{"id":4213,"date":"2012-03-03T09:28:04","date_gmt":"2012-03-03T09:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4213"},"modified":"2012-03-03T09:28:04","modified_gmt":"2012-03-03T09:28:04","slug":"antibiotika-toten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=4213","title":{"rendered":"Antibiotika t\u00f6ten."},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Curt K\u00f6sters, Deutscher Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) e.V.\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/019_Curt_Koesters_C.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"164\" \/><\/p>\n<h3><span style=\"color: #000000;\"><strong>Hom\u00f6opathie als Option zum Schutz vor Resistenzen.<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antibiotikum\" target=\"_blank\">Antibiotika<\/a> t\u00f6ten. Das sagt schon der Name. Ansonsten gibt es aber noch einen aktuellen Grund f\u00fcr diese Aussage. Am 29. Februar 2012 wurde die Fr\u00fchgeborenen-Intensivstation des Klinikums Bremen-Mitte geschlossen, nachdem dort wiederum antibiotikaresistente Keime gefunden wurden. Im letzten Jahr waren dort bereits drei Fr\u00fchgeborene an Infektionen mit antibiotikaresistenten Keimen verstorben.<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!88667\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Antibiotoka-Resistenz: Die taz NORD zu Sterbef\u00e4llen bei Fr\u00fchgeborenen.\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/126_taz_NORD_Antibiotika_Fruehgeborene.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"282\" \/><\/a><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Gef\u00e4hrliche Verschreibungspraxis<\/h2>\n<p>Die<em> taz Nord<\/em> kommentiert diesen Vorgang <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!88667\/\" target=\"_blank\">(1)<\/a>: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eNicht nur Babies sind resistenten Keimen schutzlos ausgeliefert, auch alte und andere immunschwache Menschen. Mit denen l\u00e4sst sich aber nicht so gut Politik machen. Wer sich auf eine Station in einem Krankenhaus einschie\u00dft, lenkt davon ab, dass das Gesundheitssystem als solches krank macht und t\u00f6tet.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p>Dieser Kommentar ist mit Sicherheit \u00fcbertrieben und in dieser Weise unangemessen. In unserem Gesundheitswesen gibt es auch viele erfolgreiche und lebensrettende Behandlungen. <span style=\"color: #000000;\">Tatsache ist allerdings, dass zu viele Antibiotika verschrieben werden, und dass diese laxe Verschreibungspraxis t\u00f6dliche Konsequenzen hat.<\/span><\/p>\n<h2>Antibiotika und DDT<\/h2>\n<p>Auf die Problematik der h\u00e4ufigen Antibiotika-Verschreibungen wies erst k\u00fcrzlich auch eine <span style=\"color: #993300;\"><strong>Studie der Universit\u00e4t Bremen<\/strong><\/span> <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/gesundheit\/kinder-in-nrw-schlucken-zu-viele-antibiotika-id6356532.html\" target=\"_blank\">(2)<\/a> hin. Kinder in NRW schlucken zu viele Antibiotika. &#8211; Im Wesentlichen l\u00e4sst sich diesem Befund zustimmen, und dies gilt nat\u00fcrlich nicht nur f\u00fcr NRW. Diese Studie weist auf grunds\u00e4tzliche Probleme unseres Gesundheitswesens hin. Fast jeder &#8211; au\u00dfer vielleicht Hendrik M. Broder, der auch in dieser Frage seinen Ruf als liebenswerter Querkopf pflegt <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3492253164\/ref=as_li_tf_til?tag=clausfritzsch-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3492253164&amp;adid=0H9S6C543BQ8TG6SEDCB&amp;\" target=\"_blank\">(3)<\/a> &#8211; wei\u00df inzwischen, dass die Bek\u00e4mpfung  von Heuschrecken mit DDT problematisch ist, und zwar in verschiedener Hinsicht:<\/p>\n<ul>\n<li> <strong>DDT ist toxisch<\/strong> und steht in dem Verdacht, <em>Krebs <\/em>zu verursachen. Eine absolut selektive Toxizit\u00e4t, die nur Krankheitserreger und nicht den gesunden menschlichen Organismus angreift, gibt es nicht.<\/li>\n<li><strong>DDT ist \u00f6kologisch bedenklich<\/strong>, weil es auch n\u00fctzliche <em>Insekten <\/em>und insbesondere auch <em>V\u00f6gel <\/em>sch\u00e4digt.<\/li>\n<li><strong>DDT verursacht Resistenzen<\/strong> und ist damit auf lange Sicht gesehen ohnehin <em>unwirksam<\/em>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Exakt die gleichen Probleme verursachen auch Antibiotika:<\/p>\n<ul>\n<li> <strong>Antibiotika sind (mehr oder weniger) toxisch<\/strong>. &#8211; Eine absolut selektive Toxizit\u00e4t, die nur Krankheitserreger und nicht den gesunden menschlichen Organismus angreift, gibt es nicht.