{"id":2845,"date":"2011-07-09T11:08:41","date_gmt":"2011-07-09T11:08:41","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=2845"},"modified":"2011-07-09T11:09:30","modified_gmt":"2011-07-09T11:09:30","slug":"homoopathie-auf-dem-prufstand-forschung-praxis-und-akzeptanz-der-homoopathie-in-deutschland-%e2%80%93-ein-uberblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=2845","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathie auf dem Pr\u00fcfstand: Forschung, Praxis und Akzeptanz der Hom\u00f6opathie in Deutschland \u2013 Ein \u00dcberblick."},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Bj\u00f6rn Bendig, Deutscher Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) e.V. - Pressestelle\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/Bjoern_Bendig.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"144\" \/><br \/>\n<strong>Die Hom\u00f6opathie ist umstritten und ihr Leitmotiv, \u00c4hnliches mit \u00c4hnlichem zu heilen, polarisiert die Gem\u00fcter. Derzeit findet auch in zahlreichen fachfremden Medien eine Debatte um den wissenschaftlichen Wert der Hom\u00f6opathie statt. Im Fokus steht dabei meist nicht der Nutzen, den Patienten von der Anwendung hom\u00f6opathischer Arzneien haben, sondern die Frage nach der Konsistenz des wissenschaftlichen Erkl\u00e4rungsmodells.<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/PDF\/NHK_6_2010_Homoeopathie_auf_dem_Pruefstand.pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Hom\u00f6opathie auf dem Pr\u00fcfstand: Forschung, Praxis und Akzeptanz der Hom\u00f6opathie in Deutschland \u2013 Ein \u00dcberblick von Bj\u00f6rn Bendig.\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/087_Bjoern_Bendig_Die_Naturheilkunde.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"255\" \/><\/a><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><span style=\"color: #808080;\">[<\/span>Der folgende Artikel ist ein \u201eReprint\u201c. Er wurde erstmals in der Zeitschrift<\/span> <a href=\"http:\/\/www.forum-medizin.de\/naturheilkunde\" target=\"_blank\">\u201eDie Naturheilkunde\u201c<\/a> <span style=\"color: #808080;\">6\/2010 ver\u00f6ffentlicht<\/span><span style=\"color: #888888;\">. Hier im Blog wurden noch einige \u00dcberschriften und Links hinzugef\u00fcgt.<\/span><span style=\"color: #888888;\"> Den Original-Artikel von Bj\u00f6rn Bendig finden Sie hier: <\/span><a href=\"..\/PDF\/NHK_6_2010_Homoeopathie_auf_dem_Pruefstand.pdf\" target=\"_blank\">Link zur PDF-Version<\/a><span style=\"color: #888888;\">.<\/span><span style=\"color: #808080;\">]<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Wissenschaft hat \u201eviele Wahrheiten\u201c<\/h2>\n<p>Es ist eine durchaus verlockende Versuchung, eine in der Wissenschaft akzeptierte Theorie als objektive Wahrheit zu nehmen und aufgrund dieser seine Entscheidungen zu treffen, die dann logisch zwingend ebenfalls objektiv und richtig w\u00e4ren. Die Politik bedient sich gerne dieser Methode, die aber bedauerlicherweise mit dem Manko behaftet ist, dass sie bereits im Kern einen Irrtum enth\u00e4lt. Wer glaubt, dass die Wissenschaft objektive Erkenntnisse und damit Gesellschaft und Politikern \u201edie eine Wahrheit\u201c als Entscheidungsgrundlage bereitstellen kann, t\u00e4uscht sich \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der modernen Wissenschaft. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Nicht allein anhand der Hom\u00f6opathieforschung l\u00e4sst sich zeigen, dass die Wissenschaft und ihre Ergebnisse sehr heterogen, sogar widerspr\u00fcchlich sein k\u00f6nnen.