{"id":2737,"date":"2011-08-16T10:29:32","date_gmt":"2011-08-16T10:29:32","guid":{"rendered":"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=2737"},"modified":"2012-05-24T08:24:20","modified_gmt":"2012-05-24T08:24:20","slug":"das-blog-cam-media-watch-%e2%80%9eviele-wahrheiten%e2%80%9c-in-der-wissenschaft-sechs-perspektiven-zum-aktuellen-stand-der-homoopathie-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=2737","title":{"rendered":"Das Blog CAM Media.Watch: \u201eViele Wahrheiten\u201c in der Wissenschaft. &#8211; Sechs Perspektiven zum aktuellen Stand der Hom\u00f6opathie-Forschung."},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Bj\u00f6rn Bendig, Deutscher Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) e.V. - Pressestelle\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/Bjoern_Bendig.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"144\" \/><\/p>\n<p><strong>\u201eKomplement\u00e4rmedizin in den Medien, kritisch rezensiert\u201c, so lautet das Motto des neuen Weblogs <span style=\"color: #333399;\">CAM Media.Watch<\/span>, das sich Wissenschafts-Kommunikation auf die Fahnen geschrieben hat. Gleich in <a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/?p=369\" target=\"_blank\">einem der ersten Beitr\u00e4ge<\/a> widmet sich Initiator <a href=\"http:\/\/www.claus-fritzsche.de\/\" target=\"_blank\">Claus Fritzsche<\/a> der spannenden Frage, wie Journalisten ein Thema erschlie\u00dfen k\u00f6nnen, welches kontrovers diskutiert wird und zu dem es innerhalb der Scientific Community mehr als nur eine Sichtweise gibt. Besonders interessant ist in diesem Kontext ein <a href=\"http:\/\/www.dfjv.de\/fileadmin\/user_upload\/img\/fj_artikel\/4_10\/FJ_04_2010_Gesamtausgabe.pdf\" target=\"_blank\">Artikel des Fachjournalisten Stefan Riedl<\/a>. <span style=\"color: #000000;\">Riedl r\u00e4t Journalisten dazu, nicht \u00fcber Wahrheit und Unwahrheit zu richten und stattdessen die Kontroverse selbst zu thematisieren.<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Experten zum aktuellen Stand der Hom\u00f6opathie-Forschung. Eine Frage, viele Deutungen und Interpretationen.\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/086_Wissenschaft_als_sozialer_Prozess.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"422\" \/><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Die Kontroverse zum Thema machen<\/h2>\n<p>Dieses Vorgehen tr\u00e4gt journalistischen Grunds\u00e4tzen wie <em>Sorgfaltspflicht<\/em>, <em>Rede und Gegenrede<\/em> sowie <em>Ausgewogenheit<\/em> in der Berichterstattung besser Rechnung als die Parteinahme f\u00fcr \u201eeine Wahrheit\u201c der Konfliktparteien. Aus diesem Grund wird diese Idee im vorliegenden Artikel anhand des Themas \u201eHom\u00f6opathie\u201c praktisch angewendet. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Sechs wissenschaftliche Quellen werden vorgestellt, die alle dem Ziel dienen und f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, den aktuellen Stand der Hom\u00f6opathie-Forschung fachlich fundiert zusammenzufassen. <\/strong><\/span>Die Datenlage scheint dabei viel Raum f\u00fcr Interpretationen zu bieten, der von Wissenschaftlern teils \u00e4hnlich und teils sehr unterschiedlich genutzt wird. Wissenschaft ist eben nicht nur das Anwenden von Regeln sondern auch ein sozialer Prozess, der \u201eviele Wahrheiten\u201c hervorbringt. Ein transparenter Wissenschaftsjournalismus vorgeschlagener Art verlangt dem Leser jedoch nicht weniger ab als Kants \u201esapere aude \u2013 incipe\u201c: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen \u2013 jetzt.