{"id":4309,"date":"2012-03-30T09:35:01","date_gmt":"2012-03-30T09:35:01","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4309"},"modified":"2012-03-30T09:35:02","modified_gmt":"2012-03-30T09:35:02","slug":"hilfe-die-homoopathie-ist-kaputt-kommentar-zur-hamp-des-bloggers-%e2%80%9emerdeister%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4309","title":{"rendered":"Hilfe! Die Hom\u00f6opathie ist kaputt. Kommentar zur HAMP des Bloggers \u201eMerdeister\u201c."},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #000000;\">Hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfungen (HAMP) und ihre Besonderheiten<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>Der Blogger \u201eMerdeister\u201c macht eine Arzneimittelpr\u00fcfung und ver\u00f6ffentlicht seine Erfahrungen in verschiedenen Blogs unter der \u00dcberschrift <span style=\"color: #993300;\">\u201eHilfe! Die Hom\u00f6opathie ist kaputt.\u201c<\/span> Identische Beitr\u00e4ge finden sich bei <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/merdeister\/hilfe-homoeopathie-ist-kaputt\" target=\"_blank\">\u201eder Freitag\u201c<\/a> und im WordPress-Blog <a href=\"http:\/\/dieausrufer.wordpress.com\/2012\/01\/08\/hilfe-die-homoopathie-ist-kaputt\/\" target=\"_blank\">\u201edie Ausrufer\u201c<\/a>. Ansonsten \u00e4u\u00dfert sich \u201eMerdeister\u201c in einer Reihe von <a href=\"http:\/\/dieausrufer.wordpress.com\/tag\/homoopathie\/\" target=\"_blank\">Hom\u00f6opathie-kritischen Beitr\u00e4gen<\/a>, die von mehr S\u00fcffisanz als Sachkenntnis gepr\u00e4gt sind. Dennoch ist der Bericht \u00fcber seine hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfung zu w\u00fcrdigen, weil er sich ernsthafter am Thema hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfung versucht, als das sonst bei Aktivisten der <a href=\"http:\/\/www.psychophysik.com\/de\/glaubenssysteme\/skeptiker\/896-das-skeptiker-syndrom-zur-mentalitat-der-gwup\" target=\"_blank\">\u201eSkeptiker\u201c-Bewegung<\/a> \u00fcblich ist.<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/merdeister\/hilfe-homoeopathie-ist-kaputt\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Friedrich Schenk alias Blogger \u201eMerdeister\u201c\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/129_Friedrich_Schenk_alias_Blogger_Merdeister.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"324\" \/><\/a><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Er schreibt nun:<\/h2>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201e<strong>Seit einer Woche nehme ich die Globuli <\/strong>in der Erwartung furchtbarer Leiden. Was mir da vorher angek\u00fcndigt wurde, war wirklich angsteinfl\u00f6ssend und selbst wenn ich nicht an Voodoo glaube, fesselt mich die spannende Beschreibung einer Zeremonie. Ich mag ja auch Harry Potter.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>Bisher ist es jedoch bei der Erwartung geblieben. Dienstag Vormittag hatte ich kurz leichte Bauchschmerzen, die waren aber nach wenigen Minuten wieder weg. Mittwoch konnte ich mich den ganzen Tag nicht gut konzentrieren und Abends war mir beim Sport kurz ein wenig schlecht. Donnerstag hatte ich ein wenig Muskelkater, konnte mich aber wieder besser konzentrieren. Freitag hatte ich wieder ein bisschen kneifen im Bauch, was auch nach wenigen Minuten verschwand. Achso, der Vollst\u00e4ndigkeit halber, hatte ich am Freitag auch ein bisschen Verstopfung, das war aber Abends vorbei, mehr Details zu dem Thema gibt es nicht.