<\/strong><\/span><\/p>\n<h2>HTA-Bericht des Schweizer PEK<\/h2>\n<p>So existieren durchaus mehrere als objektive Wahrheiten getarnte Meinungen nebeneinander in einem einzelnen Forschungsbereich. Unmittelbar deutlich wird dies an den unterschiedlichen renommierten Experten, die in Bezug auf die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie gegens\u00e4tzliche Ansichten vertreten:<span style=\"color: #333399;\"><em> \u201eDie Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie kann unter Ber\u00fccksichtigung von internen und externen Validit\u00e4tskriterien als belegt gelten, die professionelle sachgerechte Anwendung als sicher.\u201c<\/em><\/span> Zu diesem Fazit kommt beispielsweise ein im Rahmen des <a href=\"http:\/\/www.bag.admin.ch\/themen\/krankenversicherung\/00263\/00264\/04102\/index.html\" target=\"_blank\">Programms Evaluation Komplement\u00e4rmedizin (PEK)<\/a> vom Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) der Schweiz durchgef\u00fchrtes <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/PDF\/HTA-Bericht_Homoeopathie_PEK_Schweiz.pdf\" target=\"_blank\">Health-Technology-Assessment (HTA)<\/a>. Diese umfassende Untersuchung des BAG verfolgte das Ziel, Grundlagen \u00fcber die Wirksamkeit, Zweckm\u00e4\u00dfigkeit und Wirtschaftlichkeit der \u00e4rztlichen Komplement\u00e4rmedizin zu liefern.<\/p>\n<h2>IQWiG-Chef J\u00fcrgen Windeler<\/h2>\n<p>Ganz anders als das Schweizer BAG sieht es dagegen etwa das <em>Institut f\u00fcr Qualit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)<\/em>, dessen Chef, <a href=\"http:\/\/www.psychophysik.com\/h-blog\/?p=10937\" target=\"_blank\">Prof. Dr. Windeler<\/a>, deutliche Worte findet: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eEin medizinischer Nutzen der Hom\u00f6opathie ist nicht bewiesen. Dazu muss man auch gar nicht mehr weiterforschen, die Sache ist erledigt\u201c<\/em><\/span>.<\/p>\n<h2>Zankapfel Potenzierung<\/h2>\n<p>Der wesentliche Streitpunkt zwischen Hom\u00f6opathen und Schulmedizinern ist bereits seit der Begr\u00fcndung der Hom\u00f6opathie der Kernaspekt der <span style=\"color: #993300;\"><strong>Potenzierung<\/strong><\/span> \u2013 also der <em>Verd\u00fcnnung <\/em>und <em>Versch\u00fcttelung <\/em>hom\u00f6opathischer Arzneien.<\/p>\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Bisher kann kein naturwissenschaftliches Modell den Wirkmechanismus von sogenannten Hochpotenzen, in denen kein Molek\u00fcl der Ausgangssubstanz mehr nachweisbar ist, g\u00e4nzlich erkl\u00e4ren. Dies gilt, auch wenn Effekte potenzierter Arzneien bereits in Laborversuchen nachgewiesen wurden. In der mitunter hitzig gef\u00fchrten Debatte zwischen den Bef\u00fcrwortern der Hom\u00f6opathie und ihren Gegnern wird das fehlende Erkl\u00e4rungsmodell h\u00e4ufig zum Vorwurf genutzt, die Hom\u00f6opathie m\u00fcsse eine Placebomedizin sein, weil sie keine wissenschaftlich rundum saubere Theorie vorzuweisen habe. Diese Ansicht ist \u2013 unabh\u00e4ngig vom Gegenstand der Betrachtung \u2013 falsch, da sie gegen formal-logische Prinzipien verst\u00f6\u00dft. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Der Umstand, dass bis dato kein mit dem heutigen Stand der Wissenschaft zu vereinendes, in sich schl\u00fcssiges Erkl\u00e4rungsmodel gefunden wurde, beweist nicht die Unwirksamkeit der Hom\u00f6opathie. <\/strong><\/span>Salopp formuliert: Die Schwerkraft war bereits in Kraft, noch bevor Newton eine umfassende Theorie nachlieferte. Indes beweist ein fehlendes Modell nat\u00fcrlich auch nicht die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie, es beweist zun\u00e4chst einmal gar nichts.