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #993300;\"><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/088_Perspektive_Nr_1.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"102\" \/><br \/>\n<\/strong><\/span><\/h3>\n<h2>Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung zum Stand der klinischen Hom\u00f6opathie-Forschung (M\u00e4rz 2006)<\/h2>\n<p>Im M\u00e4rz 2006 ver\u00f6ffentlichte Dipl.-Stat. Rainer L\u00fcdtke, der Biometriker der <a href=\"http:\/\/www.carstens-stiftung.de\" target=\"_blank\">Carstens-Stiftung<\/a>, eine ausf\u00fchrliche Stellungnahme zum Stand der klinischen Hom\u00f6opathie-Forschung. Sein Bericht stellt \u201edie bisherige klinische Forschung, die zur Frage der Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie betrieben wurde, aus der Sicht der KARL UND VERONICA CARSTENS-STIFTUNG, dem deutschlandweit gr\u00f6\u00dften Forschungsf\u00f6rderer zur Hom\u00f6opathie,\u201c zusammen. Zum Aspekt der spezifischen Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Arzneimittel \u00e4u\u00dfert sich Rainer L\u00fcdtke:<\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eNach dem derzeitigen Stand kann die <strong>Wirksamkeit<\/strong> hom\u00f6opathischer Arzneimittel unterstellt werden bei <strong>Heuschnupfen, lebensbedrohlichem Durchfall bei Kindern, Weichteilrheuma, Darml\u00e4hmung nach Operation und Atemwegsinfektionen<\/strong>. &#8211; Dagegen muss angenommen werden, dass bei der Behandlung von <strong>Muskelkater, Warzen und Spannungskopfschmerzen oder Migr\u00e4ne<\/strong> <strong>der Arzneimitteleffekt nicht \u00fcber einen Placeboeffekt hinausgeht<\/strong>. F\u00fcr die allermeisten Erkrankungen ist der heutige Wissensstand aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausreichend, um eine Beurteilung abgeben zu k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Die Stellungnahme der Carstens-Stiftung zieht das Fazit, dass die Erforschung der Hom\u00f6opathie nach wie vor erst am Anfang steht, da teilweise noch geeignete Methoden gefunden werden m\u00fcssen und wichtige Voraussetzungen f\u00fcr gesicherte Erkenntnisse fehlen: \u201edie Bereitschaft der Universit\u00e4ten, die Hom\u00f6opathie in ihre Forschung einzubeziehen, die Bereitschaft der hom\u00f6opathischen \u00c4rzte, an harter Forschung mitzuwirken, und nicht zuletzt: ausreichend finanzielle Mittel.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.carstens-stiftung.de\/eigene\/fa\/stand\/stand_der_forschung_homoeopathie_07MAR06.pdf\" target=\"_blank\"><strong>Download der Stellungnahme (PDF)<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #993300;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/089_Perspektive_Nr_2.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"102\" \/><\/span><br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<h2>Prof. Dr. med. Norbert Schmacke et al. \u00fcber Forschung zur Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie (Februar 2010)<\/h2>\n<p>Eine qualitative Studie der <a href=\"http:\/\/www.aok.de\/baden-wuerttemberg\/\" target=\"_blank\">AOK Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.akg.uni-bremen.de\/pages\/welcome.php\" target=\"_blank\">Arbeits- und Koordinierungsstelle Gesundheitsversorgungsforschung (AKG)<\/a> Bremen ging zwischen Oktober 2008 und Dezember 2009 der Frage nach, wie Patienten die Versorgung durch hom\u00f6opathisch t\u00e4tige, niedergelassene \u00c4rzte