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>Das sind jedoch alles Dinge, die nichts ungew\u00f6hnliches in meinem Leben sind, <strong>daher nun die Frage, was mache ich falsch? <\/strong>Ich nehme drei mal am Tag drei Globuli, lege sie unter die Zunge, bis sie sich aufgel\u00f6st haben und achte sogar darauf 30min Pause zum Z\u00e4hneputzen zu lassen.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<h2>Kommentar:<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Curt K\u00f6sters, Deutscher Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) e.V.\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/019_Curt_Koesters_C.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"164\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>Sehr geehrter \u201eMerdeister\u201c,<\/strong><\/p>\n<p>Sie machen nichts falsch, allenfalls sind ein paar Dinge zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, welche angsteinfl\u00f6\u00dfenden Symptome Ihnen da vorher angek\u00fcndigt wurden, aber ganz so einfach ist das nicht.  Ihren Versuch einer Arzneimittelpr\u00fcfung nehme ich mit Respekt zur Kenntnis. Als junger und eher skeptischer Medizinstudent habe auch ich seinerzeit selbst experimentiert, weil ich erst mal erfahren wollte, was denn nun wirklich dran ist an der <a href=\"http:\/\/www.informationen-zur-homoeopathie.de\/\" target=\"_blank\">Hom\u00f6opathie<\/a>.<\/p>\n<p>Offenbar war ich etwas gl\u00fccklicher bei der Auswahl des Mittels. Jedenfalls bekam ich nach der wiederholten Einnahme von<strong> <span style=\"color: #993300;\">Sulfur D30<\/span><\/strong> eine <a href=\"http:\/\/flexikon.doccheck.com\/Impetigo_contagiosa\" target=\"_blank\">Impetigo contagiosa<\/a>, und das war nun wirklich nichts, was ich jede Woche bekam.<\/p>\n<p>Aber da man nun den berechtigten Einwand erheben kann, dass diese <em>Impetigo<\/em>, wie der Name schon sagt, <em>ansteckend<\/em> ist und mich vielleicht doch ganz schlicht <em>angesteckt<\/em> haben k\u00f6nnte und mich das noch nicht \u00fcberzeugt hatte, habe ich dann nach etwas Wartezeit die Einnahme von Sulfur wiederholt.<\/p>\n<p><strong>Daraufhin trat dann keine Impetigo auf, aber doch eine eitrige Entz\u00fcndung an anderer Stelle. Und diese Form von unscharfer Reproduzierbarkeit scheint typisch zu sein f\u00fcr hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfungen. Ebenso bekommen verschiedene Menschen, die auf das gleiche Mittel reagieren, nicht exakt die gleichen Symptome \u2013 aber doch vergleichbare Symptome, es wird ein Muster erkennbar.<\/strong><\/p>\n<p>In der Folgezeit habe ich dann auch noch <span style=\"color: #993300;\"><strong>mit anderen Mitteln experimentiert<\/strong><\/span>. Unter anderem bin ich der Frage nachgegangen, ob es mir wohl gelingen w\u00fcrde, im <em>Blindtest <\/em>herauszufinden, welches Mittel ich eingenommen hatte. Mir selbst ist das damals nicht gelungen. Ein erfahrener hom\u00f6opathischer Kollege, den ich daraufhin konsultierte, war dann aber in der Lage anhand meiner Symptome das eingenommene Mittel (<em>Coffea C 30<\/em>) zu identifizieren.