<\/p>\n<h2>Klinische Forschung und Versorgungsforschung<\/h2>\n<p>Die moderne <span style=\"color: #993300;\"><strong>klinische Forschung<\/strong><\/span> konzentriert sich nahezu ausschlie\u00dflich auf die <em>Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Arzneimittel<\/em>, wobei dann die Rolle der Anamnese oder die Art und Weise, wie man das hom\u00f6opathisch passende Arzneimittel findet, in der Regel ausgeblendet wird. In einem reduktionistischen Ansatz wird meist das Gesamtpaket der hom\u00f6opathischen Behandlung in Einzelteile zerlegt, deren Effekte losgel\u00f6st von den anderen Teilen bewertet werden. Dass Hom\u00f6opathie jedoch mehr ist als die Summe ihrer Einzelteile, zeigt sich in der t\u00e4glichen \u00e4rztlichen Praxis, der Patientenzufriedenheit und nicht zuletzt an dem Zulauf von \u00c4rzten, die sich hom\u00f6opathisch ausbilden lassen. So hat sich die Zahl hom\u00f6opathisch ausgebildeter \u00c4rzte von 1995 (rund 3.000) bis heute (\u00fcber 7.000) mehr als verdoppelt. F\u00fcr die einen ist dies ein Zeichen f\u00fcr die Verblendung des \u00e4rztlichen Berufsstandes, f\u00fcr die anderen die schl\u00fcssige Durchsetzung einer funktionierenden Heilmethode.<\/p>\n<p>Den Gegensatz zum reduktionistischen Forschungsansatz findet man in der sogenannten <span style=\"color: #993300;\"><strong>Versorgungsforschung<\/strong><\/span>. Dieser Forschungsbereich untersucht per Definition die <em>Versorgung von Patienten unter Alltags- und Praxisbedingungen<\/em>. Hier findet die Hom\u00f6opathie als ganzheitliche Heilmethode Ber\u00fccksichtigung. <span style=\"color: #993300;\"><strong>In der Versorgungsforschung gilt die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie selbst unter Kritikern als belegt. <\/strong><\/span>Neben dem bereits erw\u00e4hnten Schweizer HTA-Bericht gibt es dazu einschl\u00e4gige Studien der Charit\u00e9 Berlin sowie einiger Krankenkassen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>Insgesamt zeigt die Versorgungsforschung, dass die Hom\u00f6opathie in der Praxis effektiv wirkt und dabei kosteng\u00fcnstiger ist als schulmedizinische Verfahren.<\/strong><\/span> Eine hom\u00f6opathische Praxis verursacht demnach nur die H\u00e4lfte der Kosten einer durchschnittlichen Grundversorgungspraxis, hom\u00f6opathisch behandelte Patienten m\u00fcssen seltener station\u00e4r behandelt werden, nehmen weniger teure Spezialbehandlungen in Anspruch und leiden weniger an Nebenwirkungen von Arzneimitteln als konventionell behandelte Patienten. Hinzu kommt, dass die Hom\u00f6opathie bei chronisch kranken Patienten im direkten Vergleich mit der Schulmedizin <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201esignifikant st\u00e4rkere Besserungen\u201c<\/em><\/span> (Aussage aus der Modellstudie Hom\u00f6opathie der IKK Hamburg) erreichen kann.<\/p>\n<h2>Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung<\/h2>\n<p>Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Sichtweisen verwundert es nicht, dass in Forscherkreisen hitzige Diskussionen \u00fcber die Hom\u00f6opathie entstehen. Meist handelt es sich dabei um fachlich niveauvolle Debatten, die im Elfenbeinturm der Wissenschaft gef\u00fchrt werden und f\u00fcr Patienten kaum relevant oder verf\u00fcgbar sind. Dementsprechend konsequent ignoriert das Gros der Bev\u00f6lkerung diese Streitgespr\u00e4che und bildet sich nach dem Motto \u201ewer heilt, hat Recht\u201c eine eigene Meinung. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Rund ein Viertel der deutschen Bev\u00f6lkerung sind dabei \u201e\u00fcberzeugte Verwender\u201c hom\u00f6opathischer Arzneimittel und ohne Einschr\u00e4nkung von deren Wirksamkeit \u00fcberzeugt. Zwei Prozent der Bev\u00f6lkerung halten hom\u00f6opathische Arzneien f\u00fcr unwirksam. <\/strong><\/span>Insgesamt verwenden <strong>57 Prozent der Deutschen<\/strong> <strong>hom\u00f6opathische Arzneimittel<\/strong> (Allensbach-Umfrage 2009).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Hom\u00f6opathie\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/011_Homoeopathie.