wahrnehmen, interpretieren und erleben. Obwohl die Frage nach der spezifischen Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Arzneimittel nicht Gegenstand der Forschungsarbeit war, haben Prof. Norbert Schmacke und seine wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen den Stand der Forschung zur Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie trotzdem umfassend dargestellt. Im Kapitel <em>2.3 Forschung zur Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie<\/em> (S. 12ff.) des Abschlussberichts hei\u00dft es u.a.:<\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eF\u00fcr einige wenige Erkrankungen konnten Wirksamkeitsnachweise erbracht werden: Nach dem derzeitigen Stand der Forschung liegt f\u00fcr die Indikationen <\/em><strong><em>Heuschnupfen, <\/em><em>Durchfall bei Kindern, <\/em><em>Weichteilrheuma, <\/em><em>Darml\u00e4hmung nach Operation und <\/em><\/strong><em><strong>Atemwegsinfektionen<\/strong> <strong>ein Wirksamkeitsnachweis vor <\/strong>&#8230; Es gibt jedoch auch Indikationen, f\u00fcr die belegt ist, dass der <strong>Arzneimitteleffekt nicht \u00fcber einen Placeboeffekt hinausgeht, so f\u00fcr die Behandlung von <\/strong><\/em><strong><em>Muskelkater, <\/em><em>Warzen und <\/em><em>Spannungskopfschmerzen oder <\/em><\/strong><em><strong>Migr\u00e4ne<\/strong> (Witt &amp; Albrecht 2009).\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Das Team von Prof. Dr. med. Norbert Schmacke ber\u00fccksichtigte auch die zwischen 1991 und 2005 publizierten Reviews und Meta-Analysen zur klinischen Hom\u00f6opathie-Forschung und schlie\u00dft mit dem Fazit: \u201eDer Streit um Wirksamkeit und Nutzen von (unterschiedlichen) hom\u00f6opathischen Verfahren konnte mit anderen Worten bislang zwischen den sog. Schulmedizinern und den sog. Komplement\u00e4rmedizinern nicht beigelegt werden; die Verst\u00e4ndigungsbarrieren sind gro\u00df. F\u00fcr die hier vorgelegte Studie ist dies insofern relevant, als die Inanspruchnahmeraten der Hom\u00f6opathie (s.u.) von dem methodischwissenschaftlichen Disput offenkundig kaum ber\u00fchrt werden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.akg.uni-bremen.de\/pages\/download.php?ID=28&amp;SPRACHE=de&amp;TABLE=AP&amp;TYPE=PDF\" target=\"_blank\"><strong>Download des Abschlussberichts (PDF)<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #993300;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/090_Perspektive_Nr_3.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"102\" \/><\/span><br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<h2>Die Charit\u00e9 &#8211; Universit\u00e4tsmedizin zu Berlin \u00fcber den Forschungsstand zur Hom\u00f6opathie (Juli 2010)<\/h2>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/epidemiologie.charite.de\/\" target=\"_blank\">Institut f\u00fcr Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheits\u00f6konomie<\/a> unter Leitung von Prof. Dr. med. Stefan N. Willich sowie Prof. Dr. med. Claudia M. Witt ver\u00f6ffentlichte am 18. Juli 2010 eine zusammenfassende Kurzdarstellung, die auch auf den aktuellen Stand der Hom\u00f6opathie-Forschung eingeht und ihn kurz zusammenfasst:<\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eStudien zeigen, dass Patienten, die sich hom\u00f6opathisch behandeln lassen, meist <strong>chronisch krank<\/strong> <strong>und schulmedizinisch vorbehandelt<\/strong> sind. <strong>Ihre Beschwerden verbessern sich nachhaltig und die Effekte sind \u2013 soweit \u00fcberhaupt erforscht &#8211; mit denen schulmedizinischer Behandlung vergleichbar.