von den Forschern gesichtet und bewertet. Der Beitrag von Edzard Ernst: Insgesamt befand sich unter den Studien <span style=\"color: #993300;\"><strong>nur eine einzige Arbeit, die von Edzard Ernst und seiner Arbeitsgruppe stammte<\/strong><\/span> (1). Diese Arbeit zeigt \u00fcbrigens ein leicht positives Ergebnis f\u00fcr die Hom\u00f6opathie. Trotzdem fand die Studie keinen Eingang in den Analysekorpus von Shang und wurde aussortiert. Die Begr\u00fcndung: <span style=\"color: #993300;\"><strong>Ausschluss aufgrund mangelnder methodischer Qualit\u00e4t.<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Dies ist nur<em> ein<\/em> interessanter Sachverhalt, der im Kontext des Artikels relevant ist, von Max Rauner jedoch \u00fcbergangen wird. Dar\u00fcber hinaus geht Rauner mit keinem Wort darauf ein, welche Meinung Forscher bzw. Kollegen von Edzard Ernst, seiner wissenschaftlichen Arbeit und seinen in den Medien verbreiteten Darstellungen haben. Das ist erstaunlich, weil die Reputation eines Wissenschaftlers nicht daran zu messen ist, wie viele \u201eHassmails\u201c er nach eigenen Angaben von Hom\u00f6opathen erh\u00e4lt, sondern wie hoch qualifizierte Kollegen seine wissenschaftliche Arbeit einsch\u00e4tzen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Und wie sind Ernsts systematische \u00dcbersichtsarbeiten zu bewerten?<\/h2>\n<p>Der Medizinforscher <span style=\"color: #993300;\"><strong>Andrew J. Vickers vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York<\/strong><\/span> er\u00f6rterte in einem Editorial des Journals <em>Forschende Komplement\u00e4rmedizin<\/em> (November 2010) die fragw\u00fcrdige Qualit\u00e4t mancher \u00dcbersichtsarbeiten (Reviews). Unter dem Titel <span style=\"color: #993300;\"><strong>\u201eReducing Systematic Review to a Cut and Paste\u201c<\/strong><\/span> <a href=\"http:\/\/content.karger.com\/ProdukteDB\/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&amp;ArtikelNr=322397&amp;Ausgabe=254654&amp;ProduktNr=224242&amp;filename=322397.pdf\" target=\"_blank\">(2)<\/a> kritisierte er, dass viele Meta-Analysen heutzutage den Charakter von industrieller Flie\u00dfbandproduktion haben und dabei in schneller Folge nahezu identische Texte entstehen. Unter den Negativbeispielen, die laut Vickers das Problem verdeutlichen, befinden sich insgesamt 17 Reviews von Edzard Ernst. Dar\u00fcber hinaus entst\u00fcnden unter Ernst <span style=\"color: #993300;\"><strong>Studien zu Indikationen<\/strong><\/span>, so Vickers, <span style=\"color: #993300;\"><strong>die nahezu keine praktische Relevanz haben<\/strong><\/span> \u2013 beispielsweise zur <em>Akupunktur bei Schizophrenie<\/em> (3).<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>ZEIT WISSEN pr\u00e4sentiert \u201eMeinung\u201c subtil als \u201eStand der Forschung\u201c<\/h2>\n<p>H\u00e4tte Max Rauner professionell recherchiert, dann h\u00e4tte er Aussagen von Edzard Ernst, was denn angeblich Stand der Forschung sei, kritisch hinterfragt. Bei <em>ZEIT Wissen<\/em> lesen wir hingegen: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eBis heute sind etwa 200 hochwertige Studien zur Hom\u00f6opathie erschienen. In der Gesamtschau, sagt Ernst, \u201azeigen sie, dass die Hom\u00f6opathie f\u00fcr keine Indikation besser ist als ein Placebo\u2018. Das Kapitel Hom\u00f6opathie ist f\u00fcr ihn abgeschlossen.\u201c<\/em><\/span> Recherche und Gegenrecherche? Rede und Gegenrede? <span style=\"color: #993300;\"><strong>Max Rauner verzichtet darauf<\/strong><\/span>, dabei gibt es zahlreiche Wissenschaftler \u2013 keine Hom\u00f6opathen \u2013 die das komplexe Feld der Hom\u00f6opathieforschung differenzierter betrachten. Einen ersten \u00dcberblick gibt beispielsweise Bj\u00f6rn Bendig in seinem Blogbeitrag:<strong> <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=2737\" target=\"_self\">\u201e\u201aViele Wahrheiten\u2018 in der Wissenschaft. \u2013 Sechs Perspektiven zum aktuellen Stand der Hom\u00f6opathie-Forschung\u201c<\/a><\/strong>.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Fragw\u00fcrdiges von Edzard Ernst<\/h2>\n<p>Dipl.