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"302\" \/><\/p>\n<p>Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage spielt die Berichterstattung f\u00fcr die \u201e\u00fcberzeugten Verwender\u201c eine sehr untergeordnete Rolle: 98 Prozent von ihnen gaben an, dass kritische Berichterstattung ihr Vertrauen in die Hom\u00f6opathie nicht schm\u00e4lert. Daraus k\u00f6nnte die naheliegende Schlussfolgerung gezogen werden, <span style=\"color: #993300;\"><strong>dass eine direkt erlebte Heilerfahrung f\u00fcr einen Menschen mehr Gewicht hat als jeder noch so sachkundige intellektuelle Zugang zur Heilmethode.<\/strong><\/span><\/p>\n<h2>Laborversuche ergr\u00fcnden Wirksamkeit von Potenzen<\/h2>\n<p>Auch wenn Patienten in der Regel mehr an der <span style=\"color: #993300;\"><strong>Wirkung von hom\u00f6opathischen Arzneien<\/strong><\/span> als an einem <span style=\"color: #993300;\"><strong>konsistenten Erkl\u00e4rungsmodell<\/strong><\/span> gelegen ist, mangelt es nicht an Versuchen, die Beobachtungen zur Hom\u00f6opathie in eine tragf\u00e4hige Theorie zu \u00fcberf\u00fchren. Es scheint jedoch, als best\u00fcnde zwischen der Physik und der Hom\u00f6opathie ein grunds\u00e4tzlicher Widerspruch, der sich in etwa wie folgt formulieren l\u00e4sst: Wenn die hoch verd\u00fcnnten und versch\u00fcttelten hom\u00f6opathischen Arzneien \u2013 also die Potenzen \u2013 tats\u00e4chlich wirksam sind, so ist die heutige Physik in weiten Teilen unrichtig oder aber zumindest inkonsistent.<\/p>\n<p>Diese \u00dcberlegung ist f\u00fcr alle Potenzen oberhalb einer D 23 interessant. Bei dieser Potenzierungsstufe wurde die Ausgangssubstanz im Verh\u00e4ltnis 1:10 verd\u00fcnnt und versch\u00fcttelt, die entstandene L\u00f6sung wiederum 1:10 verd\u00fcnnt und versch\u00fcttelt, und diese Prozedur 23-mal wiederholt. In einer D 23 ist die urspr\u00fcngliche Arznei also in einem Verh\u00e4ltnis von 1:10\u00b2\u00b3 gemischt. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Physikalisch betrachtet ist laut Avogadroscher Zahl kein einziges Molek\u00fcl der Ausgangssubstanz mehr vorhanden, jede substanzspezifische Wirkung ist somit ausgeschlossen. Dennoch l\u00e4sst sich eine Wirkung \u2013 auch jenseits der Placebotheorie \u2013 beobachten.<\/strong><\/span> <em><span style=\"color: #808080;\">(<strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> siehe hierzu den einschr\u00e4nkenden Blogbeitrag<\/span><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=1101\" target=\"_self\"> \u201eHom\u00f6opathische Hochpotenzen enthalten Nanopartikel der Ausgangssubstanz\u201c<\/a><span style=\"color: #808080;\">.)<\/span><\/em><span style=\"color: #808080;\"> <\/span>Die Auffindung des den potenzierten Arzneien zugrundeliegende Wirkmechanismus w\u00fcrde wohl eine Revolte, vielleicht sogar eine Revolution in der modernen Physik ausl\u00f6sen \u2013 und h\u00e4tte gute Chancen auf den Nobelpreis.<\/p>\n<h2>Hom\u00f6opathisches Verst\u00e4ndnis vom Prozess der Potenzierung<\/h2>\n<p>Dr. Samuel Hahnemann, Begr\u00fcnder der Hom\u00f6opathie, beschreibt es in den \u00a7269 und \u00a7270 des Organon der Heilkunst so: \u201eDie hom\u00f6opathische Heilkunst entwickelt zu ihrem besondern Behufe die innern, geistartigen Arzneikr\u00e4fte der rohen Substanzen mittels einer ihr eigenth\u00fcmlichen Behandlung. Durch diese Bearbeitung wird bewirkt, da\u00df die, im rohen Zustande sich uns nur als Materie darstellende Arzneisubstanz, sich endlich ganz zu geistartiger Arznei-Kraft subtilisieret und umwandelt.\u201c (sic!)<\/p>\n<p>Im Rahmen der bundesweiten <strong><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=183\" target=\"_self\">Veranstaltungsreihe Organon 2010<\/a><\/strong> zum 200 Jubil\u00e4um des Organon der Heilkunst, wurde sich auch mit der <span style=\"color: #993300;\"><strong>Potenzierungsforschung <\/strong><\/span>auseinandergesetzt. Sowohl f\u00fcr Hom\u00f6opathen als auch f\u00fcr Physiker stellt die Grundlagenforschung, deren Ziel es ist, die grundlegenden Wirkmechanismen aufzukl\u00e4ren, ein reizvolles Themengebiet da.