<\/p>\n<p>Bei dieser Befragung habe ich eine Menge gelernt \u00fcber hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfungen. Mir wurde bewusst, dass ich bei der eingehenden Befragung durch den konsultierten Kollegen Symptome erz\u00e4hlte, die mir vorher gar nicht aufgefallen waren &#8211; weil ich<span style=\"color: #993300;\"><strong> diese Symptome vorher schlicht \u00fcbersehen hatte<\/strong><\/span>. Beispielsweise trug ich in dieser Zeit eine M\u00fctze, was ich nie vorher getan habe und auch sp\u00e4ter nicht mehr. Das war etwas, was ich zun\u00e4chst nicht in den Zusammenhang gebracht hatte und was dem Kollegen durch schlichte Beobachtung auffiel. Weiterhin fiel meiner Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Staatsexamens ein ver\u00e4ndertes Verhalten auf, n\u00e4mlich eine gewisse Neigung zur Redseligkeit und  abschweifenden Ideen, die so vorher nicht bestand. B\u00f6se Zungen w\u00fcrden jetzt sagen, dass ich diese Neigung leider behalten habe. Aber auch das hatte ich vor der Befragung nicht in den Zusammenhang gebracht. Seither denke ich, dass zu einer ordentlichen Arzneimittelpr\u00fcfung nicht nur ein<span style=\"color: #993300;\"><strong> Pr\u00fcfer<\/strong><\/span> geh\u00f6rt, der das Mittel einnimmt, sondern auch ein <span style=\"color: #993300;\"><strong>Pr\u00fcfarzt<\/strong><\/span>, <em>der den Pr\u00fcfer befragt<\/em>.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Fehleranalyse:\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/131_Fehleranalyse_HAMP.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"90\" \/><br \/>\n<strong>Verschiedene Aspekte waren bei Ihrer Arzneimittelpr\u00fcfung nicht ganz fachgerecht:<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>1. Anamnese:<\/h2>\n<p>Erstens: Es ist sinnvoll vorher eine <a href=\"http:\/\/www.dzvhae.com\/portal\/loader.php?navigation=76474&amp;org=76410&amp;seite=76472\" target=\"_blank\">Anamnese<\/a> zu machen. Dabei wird gekl\u00e4rt, <em>welche Symptome die Pr\u00fcfer schon unabh\u00e4ngig von der Pr\u00fcfung haben<\/em>. Der Vorteil dabei: Man wei\u00df dann, ob das <em>\u201ebisschen kneifen im Bauch\u201c<\/em> ein <span style=\"color: #993300;\"><strong>Pr\u00fcfungssymptom<\/strong><\/span> ist, oder <span style=\"color: #993300;\"><strong>ob es normalerweise auch vorkommt<\/strong><\/span>. Die retrospektive Feststellung ist in dieser Hinsicht n\u00e4mlich nicht besonders zuverl\u00e4ssig, weder in positiver noch in negativer Hinsicht. Ich selbst habe jedenfalls nicht jede Woche ein \u201ebisschen kneifen im Bauch\u201c, aber vielleicht trifft das f\u00fcr Sie tats\u00e4chlich zu.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>2. Pr\u00fcfarzt:<\/h2>\n<p>Zweitens braucht es also einen Pr\u00fcfarzt, der die Anamnese durchf\u00fchrt und die Pr\u00fcfung begleitet.<\/p>\n<p><strong>Offenbar gehen Sie davon aus, dass es die Aufgabe einer hom\u00f6opathischen Arzneimittelpr\u00fcfung sei, die <span style=\"color: #993300;\">Wirksamkeit<\/span> hom\u00f6opathischer Mittel zu belegen; Sie erwarten spektakul\u00e4re Symptome. Beides ist ein Missverst\u00e4ndnis. Ziel und Aufgabe einer hom\u00f6opathischen Arzneimittelpr\u00fcfung ist lediglich die <span style=\"color: #993300;\">Dokumentation der Wirkungen eines Arzneimittels<\/span>.<\/strong><\/p>\n<p>Eine hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfung h\u00e4tten Sie also ebenso machen k\u00f6nnen, indem Sie ein paar kr\u00e4ftige Tassen Kaffee trinken; auch Kaffee hat ja eine deutliche Wirkung auf den menschlichen Organismus. Entscheidend ist dabei allerdings, dass Sie die <em>Wirkung genau beobachten und dokumentieren<\/em>; schriftliche Aufzeichnungen \u2013 zeitnah &#8211; vor der Mitteleinnahme und dann fortlaufend w\u00e4hrend und nach der Mitteleinnahme, und zeitgleich auch eine <em>Dokumentation des Pr\u00fcfarztes<\/em>. Es kommt dabei also auch nicht darauf an, ob das eine Hochpotenz ist oder nicht \u2013 es geht nur um die Arzneiwirkungen.