<\/li>\n<li><strong>Antibiotika sind bedenklich<\/strong>, weil sie auch die <em>n\u00fctzlichen Bakterien<\/em> t\u00f6ten &#8211; z. B. die Bakterienflora des Darms. Sie st\u00f6ren unser<em> inneres \u00d6kosystem<\/em>.<\/li>\n<li><strong>Antibiotika verursachen Resistenzen<\/strong> und sind damit auf lange Sicht <em>unwirksam<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>Mit unseren \u00c4ckern gehen wir inzwischen vern\u00fcnftiger um. Wann sind wir soweit, dieses Wissen auch auf unsere eigenen K\u00f6rper anzuwenden?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Einstweilen aber sollte der Einsatz von Antibiotika strikt beschr\u00e4nkt werden auf <em>Zust\u00e4nde, die ernsthaft lebensbedrohlich sind<\/em>. Der unn\u00f6tige Einsatz von Antibiotika ist ein \u00e4rztlicher Kunstfehler, weil er immense Sch\u00e4den verursacht &#8211; und letzten Endes t\u00f6dlich sein kann, t\u00f6dlich beispielsweise f\u00fcr Neugeborene auf einer Neugeborenen-Intensivstation. Konkret bedeutet das, dass Antibiotika-Gaben in der Massentierhaltung generell und in jedem Fall verboten werden m\u00fcssen und ein Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung &#8211; f\u00fcr Haustiere mag das anders aussehen.<br \/>\nFerner bedeutet das z. B. aber auch, dass die prophylaktische Antibiotika-Gabe nach Zahn-Implantaten nicht indiziert ist.<\/p>\n<h2>Antibiotika: Ursache von Resistenzen<\/h2>\n<p>Antibiotika-Gaben verursachen <a href=\"http:\/\/flexikon.doccheck.com\/Resistenz\" target=\"_blank\">Resistenzen<\/a> und antibiotikaresistente Keime verursachen gro\u00dfe und zunehmende Probleme. Das betrifft ja nicht nur <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klebsiella\" target=\"_blank\">Klebsiellen<\/a> auf Fr\u00fchgeborenen-Intensivstationen. Infektionen mit MRSA (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Multiresistenz#Methicillin-resistente_Staphylococcus_aureus_.28MRSA.29-St.C3.A4mme\" target=\"_blank\">Multi-Resistenten-Staphyloccus-aureus<\/a>) geh\u00f6ren mittlerweile fast zum klinischen Alltag. Antibiotika-Resistenzen sind ein massives, weit verbreitetes und massiv zunehmendes Problem. Selbst das Europa-Parlament hat sich schon damit befasst.<\/p>\n<p>Und es geht dabei nicht nur um die Entstehung von Resistenzen bei den unmittelbar behandelten Erregern. Noch wesentlich <span style=\"color: #993300;\"><strong>problematischer sind wahrscheinlich die Reste der Antibotika in den menschlichen Ausscheidungen<\/strong><\/span>. In den Abw\u00e4ssern und in den Ratten der Kanalisation werden resistente Erreger regelrecht gez\u00fcchtet in dieser Weise. Sp\u00e4testens dort sind n\u00e4mlich die Konzentrationen niedrig genug, um von den Bakterien gut \u00fcberlebt zu werden, aber im Einzelfall doch hoch genug, um zur Bildung von Resistenzen anzuregen. Wie diese Erreger dann ihren Weg finden aus der Kanalisation in die Zitadelle der Spitzenmedizin ist sicherlich eine spannende Geschichte, aber letzten Endes wohl nur eine Frage der Zeit. Ich tippe hier mal auf das <em>Reinigungspersonal<\/em>. (Das <em>Pflegepersonal <\/em>auf solchen Stationen ist ja in aller Regel hochqualifiziert und gut geschult. Die Reinigung von Krankenh\u00e4usern wird aber mittlerweile gerne mal preisg\u00fcnstigen Drittdienstleistern \u00fcberlassen, die mit wechselndem, schlecht ausgebildetem und schlecht bezahlten Personal arbeiten.) In L\u00e4ndern wie Indien gibt es dar\u00fcber hinaus auch erhebliche Probleme mit den Abw\u00e4ssern der entsprechenden Pharma-Industrie. Auch diese Abw\u00e4sser haben &#8211; sofern ungekl\u00e4rt &#8211; interessante Effekte.<\/p>\n<p><strong>L\u00f6sen l\u00e4sst sich das Problem massiv zunehmender Resistenzen nur sehr begrenzt durch zus\u00e4tzliche Hygiene-\u00c4rzte; wenn es resistente Keime gibt werden die immer wieder ihren Weg finden. L\u00f6sen l\u00e4sst sich das Problem nur durch eine deutliche Reduzierung des Antbiotika-Einsatzes.<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Hom\u00f6opathie als n\u00fctzliche Option<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Hom\u00f6opathie &amp; Globuli\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/127_Homoeopathie_Globuli.