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Der Physiker Dr. Stephan Baumgartner \u00fcber die Hom\u00f6opathie und Potenzierungsforschung\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/022_Dr_Stephan_Baumgartner_KIKOM.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"301\" \/><\/p>\n<p><strong>Ein Experte in Sachen Potenzierungsforschung ist <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?tag=stephan-baumgartner\" target=\"_self\">Dr. Stephan Baumgartner<\/a>, Physiker und Dozent der <a href=\"http:\/\/www.kikom.unibe.ch\/content\/index_ger.html\" target=\"_blank\"><em>Kollegialen Instanz f\u00fcr Komplement\u00e4rmedizin (KIKOM)<\/em><\/a> der Universit\u00e4t Bern, der in Leipzig Ergebnisse seiner Untersuchungen vorstellte.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eIch bin kein Hom\u00f6opath, ich bin Physiker\u201c<\/em><\/span>, stellte Baumgartner zu Beginn seiner Ausf\u00fchrungen \u00fcber Laborversuche mit hom\u00f6opathischen Potenzen klar. Er untersuchte u. a. den Effekt von potenzierten Wachstumshormonen auf Wasserlinsen und Zwergerbsen oder die Wirkung von potenziertem Arsen auf mit Arsen vergifteten Weizen. <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eWir konnten wiederholt Effekte hom\u00f6opathischer Potenzen im Labor beobachten\u201c<\/em><\/span>, erkl\u00e4rte Baumgartner den rund 70 G\u00e4sten mit zahlreichen Diagrammen und stellte dabei fest:<span style=\"color: #333399;\"><em> \u201eJe komplexer der Organismus, desto deutlicher ist die Reaktion auf Hom\u00f6opathika.\u201c<\/em><\/span> Die Wirkung nehme demnach von Zellkulturen und Mikroorganismen \u00fcber Pflanzen und Tiere bis hin zum Menschen weiter zu. Au\u00dferdem ergaben Modelle \u201eim Ungleichgewicht\u201c, also mit kranken oder gestressten Organismen, deutlichere Resultate als Modelle mit gesunden Organismen. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse forscht Baumgartner nun weiter unter der <span style=\"color: #993300;\"><strong>Arbeitshypothese: \u201eHom\u00f6opathie ist eine Informationstherapie\u201c<\/strong><\/span>, da eine materielle Erkl\u00e4rung der Wirkung bei Potenzen ausgeschlossen sei. Warum er sich derart f\u00fcr die Hom\u00f6opathieforschung interessiere, beantwortete der Schweizer abschlie\u00dfend mit dem Zitat eines Berufskollegen, dem Berliner Physiker Professor Martin Lambeck: <span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eAus dem Umstand, dass ich ein Ph\u00e4nomen nicht erkl\u00e4ren kann, schlie\u00dfe ich nicht, dass es nicht existiert, sondern nur, dass seine Existenz gepr\u00fcft werden sollte, um dem Fortschritt der Wissenschaft zu dienen.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Studien der Versorgungsforschung belegen die Wirksamkeit \u00e4rztlicher Hom\u00f6opathie:<\/h2>\n<p><strong>Becker-Witt C, L\u00fcdtke R, Wei\u00dfhuhn TER, Willich SN.<\/strong> Diagnoses and treatment in homeopathic medical practice. Forsch Komplement\u00e4rmed Klass Naturheilkd 2004;11:98-103.<\/p>\n<p><strong>Witt C, L\u00fcdtke R, Baur R, Willich SN.<\/strong> Homeopathic medical practice: Long-term results of a cohort study with 3981 patients. BMC Public Health 2005;5:115.<\/p>\n<p><strong>Witt C, L\u00fcdtke R, Willich SN.<\/strong> Effect Size in Patients Treated by Homeopathy Differ According to Diagnosis \u2013 Results of an Observational Study. Perfusion 2005;18:356-360.<\/p>\n<p><strong>Witt C, Keil T, Selim S, Roll S, Vance W, Wegscheider K, Willich SN.<\/strong> Outcome and costs of homeopathic and conventional treatment strategies:  A comparative cohort study in patients with chronic disorders. Compl  Ther in Med 2005;13:79-86.