<\/p>\n<p>Warum Arzneimittelpr\u00fcfungen in Hochpotenzen dennoch ihre Berechtigung haben, w\u00e4re eines eigenen Artikels wert. Wir unterscheiden dabei auch nicht zwischen <span style=\"color: #993300;\"><strong>Wirkungen <\/strong><\/span>und <span style=\"color: #993300;\"><strong>Nebenwirkungen<\/strong><\/span> \u2013 und unser Organismus unterscheidet das auch nicht. Spektakul\u00e4r m\u00fcssen die Symptome auch gar nicht sein. Wichtig ist allerdings, dass die Symptome sehr genau beschrieben werden.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>3. Pr\u00e4zise Beschreibung:<\/h2>\n<p>Und hier kommen wir zu Drittens: Mit <em>\u201eein bisschen kneifen im Bauch\u201c<\/em> k\u00f6nnen wir leider nicht viel anfangen. Und mal abgesehen davon, dass es durchaus sein k\u00f6nnte, dass die beschriebenen Symptome gar nichts mit dem eingenommenem Arzneimittel zu tun haben (klar ist das aber leider nicht); abgesehen davon sind sie einfach viel zu ungenau beschrieben.<\/p>\n<p><strong>W\u00e4re Ihre Pr\u00fcfung nun begleitet worden durch einen hom\u00f6opathisch ausgebildeten Pr\u00fcfarzt, h\u00e4tte der ein paar Fragen gestellt.<\/strong> Nat\u00fcrlich als erstes die Frage, ob Sie dieses Kneifen im Bauch <em>kennen <\/em>und <em>jeden Tag haben<\/em>. Dann h\u00e4tte er z.B. auch gefragt, ob dieses Kneifen bei einer <em>bestimmten K\u00f6rperhaltung<\/em> auftrat, oder besser wurde, ob <em>Bewegung <\/em>einen Einfluss auf das Symptom hat oder die <em>Tageszeit<\/em>, ob es im <em>Zusammenhang mit Essen<\/em> auftrat, oder im <em>Zusammenhang mit Stuhlgang<\/em>, nur um ein paar Beispiele zu nennen.<strong> Ihre Symptombeschreibung ist jedenfalls viel zu ungenau; auch nur eine grobe Vermutung \u00fcber das eingenommene Mittel ist so nicht m\u00f6glich.<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>4. Beobachtung einer Gruppe:<\/h2>\n<p>Ohnehin ist aber \u2013 und hier kommen wir zu Viertens\u2013 eine <em>Gruppe notwendig<\/em> f\u00fcr eine hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfung; mindestens bei einer Arzneimittelpr\u00fcfung mit Hochpotenzen. Bei einer <span style=\"color: #993300;\"><strong>einzelnen Person<\/strong><\/span> ist es \u2013 auch dann wenn sie auf das Mittel deutlich reagiert \u2013 in der Tat nicht ganz einfach zu unterscheiden, welche Symptome einfach nur auf diese Person zur\u00fcckgehen und welche Symptome auf das eingenommene Mittel. Bei <span style=\"color: #993300;\"><strong>einer Gruppe<\/strong><\/span> wird das deutlicher; wenn eine Gruppe von Pr\u00fcfern ein Mittel in Hochpotenz pr\u00fcft, entwickeln diese Pr\u00fcfer keineswegs alle die gleichen Symptome; betrachtet man aber die Gesamtheit der Symptome, zeigt sich ein <em>Muster<\/em>: Beispielsweise treten dann viele Symptome auf der linken Seite auf, oder werden durch Ersch\u00fctterung oder Ber\u00fchrung hervorgerufen, oder gehen einher mit einem stechenden Schmerz, oder Schmerzen strahlen aus in andere K\u00f6rperteile. Dabei entwickelt kein einzelner Pr\u00fcfer die Gesamtsymptomatik. Einzelne Symptome sind wenig aussagekr\u00e4ftig, das <em>Muster aber ist spezifisch f\u00fcr ein bestimmtes Mittel<\/em>.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>Dass eine Gruppe von erfahrenen Pr\u00fcfern ein spezifisches Muster entwickelt und dass sich dieses Muster auch identifizieren und dem verabreichten Mittel zuordnen l\u00e4sst, ist mittlerweile auch best\u00e4tigt in einer Serie von neueren <a href=\"http:\/\/www.psychophysik.com\/h-blog\/?p=6308\" target=\"_blank\">doppelblind durchgef\u00fchrten Arzneimittelpr\u00fcfungen<\/a>:<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Hom\u00f6opathie: Neues Studiendesign belegt spezifische Effekte. \u00bbHomeopathic pathogenetic trials produce more specific than non-specific symptoms\u00ab\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/130_Psychopharm.