<\/strong> Inwieweit hom\u00f6opathische Arzneimittel einem Placebo \u00fcberlegen sind ist unklar, f\u00fcr viele Indikationen gibt es keine Studien und vorhandene <strong>Studien finden widerspr\u00fcchliche Ergebnisse<\/strong>. Bisher ist nicht eindeutig belegt, dass sich hom\u00f6opathische Arzneimittel von Placebo unterscheiden.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Willich und Witt kommen zu dem Schluss, dass die bisher ver\u00f6ffentlichten Meta-Analysen ein abschlie\u00dfendes Urteil nicht zulassen, u.a. weil <span style=\"color: #993300;\">diagnose\u00fcbergreifende Meta-Analysen mit heterogenen Studien<\/span> methodisch problematisch sind. Was damit gemeint ist, erl\u00e4uterte Rainer L\u00fcdtke hier im Blog <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=1022\" target=\"_self\">(1)<\/a>. Willich und Witt schlie\u00dfen ihr Fazit mit den Worten: \u201eEs ist also nicht belegt, dass hom\u00f6opathische Arzneimittel mehr als Placebo sind, aber auch nicht das Gegenteil. Es scheint insbesondere die individuelle und umfassende Art der Behandlung relevant f\u00fcr den Behandlungserfolg zu sein.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/epidemiologie.charite.de\/fileadmin\/user_upload\/microsites\/m_cc01\/epidemiologie\/downloads\/Informationen_Homoeopathie.pdf\" target=\"_blank\"><strong>Download der Stellungnahme (PDF)<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #993300;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/091_Perspektive_Nr_4.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"102\" \/><\/span><br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<h2>Stellungnahme von Prof. Edzard Ernst gegen\u00fcber dem Britischen Unterhaus<\/h2>\n<p>Im Jahr 2009 organisierte das Britische Unterhaus eine <a href=\"http:\/\/www.publications.parliament.uk\/pa\/cm200910\/cmselect\/cmsctech\/45\/4503.htm\" target=\"_blank\">\u201eEvidence Check 2: Homeopathy\u201c<\/a> genannte Expertenanh\u00f6rung. Diese diente dem Ziel, die Bereitstellung von Hom\u00f6opathie durch den <em>National Health Service (NHS)<\/em> sowie die Lizensierung von hom\u00f6opathischen Produkten konform zur wissenschaftlichen Bewertung der Hom\u00f6opathie zu regeln. Im Rahmen des Evidence Check 2 wurden insgesamt <a href=\"http:\/\/www.publications.parliament.uk\/pa\/cm200910\/cmselect\/cmsctech\/memo\/homeopathy\/contents.htm\" target=\"_blank\">57 Expertenstimmen<\/a> eingereicht, darunter auch die <span style=\"color: #993300;\"><strong>Memoranden HO 16 und HO 16a<\/strong><\/span> von Prof. Edzard Ernst. Zur Frage der Wirksamkeit von hom\u00f6opathischen Arzneimitteln schreibt Ernst in Memorandum HO 16:<\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eHomeopaths claim that, while we do not understand how their remedies work, clinical evidence shows that they work. <strong>The truth, however, is that systematic reviews or meta-analyses of the totality of the clinical data fail to show that homeopathic remedies generate clinical effects beyond those of placebo.<\/strong> Homeopaths counter by criticising the methodology of the latest Lancet meta-analyses by Shang et al. This, however, ignores the fact that over a dozen similar systematic evaluations have all come to the same conclusion.