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"297\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><em>Foto: \u00a9iStockphoto.com\/Ollo<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>Erg\u00e4nzen lassen sich zu der oben genannten Studie aus NRW <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/gesundheit\/kinder-in-nrw-schlucken-zu-viele-antibiotika-id6356532.html\" target=\"_blank\">(2)<\/a> aus hom\u00f6opathischer Sicht allenfalls noch zwei Dinge:<\/strong><\/p>\n<p><em>Erstens:<\/em> Einfache Virusinfekte sind <span style=\"color: #993300;\"><strong>hervorragend hom\u00f6opathisch behandelbar<\/strong><\/span>. Daf\u00fcr braucht es noch nicht einmal eine hom\u00f6opathische Ausbildung (schaden tut sie nat\u00fcrlich auch nicht). Wenn man sich mit entsprechender Literatur f\u00fcr Laien bekannt macht (Hom\u00f6opathische Hausapotheken, diverse B\u00fccher), kann man das in den meisten F\u00e4llen schon recht gut behandeln, selbst ohne eingehende Kenntnisse. Und schon das w\u00fcrde in der Tat schon viele Antibiotika einsparen  &#8211; und alle damit verbundenen Probleme wie z. B. zunehmenden Resistenzen. Und mit etwas eingehender Kenntnis der Hom\u00f6opathie lassen sich dann auch bakterielle Infektionen in aller Regel erfolgreich behandeln. Nach meiner Einsch\u00e4tzung sind 80 Prozent der Antibiotika-Gaben schon aus konventioneller Sicht \u00fcberfl\u00fcssig. Mindestens weitere 15 Prozent lassen sich durch eine sachgerechte hom\u00f6opathische Behandlung noch dar\u00fcber hinaus einsparen.<\/p>\n<p><em>Zweitens aber auch: <\/em>Die von den Kinder\u00e4rzten empfohlene <span style=\"color: #993300;\"><strong>Gabe von fiebersenkenden Mitteln<\/strong><\/span><a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/gesundheit\/kinder-in-nrw-schlucken-zu-viele-antibiotika-id6356532.html\" target=\"_blank\"> (2)<\/a><span style=\"color: #993300;\"><strong> ist in aller Regel ebenfalls nicht sinnvoll<\/strong><\/span>. Fieber ist eine aktive Leistung des Organismus, der damit das Immunsystem hochf\u00e4hrt. Jedes Grad Temperaturerh\u00f6hung bringt eine Steigerung um den Faktor 10. Man fragt sich, ob bestimmte Komplikationen bei Viruserkrankungen nicht wesentlich seltener auftreten w\u00fcrden, wenn deutlich zur\u00fcckhaltender mit fiebersenkenden Mitteln umgegangen w\u00fcrde. Siehe hierzu der Artikel \u201eFieber senken? M\u00f6glichst nicht!\u201c von Prof. Ansgar Lohse und Dr. Stefan Schmiedel <a href=\"http:\/\/www.aerztekammer-hamburg.de\/funktionen\/aebonline\/pdfs\/1260446486.pdf\" target=\"_blank\">(4 &#8211; Seiten 28 und 29)<\/a>.<\/p>\n<p>Und man kann sich dar\u00fcber hinaus fragen, ob die Nutzen-Risiko-Kalkulation f\u00fcr diverse Impfungen nicht anders ausfallen w\u00fcrde, wenn die entsprechenden Erkrankungen nicht mit fiebersenkenden Mitteln behandelt w\u00fcrden. Mindestens f\u00fcr die <em>Spanische Grippe<\/em> und die Behandlung mit <em>Acetylsalicyls\u00e4ure<\/em> trifft das sogar mit t\u00f6dlicher Sicherheit zu.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Quellen:<\/h2>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>(1)<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!88667\/\" target=\"_blank\">Eiken Bruhn, \u201eKrankmachendes Gesundheitssystem &#8211; Die Debatte lenkt ab.\u201c, taz NORD, 28.02.2012<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>(2)<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/gesundheit\/kinder-in-nrw-schlucken-zu-viele-antibiotika-id6356532.html\" target=\"_blank\">Jutta Bublies, \u201eArzneimittel &#8211; Kinder in NRW schlucken zu viele Antibiotika\u201c, DER WESTEN, 15.02.2012<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>(3)<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3492253164\/ref=as_li_tf_til?tag=clausfritzsch-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3492253164&amp;adid=0H9S6C543BQ8TG6SEDCB&amp;\" target=\"_blank\">Josef Joffe, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Henryk M. Broder, \u201eSCH\u00d6NER DENKEN: Wie man politisch unkorrekt ist\u201c, Piper Taschenbuch<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<strong>(4)<\/strong><a href=\"http:\/\/www.aerztekammer-hamburg.de\/funktionen\/aebonline\/pdfs\/1260446486.pdf\" target=\"_blank\"> Prof. Ansgar Lohse und Dr. Stefan Schmiedel, \u201eFieber senken? M\u00f6glichst nicht!\u201c, Hamburger \u00c4rzteblatt, Seite 28 und 29, Dezember 2009, 63. Jahrgang<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\" target=\"_self\"><strong>Home<\/strong><\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hom\u00f6opathie als Option zum Schutz vor Resistenzen. x Antibiotika t\u00f6ten. Das sagt schon der Name. 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