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"216\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>M\u00f6llinger et al:<\/strong><a href=\"http:\/\/www.online.karger.com\/ProdukteDB\/produkte.asp?Aktion=ShowAbstract&amp;ArtikelNr=82120&amp;Ausgabe=230578&amp;ProduktNr=224242\" target=\"_blank\"> A Double-Blind, Randomized, Homeopathic Pathogenetic Trial with Healthy Persons: Comparing Two High Potencies. Forsch Komplement\u00e4rmed Klass Naturheilkd <strong>2004<\/strong>; 11: 274-280.<\/a><\/p>\n<p><strong>M\u00f6llinger H, Schneider R:<\/strong><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.com\/ejournals\/abstract\/ahz\/doi\/10.1055\/s-2007-968064\" target=\"_blank\"> Hom\u00f6opathie: mehr als nur Placeboeffekt? &#8211; Ergebnisse einer randomisierten, dreiarmigen, placebokontrollierten Doppelblindstudie zum Vergleich der Effekte von Verum und Placebo bei einer hom\u00f6opathischen Arzneimittelpr\u00fcfung. AHZ <strong>2007<\/strong>; 252: 72-76.<\/a><\/p>\n<p><strong>M\u00f6llinger et al: <\/strong><a href=\"http:\/\/www.online.karger.com\/ProdukteDB\/produkte.asp?Aktion=ShowAbstract&amp;ArtikelNr=209386&amp;Ausgabe=247634&amp;ProduktNr=224242\" target=\"_blank\">Homeopathic Pathogenetic Trials Produce Specific Symptoms Different from Placebo. Forsch Komplementmed 2009; 16: 105-110.<\/a><\/p>\n<p><strong>Und das ist dann durchaus ein zus\u00e4tzlicher Beleg f\u00fcr die Wirksamkeit von Hochpotenzen. Die Hom\u00f6opathie ist also nicht kaputt, sondern leider nur etwas komplizierter.<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\nDennoch kann man sich fragen, ob die hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfung nicht verbesserungsf\u00e4hig w\u00e4re. Sie wird in dieser Form seit Hahnemann fast unver\u00e4ndert praktiziert. Es w\u00e4re durchaus zu er\u00f6rtern und zu erproben, ob andere <em>Einnahmemodi <\/em>oder andere <em>Potenzierungsformen <\/em>bessere Ergebnisse hervorbringen. Aber dazu gerne ein anderes Mal mehr. Ebenso kann gerne erl\u00e4utert werden, warum ein Mittel, dass in der Arzneimittelpr\u00fcfung bei Ihnen nur <em>\u201eein bisschen kneifen im Bauch\u201c<\/em> verursacht, bei einem Patienten dann zur Behandlung einer schweren akuten Krankheit eingesetzt werden kann.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Hom\u00f6opathische Anamnese und die Problematik technischer Befunde<\/h2>\n<p>Auch eines eigenen Artikels wert w\u00e4re die <em>hom\u00f6opathische Anamnese<\/em>. Die ist \u2013 wie oben nur kurz angedeutet, wesentlich differenzierter als die <em>Anamnese in der konventionellen Medizin<\/em>. Und auch bei etlichen medizinischen Hochschullehrern, die der Hom\u00f6opathie mit ebenso gro\u00dfer Skepsis gegen\u00fcberstehen wie Sie, gilt die hom\u00f6opathische Anamnese in ihrer Genauigkeit als vorbildlich. \u2013 Heute haben allerdings <span style=\"color: #993300;\"><strong>technische Befunde<\/strong><\/span> (bildgebende Verfahren und Laborwerte) eine \u00fcberragende Bedeutung; die <span style=\"color: #993300;\"><strong>Anamnese und k\u00f6rperliche Untersuchung<\/strong><\/span> sind allenfalls noch Hilfsmittel um die technischen Untersuchungen zielgerichteter einzusetzen. Aber so wertvoll technische Befunde sind, zur Best\u00e4tigung oder Ausschluss von Verdachtsdiagnosen, so problematisch sind sie als reine Suchtests.