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Im Gegensatz zu allen anderen hier aufgef\u00fchrten Experten differenziert Ernst nicht zwischen erfolgreichen und erfolglosen Wirksamkeitsuntersuchungen f\u00fcr spezifische Indikationen. Er behauptet pauschal, dass bisher alle systematischen Untersuchungen der Wirksamkeit von hom\u00f6opathischen Arzneimitteln gescheitert w\u00e4ren. Methodologische Probleme, wie sie PD Dr. Klaus Linde im Journal <em>Forschende Komplement\u00e4rmedizin<\/em> <a href=\"http:\/\/content.karger.com\/ProdukteDB\/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&amp;ArtikelNr=90625&amp;Ausgabe=231625&amp;ProduktNr=224242&amp;filename=90625.pdf\" target=\"_blank\">(2)<\/a> und Dipl.-Stat. Rainer L\u00fcdtke hier im Blog <a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/?p=1022\" target=\"_self\">(1)<\/a> sowie in einem EICCAM-Forschungsdatenblatt <a href=\"http:\/\/www.eiccam.eu\/pdfs\/EICCAM_Fakten_zur_Forschung_5_final.pdf\" target=\"_blank\">(3)<\/a> erl\u00e4utern, werden von Herrn Ernst ebenso ausgeblendet wie die positive Studienlage f\u00fcr einzelne Indikationen (Heuschnupfen, Durchfall bei Kindern, Weichteilrheuma, Darml\u00e4hmung nach Operation und Atemwegsinfektionen).<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.publications.parliament.uk\/pa\/cm200910\/cmselect\/cmsctech\/memo\/homeopathy\/ucm1602.htm\" target=\"_blank\"><strong>Link zu Memorandum HO 16<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.publications.parliament.uk\/pa\/cm200910\/cmselect\/cmsctech\/memo\/homeopathy\/ucm16a02.htm\" target=\"_blank\"><strong>Link zu Memorandum HO 16a<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>Anmerkung: <\/strong><\/span>Nach Abschluss der Expertenanh\u00f6rung \u00e4u\u00dferten 70 Abgeordnete des Britischen Unterhauses im Memorandum <a href=\"http:\/\/www.parliament.uk\/edm\/2009-10\/908\" target=\"_blank\">\u201eEarly day motion 908\u201c<\/a> partei\u00fcbergreifend schwerwiegende Kritik an der Qualit\u00e4t des Bewertungsverfahrens, das aus Sicht der Unterzeichner nicht nur durch <em>wissenschaftliche <\/em>sondern auch durch <em>politische <\/em>Motive beeinflusst worden sei. Siehe hierzu auch die Stellungnahme von Dr. Peter Fisher <a href=\"http:\/\/www.psychophysik.com\/h-blog\/?p=10426\" target=\"_blank\">(4)<\/a> und das Heilpraxisnet.de-Interview mit Claus Fritzsche <a href=\"http:\/\/www.heilpraxisnet.de\/naturheilpraxis\/interview-seltsames-gutachten-zur-homoeopathie-41002.php\" target=\"_blank\">(5)<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #993300;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/092_Perspektive_Nr_5.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"102\" \/><\/span><br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<h2>HTA-Bericht \u201eHom\u00f6opathie\u201c von Prof. Dr. med. Peter F. Matthiessen et al. (Januar 2005)<\/h2>\n<p>Im Januar 2005 ver\u00f6ffentlichten Dr. med. Gudrun Bornh\u00f6ft, Dr. med. Stefanie Maxion-Bergemann, Dr. med. Ursula Wolf, Prof. Dr. med. Peter F. Matthiessen und weitere Mitarbeiter einen HTA-Bericht (HTA = <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Health_Technology_Assessment\" target=\"_blank\">health technology assessment<\/a>), der im Auftrag des <em>Eidgen\u00f6ssischen Bundesamts f\u00fcr Sozialversicherungen (BSV)<\/em> im Rahmen des <a href=\"http:\/\/www.bag.admin.ch\/themen\/krankenversicherung\/00263\/00264\/04102\/index.html\" target=\"_blank\">Projekts Evaluation Komplement\u00e4rmedizin (PEK)<\/a> erstellt wurde. Zur Frage der Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie hei\u00dft es in der Zusammenfassung des HTA-Berichts:<\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eHier