-Stat. Rainer L\u00fcdtke, bis Ende 2011 Biometriker der Carstens-Stiftung mit einer international anerkannten Reputation auf dem Gebiet der Forschung zur Komplement\u00e4rmedizin, ging in einem <strong><a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=3878\" target=\"_blank\">Interview mit CAM Media.Watch<\/a><\/strong> auf die wissenschaftliche Arbeit von Ernst ein: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eEin anderes Beispiel f\u00fcr eine s<strong>chlecht gemachte Metaanalyse<\/strong> ist die Arbeit von Ernst , in der er Klaus Lindes Daten reanalysierte. Hier begeht Herr Ernst <strong>eine Reihe statistischer Fehler<\/strong>, wie ich in einem Kommentar der gleichen Zeitschrift nachweisen konnte \u201c<\/em><\/span> <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/11781130.1\" target=\"_blank\">(4)<\/a>. Rainer L\u00fcdtke spricht hier nicht von Fl\u00fcchtigkeitsfehlern, wie sie auch in wissenschaftlichen Arbeiten vorkommen k\u00f6nnen. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Er spricht von grundlegenden statistischen Fehlern, die in Metaanalysen nicht vorkommen d\u00fcrfen.<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Weiterhin sagt L\u00fcdtke zu einer Metaanalyse von Edzard Ernst aus dem Jahr 2010 zum Fibromyalgiesyndrom: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eIm Abstract seiner Metaanalyse kritisiert Ernst eine randomisierte Doppelblindstudie von Bell aus dem Jahr 2004 als <strong>\u201anot without serious flaws\u2018<\/strong>, was \u00fcbersetzt <strong>\u201amit schweren Fehlern behaftet\u2018 <\/strong>hei\u00dft. Im Text der Publikation geht er auf diese Behauptung jedoch mit keinem Wort ein.\u201c<\/em><\/span> Was bedeutet das? Wenn das Abstract als Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Publikation etwas ank\u00fcndigt, was von der Untersuchung nicht eingel\u00f6st wird, spricht das f\u00fcr <span style=\"color: #993300;\"><strong>grobe M\u00e4ngel in der \u201ewissenschaftlichen Arbeit\u201c<\/strong><\/span> \u2013 jeder Student w\u00fcrde f\u00fcr ein solches Vorgehen von seinem Professor abgestraft.<\/p>\n<p>Bei Max Rauner klingt das anders. Er zitiert Ernst mit den Worten: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eIch spreche auf der Basis der Evidenz\u201c<\/em><\/span>, und Medizin ohne Evidenz sei wie ein Auto ohne R\u00e4der. <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eUnd weil die anderen das nicht verstanden, \u00e4nderte Ernst seine Strategie. Er gab Interviews und schrieb Kolumnen \u00fcber seine Forschung f\u00fcr Zeitungen. F\u00fcr die Presse wurde er zu Gro\u00dfbritanniens f\u00fchrendem quackbuster, zum Scharlatan-Schreck\u201c<\/em><\/span>, erkl\u00e4rt Rauner. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Die wissenschaftlichen Grundlagen f\u00fcr Ernsts Behauptungen l\u00e4sst er dabei offen.<\/strong><\/span> Und dass Ernsts Thesen dazu geeignet sind, medial in Szene gesetzt zu werden, ersetzt keine wissenschaftliche Reputation.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=3289\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Esowatch.com-Interview mit Edzard Ernst\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/133_Edzard_Ernst_EW-Interview.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"311\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Geh\u00f6rt die \u201ewissenschaftliche Wahrheit\u201c zum Thema Hom\u00f6opathieforschung Edzard Ernst allein?<\/h2>\n<p>Er selbst hat das in einem <a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=3289\" target=\"_blank\">Online-Interview im September 2011<\/a> nahegelegt und klargestellt, was er von seinen Forscher-Kollegen h\u00e4lt: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eJa, <strong>die meisten, wenn nicht alle meiner Kollegen <\/strong>benutzen <strong>Wissenschaft wie ein Betrunkener eine Stra\u00dfenlaterne<\/strong> \u2013 zum Anlehnen und nicht zur Erleuchtung. Ich bin zum Schluss gekommen, dass der Grund daf\u00fcr darin liegt, dass sie in Wirklichkeit Bef\u00fcrworter der Alternativmedizin sind.\u201c <\/em><\/span>Und doch, die Geschichte von Max Rauner funktioniert. Der \u201ewahrheitsliebende\u201c Professor hat sich im Alleingang <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eviele Feinde gemacht. Bis ins britische K\u00f6nigshaus\u201c<\/em><\/span>, beginnt Rauner. Am Ende werden zwei seiner \u201eGegner\u201c zum Ritter geschlagen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>\u201eWissenschaft bewegt uns\u201c, lautet der Slogan auf dem Cover von ZEIT Wissen<\/h2>\n<p>Nimmt man die Redaktion beim Wort, konterkariert der genannte Beitrag diese Behauptung erheblich und f\u00fchrt nahtlos zu der Frage: <span style=\"color: #000000;\">Was bewegte Max Rauner zu seiner Geschichte?