<\/p>\n<p>Manchmal findet man in <em>technischen Untersuchungen<\/em> etwas, was aber dann nur ein<span style=\"color: #993300;\"><strong> Zufallsbefund<\/strong><\/span> ist, lange und aufw\u00e4ndige weitere Untersuchungen ausl\u00f6st und am Ende doch zu nichts f\u00fchrt. Oder man findet einen objektiven Befund (z.B. eine durch Magenspiegelung gesicherte Gastritis) und ordnet diesen Befund den Beschwerden des Patienten zu, obwohl eine genauere Anamnese erg\u00e4ben h\u00e4tte, dass die Symptome eigentlich eher auf eine St\u00f6rung der Bauchspeicheldr\u00fcse hinweisen. Die Behandlung geht dann mit hohem Aufwand in die falsche Richtung.<\/p>\n<p>Auch technische Befunde sagen nicht immer die Wahrheit \u2013 wenn sie Arzt sind und Patienten betreuen (Im <a href=\"http:\/\/dieausrufer.wordpress.com\/das-ausrufer-whos-who-abouts\/whos-who\/\" target=\"_blank\"><em>\u201eWho is who\u201c<\/em> Ihres Blogs \u201eDie Ausrufer\u201c<\/a> steht,<span style=\"color: #993300;\"><strong> Sie seien Mediziner<\/strong><\/span>), wissen Sie wovon ich rede \u2013 und falls nicht, fragen Sie einen \u2013 aber einen, der mit realen Patienten zu tun hat und das nicht erst seit gestern.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Konstruktiver Dialog<\/h2>\n<p>Und wenn ich Sie hier schon direkt anspreche: Ich wei\u00df, dass Sie das lesen werden. Ihre Kommentare sind uns selbstverst\u00e4ndlich willkommen. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Allerdings muss ich Sie dann doch bitten, mit Ihrem Namen zu unterschreiben.<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Uns ist bekannt, dass die \u00fcblichen Gepflogenheiten in Blogs andere sind: <em>Pseudonyme Kommentare<\/em> sind normalerweise m\u00f6glich. Der Ton ist dann aber auch entsprechend. Gedeckt durch das Pseudonym erlauben sich Kommentatoren dann teilweise eine Ausdrucksweise, die vielleicht einem Stammtisch angemessen ist \u2013 ganz sicher nicht aber einer akademischen Diskussion. Es geht uns hier aber um eine m\u00f6glichst sachliche Auseinandersetzung \u00fcber ein Thema, das ohnehin hochgradig emotionalisiert ist.<\/p>\n<p><strong>Kommentare \u2013 auch ausgesprochen kritische \u2013 sind uns daher herzlich willkommen, wenn sie folgende Voraussetzungen erf\u00fcllen: <\/strong><\/p>\n<p>Sie erfolgen unter Nennung des echten Namens; und sie stimmen mit dem allgemeinen Verst\u00e4ndnis an die Anforderungen guter Sitten \u00fcberein. Schm\u00e4hkritik und Feststellungen auf dem Niveau von <em>\u201ePraktisch jede aktuelle Studie, die ihr Glaubulisten veranstaltet, zeigt in die gleiche Richtung: Keine Wirkung \u00fcber Placebo\u201c<\/em> werden nicht ver\u00f6ffentlicht. Differenzierte, fachkompetente und konstruktive Kritik ist ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Ich freue mich auf Ihre Antwort.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\" target=\"_self\"><strong>Home<\/strong><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfungen (HAMP) und ihre Besonderheiten x Der Blogger \u201eMerdeister\u201c macht eine Arzneimittelpr\u00fcfung und ver\u00f6ffentlicht seine Erfahrungen in verschiedenen Blogs unter der \u00dcberschrift \u201eHilfe! Die Hom\u00f6opathie ist kaputt.\u201c Identische Beitr\u00e4ge finden sich bei \u201eder Freitag\u201c und im WordPress-Blog \u201edie Ausrufer\u201c. 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