wurden alle bis Juni 2003 erstellten und verf\u00fcgbaren Systematischen Reviews zur Hom\u00f6opathie (als Gesamtsystem oder in Bezug auf einzelne Indikationen oder Inverventionen) analysiert. Die Bewertung erfolgte sowohl f\u00fcr die Studienqualit\u00e4t (sog. interne Validit\u00e4t) als auch f\u00fcr die sog. Alltagswirksamkeit (externe Validit\u00e4t) der Studien. Es wurden insgesamt 22 Reviews bearbeitet. <strong>In der Zusammenschau der Studienergebnisse fanden 20 von 22 Reviews zumindest einen Trend zugunsten der Hom\u00f6opathie.<\/strong> F\u00fcnf dieser Literaturstudien zeigten Ergebnisse, die nach unserer Einsch\u00e4tzung sogar einen deutlichen Beleg f\u00fcr die Wirksamkeit einer hom\u00f6opathischen Intervention ergaben. Lediglich in 2 (von 22 Reviews) war kein positiver Nachweis f\u00fcr die Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Behandlung zu erkennen.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Der HTA-Bericht hat einen Untersuchungs-Schwerpunkt, wie er in der Versorgungsforschung \u00fcblich ist. Er untersucht die Frage, <span style=\"color: #993300;\">wie wirksam eine hom\u00f6opathischen Behandlung unter Alltagsbedingungen ist<\/span>. Die f\u00fcr die Hom\u00f6opathie insgesamt positiven Ergebnissen geben jedoch keine Auskunft dar\u00fcber, in welchem Ma\u00dfe der therapeutische Effekt durch hom\u00f6opathische Arzneimittel, das therapeutische Setting oder andere Faktoren beeinflusst wird. Der HTA-Bericht weist auch darauf hin, dass die Mehrzahl der untersuchten Studien &#8211; insbesondere die Studien mit hoher Evidenzstufe &#8211; aus hom\u00f6opathischer Sicht eine \u201everzerrte Hom\u00f6opathie\u201c aus dem klinischen Labor repr\u00e4sentiere und die g\u00e4ngige hom\u00f6opathische Praxis nicht korrekt abbilde (Individualisierung, Beobachtungszeitraum).<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/PDF\/HTA-Bericht_Homoeopathie_PEK_Schweiz.pdf\" target=\"_blank\"><strong>Download des HTA-Berichts \u201eHom\u00f6opathie\u201c (PDF)<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #993300;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/images\/093_Perspektive_Nr_6.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"102\" \/><\/span><br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<h2>Dr. med. Michael Teut et al. zum Stand der klinischen Hom\u00f6opathie-Forschung (fortlaufend aktualisiert)<\/h2>\n<p>Das Weblog <span style=\"color: #993300;\"><strong>\u201eInformationen zur Hom\u00f6opathie\u201c<\/strong><\/span> von <a href=\"http:\/\/www.michael-teut.de\/\" target=\"_blank\">Dr. med. Michael Teut<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.lucae.net\/\" target=\"_blank\">Dr. med. Christian Lucae<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.hausarzt-stade.de\/\" target=\"_blank\">Dr. med. Matthias Wischner<\/a> und J\u00f6rn Dahler informiert auf einer speziellen Seite zum Stand der klinischen Hom\u00f6opathie-Forschung. Die vier Fach\u00e4rzte weisen gleich zu Beginn ihrer \u00dcbersicht darauf hin, dass nur \u00fcber wenige Therapierichtungen in der Medizin so viel diskutiert und gestritten wurde wie \u00fcber die Hom\u00f6opathie. \u201eDabei bewegen sich die Fronten zwischen skeptischer Ablehnung, kritischer Neugier, pragmatischer Anwendung und begeisterter Zustimmung.