<\/span> Was der Journalist von Richtigstellungen in den Medien h\u00e4lt, macht der \u201eWissenschaftsredakteur\u201c ebenfalls in seinem Artikel deutlich. Der <em>Deutsche Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4)<\/em> hatte darauf aufmerksam gemacht, dass die von Journalisten gerne aufgegriffene <span style=\"color: #993300;\"><strong>Behauptung von Edzard Ernst \u00fcber sich selbst \u2013 er sei ein ausgebildeter Hom\u00f6opath \u2013 eine falsche Tatsachenbehauptung darstellt<\/strong><\/span> (<a href=\"http:\/\/www.dzvhae.com\/portal\/pics\/abschnitte\/310510012239_homoeopathischenachrichtenmai10.pdf\" target=\"_blank\">HN Mai 2010<\/a>). Ernst hatte das im <em>British Journal of Clinical Pharmacology<\/em> von sich behauptet <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC1874503\/?tool=pubmed\" target=\"_blank\">(5)<\/a>, der <em>DZVh\u00c4<\/em> stellte Ernst zur Rede und forderte eine \u00f6ffentliche Richtigstellung. Seit dem schreibt Ernst zum Thema:<span style=\"color: #333399;\"><em> \u201eIch glaube nicht, dass ich mich jemals als \u201aausgebildeter Hom\u00f6opath\u2018 bezeichnet habe.\u201c<\/em><\/span> <span style=\"color: #993300;\"><strong>Bei Max Rauner liest sich der Sachverhalt so:<\/strong><\/span> <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eEdzard Ernst ist heute der Buhmann der Alternativmediziner. Er habe gar keine hom\u00f6opathische Ausbildung, schimpfte im vergangenen Jahr der Deutsche Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p>Der <em>DZVh\u00c4<\/em> l\u00e4dt die <em>ZEIT Wissen<\/em>-Redaktion und Max Rauner nach wie vor herzlich dazu ein, zu dem hier vorliegenden \u201eFaktencheck\u201c \u00f6ffentlich und sachlich Stellung zu nehmen. Da die <em>DZVh\u00c4<\/em>-Redaktion aus Gr\u00fcnden der Lesbarkeit hier nur einige Aspekte zur Sache beleuchtet, verweisen wir den interessierten Leser dar\u00fcber hinaus auf den umfassenden<strong> <a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=5604\" target=\"_blank\">\u201egro\u00dfen Faktencheck\u201c zum Thema, publiziert im Weblog CAM Media.Watch<\/a><\/strong>. Besonders interessant dabei: <span style=\"color: #993300;\"><strong>Max Rauners falsche Darstellungen rund um den sogenannten \u201eSmallwood Report\u201c<\/strong><\/span>. Sie m\u00f6gen journalistische Artikel auf der Grundlage <em>sorgf\u00e4ltiger<\/em> und <em>tiefer Recherche<\/em>? Dann lesen Sie doch mal rein.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Quellen:<\/h2>\n<p><strong>(1) <\/strong>Ernst, E., Saradeth, T., Resch, K.L., (1990) Complementary therapy of varicose veins &#8211; a randomized, placebo controlled, double-blind trial Phlebology Vol. 5 pp.157-163<br \/>\n<strong>(2)<\/strong> <a href=\"http:\/\/content.karger.com\/ProdukteDB\/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&amp;ArtikelNr=322397&amp;Ausgabe=254654&amp;ProduktNr=224242&amp;filename=322397.pdf\" target=\"_blank\">Andrew J. Vickers, Reducing Systematic Review to a Cut and Paste, Forsch Komplementmed 2010;17:303\u2013305<\/a><br \/>\n<strong>(3)<\/strong> Lee MS, Shin BC, Ronan P, Ernst E: Acupuncture for schizophrenia: A systematic review and metaanalysis. Int J Clin Pract 2009;63:1622\u20131633<br \/>\n<strong>(4)<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/11781130.1\" target=\"_blank\">Rainer L\u00fcdtke, Statistical comments on a re-analysis of a previous meta-analysis of homeopathic RCTs, J Clin Epidemiol. 2002 Jan;55(1):103-4.<\/a><br \/>\n<strong>(5) <\/strong><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC1874503\/?tool=pubmed\" target=\"_blank\">Edzard Ernst, A systematic review of systematic reviews of homeopathy, Br J Clin Pharmacol. 2002 December; 54(6): 577\u2013582. <\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\" target=\"_self\"><strong>Home<\/strong><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Journalismus lebt von guten Geschichten. 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