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/epidemiologie.charite.de\/forschung\/projektbereich_komplementaermedizin\/professur_fuer_komplementaermedizin\/forschung\/\" target=\"_blank\"><strong>Forschung am Institut f\u00fcr Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheits\u00f6konomie der Charit\u00e9<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>Weitere Informationen zu den Ver\u00f6ffentlichungen und eine Studien\u00fcbersicht zur Hom\u00f6opathieforschung unter: <\/strong><\/span><a href=\"http:\/\/www.cam-quest.org\/\" target=\"_blank\">www.cam-quest.org<\/a><\/p>\n<p><strong>HTA-Bericht zur Hom\u00f6opathie:<\/strong> <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/PDF\/HTA-Bericht_Homoeopathie_PEK_Schweiz.pdf\" target=\"_blank\"><strong>Schlussbericht <\/strong><\/a>des <a href=\"http:\/\/www.bag.admin.ch\/themen\/krankenversicherung\/00263\/00264\/04102\/index.html\" target=\"_blank\">Programms zur Evaluation in der Komplement\u00e4rmedizin (PEK)<\/a> des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit (BAG) in der Schweiz.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Grundlagenforschung zu Effekten von hom\u00f6opathischen Potenzen:<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kikom.unibe.ch\/content\/forschung\/projekte__dissertationen\/grundlagenforschung_anthroposophische_medizin_und_homoeopathie\/index_ger.html\" target=\"_blank\"><strong>Grundlagenforschung Hom\u00f6opathie, Kollegiale Instanz f\u00fcr Komplement\u00e4rmedizin, Universit\u00e4t Bern<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>J\u00e4ger T, Scherr C, Wolf U, Simon M, Heusser P, Baumgartner S:<\/strong> Investigation of Arsenic-Stressed Yeast (Saccharomyces cerevisiae) as a Bioassay in Homeopathic Basic Research\u00a0 ScientificWorldJournal 2011;11:568-583.<\/p>\n<p><strong>J\u00e4ger T, Scherr C, Simon M, Heusser P, Baumgartner S: <\/strong>Effects of homeopathic arsenicum album, nosode, and gibberellic acid preparations on the growth rate of arsenic-impaired duckweed (Lemna gibba L.). ScientificWorldJournal 2010;10:2112-2129.<\/p>\n<p><strong>Baumgartner S, Shah D, Schaller J, K\u00e4mpfer U, Thurneysen A, Heusser P:<\/strong> Reproducibility of dwarf pea shoot growth stimulation by homeopathic potencies of gibberellic acid. Complementary Therapies in Medicine 2008;16:183-191.<\/p>\n<p><strong>Scherr C, Simon M, Spranger J, Baumgartner S:<\/strong> Effects of potentised substances on growth rate of the water plant Lemna gibba L. Complement Ther Med 2009;17:63-70.<\/p>\n<p><strong>Lahnstein L, Binder M, Thurneysen A, Frei-Erb M, Betti L, Peruzzi M, Heusser P, Baumgartner S: <\/strong>Isopathic treatment effects of Arsenicum album 45x on wheat seedling growth\u2013further reproduction trials. Homeopathy 2009;98:198-207.<\/p>\n<p><strong>Scherr C, Baumgartner S, Spranger J, Simon M:<\/strong> Effects of Potentised Substances on Growth Kinetics of Saccharomyces cerevisiae and Schizosaccharomyces pombe. Forschende Komplement\u00e4rmedizin 2006;13:298-306.<\/p>\n<p><strong>Guggisberg AG, Baumgartner S, Tschopp CM, Heusser P:<\/strong> Replication study concerning the effects of homeopathic dilutions of histamine on human basophil degranulation in vitro. Complementary Therapies in Medicine 2005;13:91-100.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\" target=\"_self\"><strong>Home<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hom\u00f6opathie ist umstritten und ihr Leitmotiv, \u00c4hnliches mit \u00c4hnlichem zu heilen, polarisiert die Gem\u00fcter. Derzeit findet auch in zahlreichen fachfremden Medien eine Debatte um den wissenschaftlichen Wert der Hom\u00f6opathie statt. 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