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zur Frage, ob Patienten im Alltag von der Hom\u00f6opathie profitieren (<span style=\"color: #993300;\">Versorgungsforschung<\/span>) schreiben die Autoren u.a.:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eDie bisherige Forschung konzentriert sich auf die \u00e4rztlich ausgef\u00fchrte Hom\u00f6opathie. Studien zeigen, dass vorwiegend Patienten mit langbestehenden chronischen Erkranken behandelt werden. Die bislang gr\u00f6\u00dfte Studie zur Hom\u00f6opathie aus der Versorgungsforschung ist eine <strong>prospektive Beobachtungsstudie \u00fcber 8 Jahre mit 3981 Patienten<\/strong>. Diese Studie wurde an der Universit\u00e4tsklinik Charit\u00e9 in Berlin in Praxen von \u00fcber 100 klassisch hom\u00f6opathisch arbeitenden \u00c4rzten durchgef\u00fchrt.\u00a0 (Literatur: <a href=\"http:\/\/www.biomedcentral.com\/1471-2458\/5\/115\" target=\"_blank\">1<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.biomedcentral.com\/1471-2458\/8\/413\" target=\"_blank\">2<\/a>). Die h\u00e4ufigsten Behandlungsdiagnosen der Patienten waren <strong>langj\u00e4hrige chronische Krankheiten, bei Frauen Kopfschmerzen und Migr\u00e4ne, bei M\u00e4nnern allergischer Schnupfen und Bluthochdruck, bei Kindern Neurodermitis und Infektanf\u00e4lligkeit<\/strong>. In der oben genannten Studie zeigte sich im Vorher-\/Nachhervergleich eine<strong> Reduktion der klinischen Symptome im Mittel um fast die H\u00e4lfte und eine deutliche Besserung der Lebensqualit\u00e4t<\/strong>.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Zur Frage, ob hom\u00f6opathische Arzneimittel signifikant besser als Placebo wirken (<span style=\"color: #993300;\">Meta-Analysen Placebo-kontrollierter Studien<\/span>), schreiben die Fach\u00e4rzte u.a.:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>\u201eKritiker sind meist nicht bereit, Erfolge der Hom\u00f6opathie in der Krankenversorgung zuzugestehen, solange nicht die spezifische Wirksamkeit der \u201cGlobuli\u201d gegen\u00fcber einem Scheinmedikament (Placebo) erbracht ist.\u00a0 <strong>H\u00e4ufig wird behauptet, es gebe nur \u201cnegative Studien\u201d oder gar \u201ckeine \u00fcberzeugenden Studien\u201d zur Hom\u00f6opathie.\u00a0 Das ist eine Fehlinformation<\/strong>, die zum Teil gezielt gestreut wird &#8230;<br \/>\n<\/em><\/span><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #333399;\"><em>&#8230; Die <strong>Daten aus den randomisierten Studien werden von verschiedenen Arbeitsgruppen in Metaanalysen und Systematischen Reviews unterschiedlich selektiert und interpretiert<\/strong>. Das Resultat ist offensichtlich davon abh\u00e4ngig, wieviele Studien die Kriterien f\u00fcr eine gute Qualit\u00e4t erf\u00fcllen. W\u00e4hrend Shang et al. bei 8 Studien zu einem negativen Ergebnis kommen, kommen Linde et al. und L\u00fcdtke et al. in ihren Metaanalysen mit 26 bzw. 21 Studien zu positiven Ergebnissen. Aufgrund der Heterogenit\u00e4t der Studien, werden diese Metaanalysen aber kritisiert. Es erscheint sinnvoller, Systematische Reviews und Metaanalysen zur hom\u00f6opathischen Behandlung konkreter Krankheiten zu erstellen. <strong>Positive Evidenz liegt in Metaanalysen f\u00fcr kindlichen Durchfall und Heuschnupfen vor. Dar\u00fcber hinaus gibt es weitere randomisierte Studien mit positiver Evidenz (Fibromyalgie, ADHS, postoperativer Ileus) und negativer Evidenz (Migr\u00e4ne, Arnica pr\u00e4ventiv bei Muskelkater)<\/strong>.\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Teut, Lucae, Wischner und Dahler stellen abschlie\u00dfend fest, dass die Hom\u00f6opathie aus Sicht der Versorgungsforschung einen therapeutischen Effekt zeigt, der mit der konventionellen Medizin vergleichbar ist. Dabei f\u00fchren beide Therapiesysteme zu \u00e4hnlichen Kosten: <\/strong><strong>\u201e<\/strong><strong>Die Hom\u00f6opathie durch Gespr\u00e4chszeit, die konventionelle Medizin durch Medikamentenkosten.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.informationen-zur-homoeopathie.de\/?page_id=41\" target=\"_blank\"><strong>Link zur \u00dcbersichtsseite \u201eKlinische Forschung\u201c<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<p><strong>(1)<\/strong> <a href=\"..\/?p=1022\" target=\"_self\">\u201eDie Metaanalyse von Matthias Egger auf dem Pr\u00fcfstand. Interview mit Rainer L\u00fcdtke.\u201c (? The Lancet ? Hom\u00f6opathie), DZVh\u00c4 Hom\u00f6opathie.Blog, 19.12.2010<\/a><\/p>\n<p><strong>(2)<\/strong> <a href=\"http:\/\/content.karger.com\/ProdukteDB\/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&amp;ArtikelNr=90625&amp;Ausgabe=231625&amp;ProduktNr=224242&amp;filename=90625.pdf\" target=\"_blank\">\u201e\u201cHom\u00f6opathie \u2013 nichts als Plazebo?\u201c, Kommentar \u2013 Klaus Linde, M\u00fcnchen, Forsch Komplement\u00e4rmed 2006;13:52\u201357, DOI: 10.1159\/000090625<\/a><\/p>\n<p><strong>(3) <\/strong><a href=\"http:\/\/www.eiccam.eu\/pdfs\/EICCAM_Fakten_zur_Forschung_5_final.pdf\" target=\"_blank\">\u201eSind hom\u00f6opathische und konventionelle Arzneimittel besser als Placebo?\u201c, EICCAM-Forschungsdatenblatt, R. L\u00fcdtke, H. Walach, R. J\u00fctte, Februar 2009<\/a><\/p>\n<p><strong>(4)<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.psychophysik.com\/h-blog\/?p=10426\" target=\"_blank\">\u201eDr Peter Fisher: Response to Evidence Check 2: Homeopathy by the Commons Science and Technology Committee\u201c, H.Blog, 31.12.2010<\/a><\/p>\n<p><strong>(5) <\/strong><a href=\"http:\/\/www.heilpraxisnet.de\/naturheilpraxis\/interview-seltsames-gutachten-zur-homoeopathie-41002.php\" target=\"_blank\">\u201eInterview: Seltsames \u201aGutachten\u2018 zur Hom\u00f6opathie\u201c, Interview mit Claus Fritzsche, heilpraxisnet.de, 02.03.2010<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>\u00dcber:<\/h2>\n<p>Der Autor dieses Blogbeitrags ist Redakteur beim Deutschen Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4)<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<h2>Link zum Thema:<\/h2>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">Neuraltherapie.Blog:<\/span> <a href=\"http:\/\/www.neuraltherapie-blog.de\/?p=4891\" target=\"_blank\">Interview &#8211; Warum CAM Media.Watch? Claus Fritzsche gibt Auskunft \u00fcber sein neues Blog. \u201eKomplement\u00e4rmedizin in den Medien, kritisch rezensiert.\u201c<\/a><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cam-media-watch.de\/\" target=\"_blank\"><strong>Das neue Blog CAM Media.Watch: \u201eKomplement\u00e4rmedizin in den Medien, kritisch rezensiert\u201c<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/102289\/2096378\/neues-watchblog-fuer-medizinjournalisten\" target=\"_blank\"><strong>Pressemitteilung: Neues Watchblog f\u00fcr Medizinjournalisten<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dzvhae-homoeopathie-blog.de\/\" target=\"_self\"><strong>Home<\/strong><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">x<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKomplement\u00e4rmedizin in den Medien, kritisch rezensiert\u201c, so lautet das Motto des neuen Weblogs CAM Media.Watch, das sich Wissenschafts-Kommunikation auf die Fahnen geschrieben hat. 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